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Montabaur

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Nr. 20/93.

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle informierte sich vor Ort über Schnellbahnhaltepunkt

»Montabaur wird zum wirtschaftlichen Drehpunkt und zur Schnittstelle zwischen Straße und Schiene«, so Wirtschaftsmini­ster Rainer Brüderle, der sich auf Einla­dung des FDP-Kreisverbandes im Wester­waldkreis aufhielt, und in Montabaur über den Planungsstand des ICE-Haltepunk- tes an der geplanten Schnellbahn-Neubau­strecke Köln-Frankfurt informierte.

Daneben, so der Minister, ist ein Halte­punkt bei Montabaur auch Anknüpfungs­punkt für den Großraum Koblenz, dessen Anbindung vorrangig über die Straße er­folgen werde

Für Brüderle erhält die Lahn talstrecke der Deutschen Bundesbahn keine Bedeutung als Zubringer vom Raum Koblenz zu einem zur Zeit noch diskutiertenzweiten Schnell­bahnhaltepunkt im Raum Limburg. Den­noch spreche auch er sich für eine Elektrifi­zierung dieser Strecke aus, dessen wichtig­ste Funktion er in der Ost-West- Verbindung sehe

Anhand großflächiger Fotos und Pläne zeigte Bürgermeister Dr. Possel-Dölken die Streckenführung der Schnellbahn ent­lang der Autobahn auf. Für die Entschei­dung, im Bereich Montabaur im Zuge der Neubaustrecke Köln-Rhein-Main einen Haltepunkt zu errichten, bedankte sich Bürgermeiste Dr. Possel-Dölken ganz besonders. Der Bürgermeister verwies auf bereits be­stehende Vorplanungen zur straßenmäßigen Anbindung des neuen Bahnhofes. Die Vorplanungen der Straßenverwaltung gingen davon aus, daß der neue ICE-Haltepunkt sowohl von der Autobahn A 3 wie auch den Bundes- und Landesstraßen angebunden wer­de, ohne das Stadtgebiet zu tangieren. Gemeinsam mit dem Minister vertrat er die Auffassung, daß man der Südvariante den Vorzug geben sollta Bessere Perspektiven der Stadtentwicklung und die deutlich geringere Landschaftsbelastung durch die beabsichtigte Untertunnelung spreche für die Südtangente, so Brüderle, der sich auch gegen die zu erwartenden Belastungen der Gemeinden, im besonderen der Ortsgemeinde Girod, bei Realisation der Nordtrasse aussprach. Bis Ende des Jahres rechne er mit dem Abschluß des Raumordnungsverfahrens. Die Schnellbahnstrecke werde voraussichtlich bis Ende der neunziger Jahre fertiggestellt sein. Durch die Entscheidung für den ICE-Halt Montabaur habe auch der Ausbau der B 255 einen höheren Stellenwert erhalten, fügte der Minister hinzu.

Im Rathaus Montabaur informierte sich Minister Rainer Brüderle (rechts) über den Schnell­bahnhaltepunkt Montabaur. Sowohl für denMinisterwieauch für Bürgermeister Dr.Possel-Döl­ken (Mitte) hat die Südtrasse Priorität. Links im Bild Hans Schenkelberg, Kreisvorsitzenderder F.D.P.

Bürgermeister der Westerwälder Verbandsgemeinden trafen sich in Montabaur

Die Bürgermeister der Westerwälder Ver­bandsgemeinden waren anläßlich einer Dienstbesprechung Gäste von Bürgermei­ster Dr. Possel-Dölken im Rathaus Monta­baur.

Zur Diskussion standen u.a. die Punkte: Mobile Soziale Dienste im Westerwald, Anwendungdes Landespflegegeldgeset­zes, Konzessionsverträge mit der KEVAG und die Übernahme kreiseigener Feuer­wehrgeräte. Daneben informierte Bürger­meister Dr. Possel-Dölken seine Kollegen über den Planungsstand der Schnellbahn- Neubaustrecke Köln-Frankfurt und den Haltepunkt Montabaur.

Besonders informativ gestalteten die Ehe­frauen der Verbandsbürgermeister den Nachmittag. Neben der Firma Haushalts­produkte wurde das Unternehmen Aldi und dessen Zentrallager im Industriege­biet »Alter Galgen« besichtigt. In beiden Unternehmen gab es vielfältige Informa­tionen zu den Produkten, Betriebsabläu­fen und zum Arbeitsmarktangebot. Nach der Dienstbesprechung stand eine gemein­same Besichtigung des Werkes Klöckner- Pentaplast im Industriegebiet Heiligen- roth auf dem Programm.

Die Bürgermeister der Verbandsgemeinden aus dem Westerwaldkreis waren anläßlich einer DienstbesprechungimRathausMontabaurzuGast. Daneben stand dieBesichtigungmoderner Betriebe im Industriegebiet»Alter Galgen« und im Industriegebiet Heiligenroth auf dem Pro­gramm

Die Folienherstellung und Verwendung sowie das Folienrecycling standen bei dieser Betriebesichtigung im Vordergrund. *