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Montabaur

Nr. 9/93

Natur- und Umwelt-Info

Wohin mit

...Altöl

Mineralische Öle - Maschinen- und Motorenöle sind eine ernste Gefahr für unsere Gewässer und gehören auf kei­nen Fall in den Ausgufl (1 Liter Mineralöl kann 1.000.000 Liter Wasser verseuchen). Geben Sie Altöle deshalb gut gekennzeichnet und am besten im Originalbehälter ver­packt wieder an der Verkaufsstelle ab . Diese ist nach dem Altölgesetz zur Rücknahme verpflichtet.

Vermischen Sie auf keinen Fall Mineralöle mit Speiseölen. Letztere gehören ebenfalls nicht in die Kanalisation, da sie die Abwasserleitungen verstopfen und die Kläranlagen unnötig belasten. Speiseöle nehmen Problemmüllsammel­stellen oder Umweltmobile entgegen. Sie können zu Seifen oder Futtermitteln recycelt werden.

Übrigens... Das Einleiten von Mineralöl in das Grundwasser ist eine Straftat und kann mit einer Geldbuße von 150 bis 50.000 DM bestraft werden.

Bitte beachten Sie...

- Alte Mineralöle und Ölbehälter wieder zur Verkaufs­stelle zurückbringen

- Alte Speiseöle oder Fritierfette an der Problemmüll- sammestelle oder beim Umweltmobil abgeben.

- ölverschmutzte Lappe und Putzfäden gehören in den Hausmüll

- Wer an seinem Auto ohne die erforderlichen Einrich­tungen Ölwechsel vomimmt, gefährdet die Umwelt.

Umweltschonende Landwirtschaft

Rheinland-Pfalz hat als erstes Bundesland sein Konzept zur Umsetzungflankierender Maßnahmen der EG-Agrarre- form der EG in Brüssel zur Genehmigung vorgelegt. Das Förderprogramm umweltschonende Landbewirtschaftung (FUL) zielt auf eine flächendeckende Extensivierung durch . Förderung der Betriebe der Arbeitsgemeinschaft ökologi­scher Landbau (AGÖL) und der Betriebe mit integriert-kon- trollierter Wirtschaftsweise. Letztere müssen sich für fünf bis zehn Jahre verpflichten, konkreten Änbauanleitungen zu fol­gen, Pflanzenschutzmittel zu verringern und den Stickstoff­einsatz um 30 Prozent zu reduzieren. Die Landesregierung vergibt für diese Produkte das Gütezeichenaus umwelt- schonend-kontrollierter Erzeugung. Der Entwurf sieht Zu­schüsse von 350 DM pro Hektar vor. ökologisch wirtschaf­tenden Betriebe sollen ab 1994- vörausgesetzt die EG, die 50 Prozent der Landesausgaben zurückerstattet, stimmt zu - 450 DM pro Hektar erhalten: Bestandteil des FUL ist auch die Extensivierung des Grünlands. Das Förderprogramm sieht das Verbot oder die Reduzierung mineralischer Dün­gung und Auflagen zu Viehbesatz und -nutzung vor. Die Um­wandlung von Ackerland zu extensivem.Grünland will das Land bereits im Wirtschaftsjahr 1993 zusätzlich mit 650 DM pro Hektar fördern. Ergänzend bietet die Landesregierung den Kommunen Zuschüsse an, um landwirtschaftlich ge­nutzte Flächen äufzuforsten. Das Landwirtschaftsministeri- um möchte das Konzept um die Möglichkeit einer Flächen-' Stillegung über 20 Jahre hinweg erweitern.

Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz, Große Bleiche 55,6500 Mainz 1,Tel. 06131/16-1, Fax 16-2644.

s

Rüssel

Keine üblen Gerüche mehr an Tankstellen. Ab dem 1. Januar die­ses Jahres müssen neue Zapfsäulen mit Säugrüsseln ausgestat­tet werden, die gesundheitsschädliche Benzindämpfe abfangen sollen. Vor allem das krebserregende Benzol soll mit dieser Maß­nahme von der Nase der Kunden und Tankwarte ferngehalten werden.

Düngemittelaufwand

gesunken

Die Landwirte in der früheren Bundesre­publik Deutschland haben im Wirtschafts­jahr 1990/91 ihren Aufwand an minerali-' sehen Düngemitteln pro Hektar Fläche weiter verringert. Im Durchschnitt brach­ten sie 115,3 kg Stickstoff (Vorjahr 125,1 kg), 42,9 kg Phosphat (49,9 kg) und 62,3 kg Kali (66,5 kg) auf jeden Hektar Fläche aus. Gestiegen ist dagegen die Kalkdün­gung von 119,8 kg auf 136,6 kg je Hektar.

Diese Zahlen meldete das Statistische Bundesamt. (AID)

Die Quoten der Verpackungsverordnung

Die DSD muß von dem Davon müssen folgende

Aufkommen an Verpackungs- Anteile aussortiert und materialien in Gewichts-, stofflich verwertet werden: Prozent nachweislich erfassen:

Material

1993

1995

Material

1993

1995

Glas

60%

80%

Glas

70%

90%

Weißblech

.40%

80%

Weißblech

.65%

90%

Aluminium

30%

80%

Aluminium

60%

90%

Pappe, Karton

60%

80%

Pappe, Karton

'60%

80%

Papier

60%

80%

Papier

60%

80%

Kunststoff

30%

80%

Kunststoff

30%

80%

Verbünde

30%

80%

Verbünde

30% -

80%

Quelle: VerpackV, Bundesgesetzblatt 1991, TeilJ

Tips für den umweltbewußten Haushalt

Viele Verpackungen tragen jetzt den »grünen Punkt«. Die Her­stellerfirma ist somit dem Dualen System angeschlossen, das mit der Absicht angetreten ist, diese Verpackungen wiederzu­verwerten. Wiederverwertung ist ökologisch gesehen nur die zweitbeste Lösung. Die beste Lösung ist Abfallvermeidung, und dabei geht es nicht nur um Verpackungen.

Kaufen Sie Produkte, die

- möglichst abfallarm und aus Rest- oder nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind,

- sich durch besondere Langlebigkeit und Reparaturfreund­lichkeit auszeichnen,

- nach Gebrauch verwertbar sind oder

- umweltverträglicher als andere Produkte zu entsorgen sind.

Ganz gleich ob bei Sprudel, Limonade, Milch, Wein, Sekt, Bier, Waschmittel oder Motoröl: ziehen Sie Mehrwegflaschen- und Verpackungen vor.

Kaufen Sie bei haltbaren Produkten immer möglichst große Ver­packungseinheiten. Damit sparen Sie nicht nur Geld, sondern nützen der Umwelt. Außerdem sind viele große Verpackungs­einheiten inzwischen auf »Mehrweg« eingestellt, z.B. Putzmit­tel, Waschmittel.

Joghurt und Quark in Gläsern kaufen.

Beim Kauf von Elektrogeräten wird man leider reichlich mit Styropor eingedeckt. Das Styropor darf man im Laden lassen.

Umweltbeauftragter der VG Montabaur H. Meier, Tbl. 02602/126 109