Einzelbild herunterladen

Montabaur

5

Nr. 36/93

Alfen und Pflegeheim

Hospitalfonds der Stadt Montabaur

Auf Initiative des Vereinsringes Montabaur-Ettersdorf, veran­staltet das Stabsmusikkorbs der Bundeswehr am Mittwoch, dem 15. September 1993 um 20.00 Uhr im Haus Mons-Tabor ein Wohltätigkeitskonzert zugunsten des Alten- und Pflegehei­mes Montabaur. Die Heimbewohner sowie die Mitarbeiter freuen sich auf diese Veranstaltung, da hierdurch im Besonde­ren unsere Senioren eine außergewöhnliche Ehrung und Aner­kennung erhalten.

Das Stabsmusikkorbs der Bundeswehr, das zu den weitbesten zählt, wird mit ca. 70 Musikern erstmalig unter der neuen Leitung von Herrn Oberstleutnant von Freymann im Haus Mons-Tabor spielen. Dieses Konzert ist für unsere Einrichtung ein besonderes Privileg, da das Stabsmusikkorbs in erster Linie für »protokollarische Ehrendienste« bei Empfängen des Bundespräsidenten und offiziellen Empfangen beim Bundes­kanzler oder beim Bundesministerium der Verteidigung spielt, darüber hinaus aber bereits international in allen großen Konzerthäusern aufgetreten ist.

Wir würden uns daher freuen, die Angehörigen der Heimbe­wohner sowie Freunde und Gönner des Hauses zu diesem Konzert begrüßen zu können. Karten erhalten Sie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Natur & Umwelt

Nachtjäger in Gefahr

Unsere Fledermäuse brauchen Hilfe

Lauschige Sommerdämmerung am See. Es wird dunkel. Sie schwirren vorüber. Lautlose Jäger. Mal höher. Mal tiefer. Hin und her. Dicht über der Wasseroberfläche. Es könnten Schwal­ben sein. Sind es aber nicht. Es ist dunkel. Es sind Fledermäu­se.

Obwohl den Fledermäusen schon seit 1936 unser strenger Schutz gilt, konnte nicht verhindert werden, daß alle heimi­schen Arten dieser wunderbaren Flugsäuger vom Aussterben bedroht sind. Da wir ihre Wohn- und Jagdgebiete weiter zerstören, gehen die Bestände immer noch zurück. Zu ihrem Schutz wurde das Jahr 1992 zum »Jahr der Fledermaus« erkoren: Aber nur durch gezielte Maßnahmen können wir den verbliebenen Fledermausarten helfen zu überleben. Von den weltweit 1.000 bekannten Fledermausarten kommen 20 in unseren Breiten vor. Die einheimischen Fledermäuse leben ausschließlich von Insekten. Nur drei Arten, die südamerika­nischen Vampire, haben sich auf Säuger- und Vogelblut spezia­lisiert.

Fledermäuse sind mit einem hochentwickelten Ortungssystem ausgestattet, das sie zu Spezialisten im Nachtflug macht. Sie stoßen durch Mund, bei manchen Arten auch durch die Nase, für das menschliche Ohr nicht hörbare, arttypische Ultraschallaute aus. Mit Hilfe ihrer hochempfindlichen Ohren fängt die Fledermaus das zurückkehrende Echo wieder auf und macht sich dadurch ein genaues Bild ihrer Beute und Umge­bung. Ohne gegen Hindernisse zu stoßen, verfolgen die Nacht­jäger so mit bestechender Geschicklichkeit Mücken und Nacht­falter.

Fledermäuse sind auf eine naturnahe Landschaft mit vielsei­tigem und reichhaltigem Insektenangebot angewiesen. Wie für viele Tier- und Pflanzenarten sind Landschaften mit Wäldern, Hecken, Feuchtgebieten, bewachsenen Fluß- und Seeufem, Parklandschaften und Streuobstwiesen lebenswichtig für Fle­dermäuse. Da viele nachtaktive Insekten Waldschädlinge sind, machen sie sich für die Forstwirtschaft nützlich.

Auf großflächigen Monokulturen der Land- und Forstwirt­schaft wurden große Mengen chemischer Gifte eingesetzt, was zu einer katastrophalen Verarmung der Insektenfauna ge­führt und damit den Fledermäusen die Nahrungsgrundlage entzogen hat.

