Montabaur
Ein derzeitiger Überblick über die Haushaltswirtschaft 1992 zeigt, daß der Ortsgemeinde zum J ahresendeca. 430.000 DM an Rücklagen zur Verfügung stehen werden. Gegenüber dem tatsächlichen Bestand zum 31.12.1991, der sich auf 557.509,68 DM belief, bedeutet dies einen Rückgang von rund 147.500 DM. Diese haushaltsmäßig nicht erwartete Entwicklung trat hauptsächlich durch den erweiterten Bauumfang am »Heimathaus« und die damit verbundenen Mehrausgaben auf.
Zum J ahresende hat die Ortsgemeinde Daubach erneut keine Schulden auszuweisen.
Haushalt 1993
Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 829.000 DM. Davon entfallen auf einen ausgeglichenen Verwaltungshaushalt 469.000 DM und auf einen ausgeglichenen Vermögenshaushalt 360.000 DM.
Zur Finanzierung der in 1993 geplanten Vorhaben des Vermögenshaushaltes werden keine Kredite benötigt.
Verwaltungshaushalt
Das Volumen des Verwaltungshaushaltes steigt von 405.000 DM in 1992 um 64.000 DM auf nunmehr 469.000 DM.
Der Anstieg wird hauptsächlich durch die Aufwendungen für die 650-Jahr-Feier und die entstehenden Kosten für das Erstellen einer Dorfchronik verursacht. Sonstige Ansätze des Jahres 1993 haben sich an dem orientiert, was bei den einzelnen Haushaltsstellen im Vorjahr bewegt wurde, berücksichtigen mögliche Preissteigerungen oder sind aufgrund besonderer Vorhaben korrigiert worden.
Die augenscheinlichsten Positionen des Verwaltungshaushaltes werden nachfolgend dargestellt:
Entwicklung des Unterabschnittes 8550 - Forst -:
Am 28. 10.1992 beschloß der Ortsgemeinderat den Hauungsund Kulturplan, der in 1993 mit einem Minus von 19.525 DM abschließt, während 1992 noch mit einem Plus von 670 DM gerechnet wurde.
Den größten Tfeil der Einnahmen beinhaltet jedoch der Unterabschnitt 9000 - Steuern, allgemeine Zuweisungen und allgemeine Umlagen -, der mit 60,83 % den größten Tfeil der Einnahmen bildet.
Bedingt durch Wertfortschreibungen und durch den Wegfall von Grundsteuervergünstigungen erhöht sich das Aufkommen bei der Grundsteuer B, während das Aufkommen bei der Grundsteuer A gleich bleibt. Das Gewerbesteueraufkommen basiert auf dem Ergebnis des Vorjahres und den sich hieraus ergebenden Vorauszahlungen für das Haushaltsjahr 1993.
Die positive Tfendenz beim Einkommensteueranteil ist als Konsequenz eines höheren Steueraufkommens anzusehen, welches zur Verteilung ansteht.
Durch den Anstieg der eigenen örtlichen Steuerkraft • bei gleichbleibender Einwohnerzahl - sinken die Schlüsselzuweisungen, Die niedrigere Gewerbesteuerumlage basiert auf einem niedrigeren Steueraufkommen und einem niedrigeren Umlagesatz gegenüber 1992. Die höheren Umlagen beruhen zum einen auf der höheren Umlagegrundlage und bei der Kreisumlage auf die Anhebung des Umlagesatzes von 32 v.H. auf 34 v.H.
Das Gesamtumlagesoll in Höhe von 199.700 DM stellt mit 42,58 % die größten Ausgabebelastungen des Verwaltungshaushaltes dar.
Bei Gegenüberstellung sämtlicher Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes sind die Ausgaben um 57.000 DM höher als die Einnahmen. Dieser Betrag muß vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt abgeführt werden, damit der Verwaltungshaushalt ausgeglichen werden kann. Verursacht wird dies durch das Minus im Forst als auch durch die Kosten für die 650-Jahr-Feier und die Erstellung einer Dorfchronik.
Vermögenshaushalt
Ajn 3.6.1992 beschloß der Ortsgemeinderat das Investitionsprogramm, das die Grundlage für die Aufstellung des Vermögenshaushaltes bildet.
Das Volumen des Vermögenshaushaltes 1993 beträgt 360.000 DM.
