Montabaur
Nr. 10/93
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und gibt Tips wie man in den eigenen vier Wänden den Elektrosmog unter Kontrolle halten kann. Eine Bewertung der geltenden Grenzwerte,, weiterführende Literatur und Adressen runden das Info ab.
Das 6-seitige Infoblatt “Elektrosmog" kann gegen die Einsendung von 2,40 DM in Briefmarken bei der Verbraucherinitiative, Breite Str. 51,5300 Bonn 1, bestellt werden.
» Quecksilber und Amalgam
Die Quecksiiberfreisetzung wird durch Kaugummi kauen erhöht. In der ausgeatmeten Luft stieg der Wert bei 50 Prozent der Träger von sieben Amalgamplomben von 0,29 gg Hg/m . (Hg=Quecksilber) beim Kaugummi kauen auf 1,35 gg/m. Die entsprechende Quecksilber-Konzentration im Speichel stieg von 4,9 gg/m 3 auf 12,95 gg/m\ Dies ist in der Broschüre “Quecksilber und Amalgam" nachzulesen, die das Referat “Umweltmedizin” beim Senator für Gesundheit, Jugend und . Soziales erstellt hat. Die Broschüre soll die beratenden 'Fachkräfte und den interessierten Laien grundlegend über die gesundheitlichen Auswirkungen von Quecksilber und . Amalgamen informieren. Es finden sich.Kapitel über die Auf- . nähme und Speicherung von Quecksilber ebenso wie über die vielfältigen bisher bekannten Wirkungen des Metalls auf den Menschen. Der letzte Teil der Broschüre enthält Empfehlungen im Umgang mit Amalgam, insbesondere für Risikogruppen (Kinder unter sechs Jahren, Schwangere, aller- - gieanfällige Menschen usw.).
Die kostenlose Broschüre “Quecksilber und Amalgam" (Nov. 1992) vom Referat “Gesundheitlicher Verbraucherschutz/Umweltmedizin" beim Senator für Gesundheit, Jugend und Soziales. Birkenstr. 34, 2800 Bremen, Tel. 0421/361 -9329 oder 9538, ist zurZeit vergriffen. Ein Nachdruck ist geplant.
Chemisch rein im Abseits
Seit 1.1.1993 dürfen Chemische Reinigungen ozonschädigende Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW) nicht mehr verwenden. FCKWs sind für den Abbau der Ozonschicht verantwortlich, die uns vor der schädlichen UV- Strahlung schützt. Die Reinigung mit FCKWs galt bisher als die schonendste Form der Textilreinigung. Vor allem Textilien mit Perlen, Pailletten oder empfindlichen Drucken wurden bisher auf diese Art gereinigt.
Alle Kleidungsstücke, die mit einem “F” im Pflegeetikett gekennzeichnet sind, also die einer besonders schonender Behandlung bedürfen, werden entweder von den meisten Reinigungen gar nicht mehr angenommen oder nur auf Kundenrisiko in Perchlorethylen (PER) gereinigt. PER ist aber weniger textilschonend, sodaß die Verbraucherverbände davon eher abraten, denn bei den sehr empfindlichen Kleidungsstücken können Schäden auftreten. Die Chemikalie zerstört .zwar nicht die Ozonschicht, dafür ist sie gesundheitsgefährdend und steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die FCKW-Reinigung ist zudem in vielen anderen Ländern noch erlaubt, so dafl in der Bundesrepublik Textilien im Umlauf sind und in Zukunft auch sein werden, bei denen die Reinigung mit FCKW empfohlen wird.
des Rheins bis zu sieben Meter als Folge der Rheinbegradigung nach den Plänen von Tulla. Mit Abstand bedeutsamer erweist sich aber der Staustufenbau und damit der “Wegfall der regelmäßigen Wasserstandsschwankungen in Höhe von etwa drei Meter und der auentypischen Bodendynamik”. Die: Autoren der Studie bemerken abschließend, daß “die vielfältigen Beeinträchtigungen der Lebensgrundlagen Wasser, Boden und (Mikro-)Klima bis hin zur Zerstörung von Großlandschaften nachdrücklich dafür sprechen, daß die Inbetriebnahme neuer Staustufen weder am Oberrhein noch an der Donau, der Elbe und anderen Flüssen verantwortet werden kann”.