Jeder kann sich am Insekten- und damit, am Fledermausschutz beteiligen. Im Gegensatz zu grünen Rasenwüsten erfreuen reich blühende Wiesen nicht nur das menschliche Auge, son­dern es finden dort auch viele Insekten ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Auf Insektizide sollte auch im Kleingarten verzichtet werden. Als weitere Hilfsmaßnahmen bietet sich der Schutz oder die Neuanlage von Hecken und Feuchtbiotopen an. Zusätzlich zum immer stärker eingeschränkten Insekten­

angebot macht den Fleder­mäusen ihre W ohnungsnot zu schaffen. Je nach Art und Jahreszeit bewohnen sie Felsspalten, Höhlen, alte hohle Bäume, Dach­stühle oder Keller von Ge­bäuden. Die Monate Okto­ber bis März verbringen sie im Winterschlaf in frostgeschützten Höhlen, Stollen oder Kellern ohne zu fressen. Dabei senken sie ihre Körpertemperatur auf bis unter 10°C ab. Man­che Arten wie der Große Abendsegler ziehen sich Ein Mausohr in Aktion für ihren Winterschlaf

auch gerne in Fäulnishöh­len alter Bäume zurück. Zur Sicherung dieser Quartiere sollten hohle Bäume stehenge­lassen werden.

Die Umweltberaterin der Verbandsgemeinde Montabaur, Con­stanze Wunderlich, Telefon 02602/126196.

Abfuhr von Sperrmüll

im Bereich der Verbandsgemeinde Montabaur vom 20.09. bis 01.10.1993

Wie bereits im »Müllkalender des Westerwaldkreises 1993« ausgedruckt, sammelt die Westerwaldkreis-Abfallbeseitigung in der Zeit vom 20.09. bis 01.10.1993 Sperrmüll ein.

Unter Sperrmüll sind alle sperrigen Gegenstände, die aufgrund ihrer Größe oder sonstigen Beschaffenheit nicht in die graue Hausmülltonne passen, zu verstehen. Dazu gehören im einzelnen: Matratzen, Holzsprungrahmen, Teppiche, Fernsehgeräte, Lampen, Holzbettgestelle, Stühle, Sessel, Spiegel, andere Möbelteile u.ä.

Zum Sperrmüll gehören keine:

- Geräte oder Gegenstände aus Metall, wie Elektroherde, Wasch- und Spülmaschinen, Badewannen u.v.a. mehr. (Die­se Teile werden über gesonderte Wertstoffitermine ein­gesammelt).

Kühl- und Gefriergeräte, die gesondert auf Abruf durch uns abgeholt werden (Tel.: 02602/09060).

- Altreifen, die beim Reifenhändler abgegeben werden sollen oder kostenpflichtig auf den Deponien in Meudt oder Ren­nerod angeliefert werden können.

Öltanks und Ölöfen (wenn sauber, dann Einsammlung über Wertstoffschrottsammlung).

Gefüllte Säcke und Kartons sowie alle Gegenstände, die aufgrund ihrer Größe in die Hausmülltonne passen. Wertstoffe wie Glas, Papier, Kartonage, Schrott, Textilien, Verpackungen jeglicher Art u. ä.

Grünabfälle und Weihnachtsbäume.

Hierbei ist zu berücksichtigen, daß die bereitgestellten Einzel­teile nicht schwerer als 50 kg seih dürfen (arbeitsrechtl. Vor­gabe) und das Ausmaß von 1,70 m nicht überschreiten, da die Schüttöfthung des Müllfahrzeuges dies vorgibt. Ggf. muß eine Zerkleinerung der Gegenstände vorgenommen werden; bei zusammendrückbaren Gegenständen gilt das Ausmaß in zusmmengedrücktem Zustand (z. B. Matratzen).

Die Abfuhr erfolgt in den einzelnen Ortsgemeinden der

Verbandsgemeinde wie folgt:

Boden. 20.09.1993

Daubach. 27.09.1993

Eitelborn. 24.09.1993

Gackenbach.:. 27.09.1993

Girod. 21.09.1993

Görgeshausen. 22.09.1993

Großholbach. 21,09.1993

Heilberscheid. 21.09.1993

Heiligenroth.20.09.1993

Holler. 24.09.1993

Horbach. 27.09.1993

Hübingen. 27.09.1993

Kadenbach.20.09.1993

Montabaur Stadt ohne Alberthöhe

und Wassergraben. 29.09.1993

(Gebiet zwischen Elgendorfer Straße / Freiherr-vom-Stein- Straße / Wilhelm-Mangels-Straße und Koblenzer Straße), Al­leestraße, Allmannshausen, Hohe Straße, Aubachstraße, Eich­wiese, Himmelfeld und Sommerwiese.