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Montabaur

Nr. 34/93

m

Stellenausschreibung

Die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine(n)

Bürogehilfin/Bürogehilfen

oder

Angestellte(n)

mit guten Schreibmaschinenkenntnissen.

Das Einsatzgebiet erstreckt sich auf den Schreibdienst in der Zentralverwaltung. Die Stelle ist vertretungsweise für die Zeit der Mutterschutzfrist und des Erziehungsurlaubs einer Schreib­kraft zu besetzen. Das Arbeitsverhältnis kann zunächst nur bis zu deren Rückkehr befristet werden.

Die Bewerber/innen sollten neben perfekten Schreibmaschi­nenkenntnissen (nach Phonodiktat) Sicherheit in der Recht­schreibung sowie die Fähigkeit zu selbständigem Arbeiten besitzen. Die Vergütung richtet sich nach den Bestimmungen des BAT.

Es werden die im öffentlichen Dienst üblichen Zulagen und Sozialleistungen gewährt.

Schwerbehinderte erhalten bei gleicher Eignung den Vorzug. Schriftliche Bewerbungen (Zeugnisse, handgeschriebener Le­benslauf, Lichtbild) werden bis zum 10. September 1993 er­beten an

Verbandsgemeindeverwaltung - Personalamt - Konrad-Adenauer-Platz 8 56410 Montabaur.

Nähere Auskünfte können erfragt werden beim Personalamt der Verbandsgemeinde Montabaur unter der Rufnummer 02602/126131 oder 126132.

keit. Unablässig bringen die großen, gelb-schwarzen Insekten Nahrung, Wasser und Baumaterial in das Nest. Es ist die Zeit, in der die Hornissenköniginnen schlüpfen.

Vier Wochen nach der Eiabla­ge entwickelt sich aus dem Ei eine tonnenförmige Larve, die sich während der Puppenruhe in eine Hornisse verwandelt. Die Arbeiterinnen des Hornis­senvolkes haben jetzt die Auf­gabe, die jungen Hornissen mit kleinen Fleischstückchen von Fliegen, Spinnen und Insekten zu füttern.

Dieses schöne Leben teilt unsere Hornisse mit anderen Hornis­senköniginnen und vielen Männchen, die mittlerweile aus den anderen Wabenzellen geschlüpft sind. So vergehen zwei Wo­chen, in denen sich jede von ihnen ein Fettdepot anfuttert, um den bevorstehenden Winter zu überstehen.

Hochzeit und einsame Winternächte folgen:

Anfang Oktober verläßt unsere Königin mit ihren Schwestern und Brüdern das Nest und schwärmt zum Hochzeitsflug aus. Die Männchen sterben bald nach der Paarung. Es wird kälter, der Winter naht. Die Hornissenkönigin macht sich auf die Suche nach einem geeigneten Winterquartier. Im morschen Holz eines Baumes fallt sie dann in eine Winterstarre. Zur selben Zeit ist von ihrem »Geburtsnest« niemand mehr am Leben.

Geborgene Kindheit:

Bericht über die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Montabaur

Der Haupt- und Finanzausschuß der Stadt Montabaur hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, für die Anschaffung eines Noten- und Pokalschrankes des MGV »Mendelssohn Barthol­dy« im Foyer des Hauses Mons-Tabor einen Zuschuß in Höhe von 5.000,- DM zu gewähren.

Desweiteren wurde beschlossen, das Grundstück im Baugebiet »Koblenzer Straße I« (ehemaliges Sportplatzgelände), Flur 5, Parz. 1784/11, zu verkaufen.

Für die Gestaltung und Instandhaltung der Bebauung des Objektes Steinweg 6 in Montabaur wird ein Zuschuß bis maximal 4.500, DM gewährt.

Der Firma Ferdinand, Heiligenroth, wurde auf der Grundlage ihres Angebots der Auftrag für den Restausbau der Bürgerstei­ge an der Straße »Im Wiesengrund« in Montabaur-Horressen erteilt.

Einführung eines Schlüsseldienstes in der SchultumhaUe der Grundschule Niederelbert

Ab dem 1. September 1993 wird für die Turnhalle an der Grundschule Niederelbert ein Schlüsseldienst eingeführt, d. h. die Halle ist zukünftig von dem jeweiligen Übungsleiter selbst auf- und nach dem Übungsbetrieb wieder abzuschließen.