Die 50-seitige Naturschutzbewertung “Vegetation und Wasserhaushalt des rheinnahen Waldes" wird herausgegeben von der Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie, KonstantinstraBe 110,5300 Bonn 2, Tel. 0228/8491-0. Bezug für 10 DM (zuzügl. 4,50 DM Versand) durch die Landwirtschaftsveriag GmbH, Postfach 480249, 4400 Münster-Hiltrup, Tel. 02501/801-117.
Info-Panda im Rathaus Montabaur
Eine Infothek der Umweltstiftung WWF-Deutschland, erkennbar an dem Panda-Emblem, weist im Eingangsbereich des Einwohnermeldeamtes der Verbandsgemeinde Montabaur auf die naturschützerischen Aktivitäten dieser Organisation hia Prospekte und Aufkleber dürfen mitgenommen werden.
Die Umweltstiftung WWF-Deutschland ist die deutsche Sektion des World Wide-Fund for Nature (WWF) der größten privaten Naturschutzorganisation der Welt, die seit ihrer Gründung 1961 fast 7000 Projekte in ca. 40 Ländern durchgeführt oder unterstützt hat Ihre unabhängige, überparteiliche und wissenschaftlich fundierte Arbeit hat die Erhaltung der natürlichen Umwelt zum Ziel. Die Arbeit wird mit Beiträgen und Spenden finanziert Zur Zeit fördert der WWF in Deutschland unter anderem die Projekte »Wattenmeer«, »Erhaltung der Flußauen«, »Schutz von Feuchtgebieten«, »Schutz von gefährdeten Pflanzen-und Tierarten«.
Verbraucher-Tips
- Kaufen Sie Textilien, die waschbar sind!
Schon beim Kauf sollten Sie auf das Pflegeetikett achten und Textilien, die nur sehr schonend zu reinigen sind, meiden. Das Symbol “Kreis” mit einem Buchstaben (“F”, “A" oder “P”) weist auf chemische Reinigung hin. Der Buchstabe “F” zeigt die jetzt verbotene Reinigungsart mit FCKW an.
- Schützen Sie ihre empfindliche Kleidung vor unnötiger Verschmutzung. Tragen Sie also nicht den Kaschmirpullover beim Überprüfen des Ölstandes. Eine Schürze beim Kochen schützt auch vor unnötigen Flecken.
- Eine schnelle Fleck(vor)behandlung ist in vielen Fällen effektiver und billiger als die chemische Reinigung bei eingetrockneten Verunreinigungen.
- Wenn Sie doch etwas reinigen lassen wollen, überprüfen Sie zuerst, ob das wirklich notwendig ist. 90 Prozent der Kleidungsstücke, die in die chemische Reinigung gebracht werden, müflten gar nicht gereinigt werden, wie die Stiftung Warentest 1988 ermittelt hat.
Quelle: Schlechtwetter für unser Klima?, Verbraucher-Zentrale NRW
Mintropstr. 27,4000 Düsseldorf.
Bewertung des rheinnahen Waldes
“Die Standortsbedingungen im rheinnahen Wald haben sich auf nahezu 90 Prozent der Fläche insbesondere seit dem Staustufenbau (1928 -1977) so tiefgreifend und nachhaltig geändert, daß sich auf fast allen betroffenen Flächen nur noch auenfeme und auenfremde hochwasserempfindliche Waldgesellschaften entwickeln können.” Dies ist das ResuK tat einer in den achtziger Jahren durchgeführten, umfangreichen vegetationskundlichen Arbeit, die jetzt bei der Bundes^ forschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie erschienen ist. Als wesentliche Ursachen dieser nachhaltigen Veränderungen im rechtsrheinischen Wald nennt die Untersuchung einmal die drastisch beschleunigte Eintiefung.
Umweltbeauftragter VG Montabaur H. Meier, Tbl. 02602/126 1 09
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