Diese Mittel werden für folgende Maßnahmen bereitgestellt:
DM
1. Einbau von Sprossenfenstern am Rathaus 4.500
2. Zuschuß an den MGV für die Anschaffung eines
Klavieres 3.000
3. Neugestaltung »Oberer Dorfplatz «/ Spielplatz 15.000
4. Brunnenneugestaltung 5.000
Nr. 8/93
5.
Zuschüsse für Dorferneuerungsmaßnahmen
6.000
6.
Fertigstellung »Inden Gärten«
50.000
7.
Straßenbeleuchtungserweiterung - allgemein -
30.000
8.
Bau einer Einsegnungshalle mit Kapelle
10.000
9.
Umbau zu einem Gerätehaus
85.000
10.
Ausbau von Wirtschaftswegen
25.000
11.
Obstbaumpflanzung
5.000
12.
Kostenanteil am Fuß-/Radweg Oberelbert-Un-
tershausen
4.100
13.
Neugestaltung der Bushaltestelle im Oberdorf
10.000
14.
Grunderwerb
50.000
15.
Zuführung zum Verwaltungshaushalt
57.000
16.
Rücklagenzuführung
400
Finanziert werden diese Vorhaben bzw. Maßnahmen durch fol-
gende Einnahmen:
1 .
Erschließungs- und Ausbaubeiträge »In den
Gärten«
200.000
2.
Zuweisung vom Land zum Umbau in ein Geräte
haus
70.000
3.
Zuweisung vom Naturpark Nassau zur Obst
baumpflanzung
3.000
4.
Zuweisung vom Land zum Bau einer Buswarte-
halle
4.000
5.
Investitionsschlüsselzuweisungen
2.000
6.
Rücklagenentnahme
81.000
Ausblick 1994 -1996
Ausweislich des Investitionsprogrammes hat die Ortsgemeinde für die folgenden Jahre folgende Maßnahmen vorgesehen:
- Zuschüsse für Dorferneuerungsmaßnahmen
- Bau einer Einsegnungshalle mit Kapelle
- Ausbau von Wirtschaftswegen
- Obstbaumpflanzung
• allgemeiner Grunderwerb ■ Erschließung Gartenweg
- Ausbau Kissbergstraße.
Wie die Finanzplanung zeigt, benötigt die Ortsgemeinde zur Durchführung dieser Maßnahmen keine Kredite.
Weitere Entscheidungen des Rates
- Ebenfalls einstimmig genehmigte der Ortsgemeinderat das von einem Planungsbüro erstellte Dorferneuerungskonzept.
Dieses Konzept ist unabdingbare Voraussetzung zur Erlangung von Finanzhilfen aus Mitteln der Dorferneuerung sowohl für öffentliche als auch für private Maßnahmen.
Nähere Informationen über das beschlossene Dorferneuerungskonzept werden in einer der nächsten Ausgaben des Wochenblattes noch bekanntgegeben.
- Der Ortsgemeinderat beschloß einstimmig die Tfeilnahme am diesjährigen Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« . Abgelehnt wurde die Tfeilnahme am Landeswettberwerb »Kinderfreundliche Kommunen 1993«.
- Ein Architekturbüro wurde mit der Planung und Ausschreibung der Arbeiten zur Änderung des Spielplatzes beauftragt.
- Der MGV »Frohsinn« Daubach erhält für die Anschaffung eines Klavieres einen Zuschuß in Höhe von 3.000 DM.
Kreiswettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden«
Der Gemeinderat hat in der Sitzung am 17. Februar 1993 beschlossen, in diesem Jahr am oben genannten Wettbewerb teilzunehmen. Die Besichtigung durch die Kreisbewertungskommission wird voraussichtlich Ende Mai/Anfang Juni erfolgen.
Durch den ebenfalls ausgeschriebenen Sonderwettbewerb haben Vereine, Gruppen oder auch Einzelpersonen aus der Gemeinde die Möglichkeit, durch eigene Verschönerungsmaßnahmen besondere Akzente zu setzen.
Diese werden besonders prämiert. Anmeldungen sollten bis spätestens 1. Mai 1993 bei der Kreisverwaltung vorliegen.
Die Richtlinien sowie die Antragsformulare sind bei der Gemeinde erhältlich.
Ich darf Sie bitten, tragen Sie alle mit dazu bei, »daß unser Dorf schöner wird«.
Raimund Hahn, Ortsbürgermeister
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