Vereine bzw. Übungsleiter, die am bekanntgegebenen Ortster­min am 26. Mai 1993 nicht teilnehmen konnten, können die notwendigen Schlüssel und ein Exemplar der neuen Benut­zungsordnung bei der Verbandsgemeindeverwaltung Monta­baur, Frau Kühlen, III. Stock Altbau, Zimmer 3.13, 56410 Montabaur, abholen.

Wir weisen nochmals daraufhin, daß die Halle ab 01.09.1993 nicht mehr durch den eingerichteten Schlüsseldienst der Orts­gemeinde geöffnet wird.

Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur - Schulamt/Sportamt -

Natur & Umwelt

Lebensgeschichte einer Hornisse

Mitte September. Die ersten Vögel treten ihre lange Reise ins Winterquartier nach Süden an, der Sommer gibt seine Ab­schiedsvorstellung. Für viele Pflanzen und Insekten Endstati­on ihres Lebens. Nicht so für Hornissen. Das wichtigste Ereig­nis im Hornissennest steht jetzt kurz bevor. In den meist in Baumhöhlen angelegten Nestern herrscht rege Betriebsam­

Der Hausbau:

Anfang Mai ist es dann wieder soweit. Die Hornisse kriecht aus ihrem Winterquartier und sucht als erstes Nahrung. Sie macht Jagd auf allerlei Insekten, denn sie benötigt die eiweißhaltige Nahrung zur Aktivierung ihrer Eierstöcke. Dann geht sie auf die Suche nach einem geeigneten Platz zum Nestbau. Hat sie einen nicht zu dunklen Hohlraum gefunden, beginnt sie mit dem Hausbau. Sie nagt mit ihren starken Kiefern ein morsches Stück Holz ab und vermischt die Fasern mit Speichel. Daraus formt sie zuerst einen kleinen Stiel, an den sie dann die ersten Wabenzellen anbaut. In jede dieser Zellen legt sie ein Ei und nach fünf Tagen schlüpfen kleine Larven, die alle von unserer Hornisse ernährt sein wollen. Sie fängt unablässig Insekten und verfüttert diese mundgerecht. Aber auch der Hausbau muß weiter vorangehen. Also schafft sie neues Baumaterial heran und vergrößert damit ihren Staat. Nur wenige der im Herbst zu Hunderten ausgeschwärmten Hornissenköniginnen haben bis hierher überlebt. Giftspritzen, natürliche Feinde und plötzliche Kälteeinbrüche im Frühjahr haben zu enormen Verlusten geführt.

Staatenbildung:

Es ist Anfang Juni. Die Larven haben sich verpuppt und die ersten Hornissen schlüpfen schon. Dahei handelt es sich um Arbeiterinnen, also begattungsfähige Weibchen, die der Köni­gin beim weiteren Aufbau des Volkes helfen sollen. Sie über­nehmen nun alle Arbeiten im »Außendienst«, denn die Königin verläßt das Nest nicht mehr. Ihre Hauptaufgabe ist jetzt, die von den Arbeiterinnen neu angelegten Brutzellen mit Eiern zu füllen. Dabei wird sie ständig von ihren Töchtern mit eiweiß­haltiger Nahrung versorgt.

Der Kreis schließt sich:

Schon im August beginnen die Arbeiterinnen mit dem Bau größerer Wabenzellen für die Geschlechtstiere. Die Königin legt nun abwechselnd befruchtete und unbefruchtete Eier. Aus den befruchteten Eiern entwickeln sich bald die Larven der zukünftigen Königinnen, aus den unbefruchteten Eiern die der Hornissenmännchen.

Im September dann hat der Bau fast seine volle Größe erreicht, im Endstadium liegt die Volksstärke zwischen 100 und 700 Tieren. Mitte September ist es dann wieder soweit: die erste neue Hornissenkönigin schlüpft aus ihrer Wabenzelle. Unsere Hornisse wird zunehmend schwächer nachdem sie keine wei­teren Eier legt, verlieren die Arbeiterinnen das Interesse an ihr. Ihre Aufmerksamkeit gilt nun den neuen Königinnen. Jetzt verläßt die alte Hornisse das Nest und stirbt.

Die Königin ist tot! Es leben die Königinnen!