Montabaur
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Nr. 8/93
II. Nichtöffentliche Sitzung:
1. Personalangelegenheiten
2. Verschiedenes
Gackenbach, 23. Februar 1993 Weidenfeller
Ortsbürgermeister
Glascontainerstandort bleibt erhalten
Die Westerwaldkreis-Abfallbeseitigung hat inzwischen an den bekannten Standorten jeweils zwei Glascontainer aufgestellt. In diesen wird nun zum einen nur Weiß-Glas, zum anderen in zwei getrennten Kammern, nur Bunt-Glas (grün und braun) gesammelt.
Zuvor hatte die Abfallbeseitigung vorgeschlagen, den Standort imUnterdorf (Parkplatz »Ander Pumpe« aufzulösen, dahier, im Vergleichzu den anderen Standorten, zu geringe Mengen an Altglas deponiert wurden.
Im Hinblick darauf, daß der nächste Containerstandort im Oberdorf doch weit entfernt liegt und im Unterdorf viele ältere und nicht motorisierte Mitbürgerinnen und Mitbürger wohnen, war es der Gemeinde wichtig, den alten Standort zu erhalten. Dies ist uns gelungen, auch im Unterdorf bleiben weiterhin zwei Glas-Container stationiert.
Ich bitte nunmehr dringend alle »Unterdörfler«, selbst zur Sicherung dieses Standortes mitbeizutragen, indem Sie Ihr Altglas dort entsorgen.
In diesem Zusammenhang weise ich noch einmal darauf hin, die Entsorgung des Altglases in den Containern mit Rücksicht auf die benachbarten Anwohner nur außerhalb der gesetzlichen Ruhezeiten und nicht an Sonn- und Feiertagen vorzunehmen.
Weidenfeller, Ortsbürgermeister
Bericht über die Sitzung des Ortsgemeinderates Gackenbach
vom 15. Februar 1993 Haushaltsplan/Haushaltssatzung 1993 einstimmig verabschiedet
In der jüngsten Sitzung stand die Beratung und Beschlußfassung über den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung 1993 an. Die Verbandsgemeindeverwaltung hatte hierzu in Abstimmung mit der Ortsgemeinde einen Planentwurf erstellt und zur Sitzung vorgelegt. Nach Erläuterung zum Planinhalt erklärte der Ortsgemeinderat seine Zustimmung zum Haushaltsplan und der Haushaltssatzung. Die Haushaltssatzung 1993, die die summarische Zusammenfassung des Haushaltsplanes darstellt, enthält folgende Festsetzungen:
Verwaltungshaushalt
Einnahmen/Ausgaben.je 527.000 DM
Vermögenshaushalt
Einnahmen/Ausgaben .je 243.000 DM
Die Gemeindesteuern werden für das Haushaltsjahr 1993 wie folgt festgelegt:
Grundsteuer A. 220 %
Grundsteuer B. 240 %
Gewerbesteuer. 300 %
Die Hundesteuer beträgt für
den 1. Hund. 36,00 DM
den 2. Hund. 54,00 DM
jeden weiteren Hund.. 72,00 DM.
Aussagen zur derzeitigen Haushaltssituation bzw. Prognosen zum Haushaltsjahr 1993 enthält der dem Haushaltsplan beigefügte Vorbericht. Hieraus werden auszugsweise einige Informationen zur Kenntnis gegeben.
Ein kurzer Rückblick auf das abgelaufene Haushaltsjahr 1992 zeigt, daß die Ortsgemeinde Gackenbach zum Jahresende über eine Rücklage von ca. 56.000 DM verfügt. Im Haushaltsplan 1992 war eine Kreditaufnahme in Höhe von 163.000 DM vorgesehen, die jedoch durch die Verlagerung von Maßnahmen bzw. von Ausgaben nicht in Anspruch genommen werden muß.
Die Ortsgemeinde Gackenbach ist somit zum Jahresende schuldenfrei.
Haushalt 1993
Das Gesamtvolumen des Haushaltes beläuft sich auf 770.000 DM. Davon entfallen auf den ausgeglichenen Verwaltungshaushalt 527.000 DM und auf den ausgeglichenen Vermögenshaushalt 243.000 DM.
Zur Finanzierung der in 1993 geplanten Vorhaben des Vermögenshaushaltes werden Kredite in Höhe von 87.000 DM benötigt.
Verwaltungshaushalt
Im Haushaltsjahr 1993 beträgt das Volumen des Verwaltungshaushaltes 527.000 DM. Im Vergleich hierzu betrug das Volumen im Vorjahr 471.000 DM ( + 56.000 DM).
Die Ansätze des Jahres 1993 haben sich an dem orientiert, was bei den einzelnen Haushaltsstellen im Vorj ahr bewegt wurde, berücksichtigen mögliche Preissteigerungen oder sind aufgrund besonderer Vorhaben korrigiert worden.
Den größten Einnahmeanteil bildet der Unterabschnitt 9000 - Steuern, allgemeine Zuweisungen und allgemeine Umlagen, der 76,64 % der Gesamteinnahmen ausmacht.
Während das Aufkommen bei der Grundsteuer A und B nahezu unverändert bleibt, steigt das Gewerbesteueraufkommen aufgrund des Ergebnisses des Vorjahres und den sich hieraus ergebenden Vorauszahlungen für das Haushaltsjahr 1993. Die positive Ttendenz beim Einkommensteueranteil ist als Konsequenz eines höheren Steueraufkommens anzusehen.
Die Erhöhung der Schlüsselzuweisungen wird durch eine höhere Einwohnerzahl gegenüber 1992 und einen höheren Schwellenwert gegenüber dem Vorjahr hervorgerufen.
Der Ausgabenbereich des Verwaltungshaushaltes wird beherrscht von dem Gesamtumlage-Soll in Höhe von 262.870,00 DM, das mit 49,88 % den größten Anteil der Ausgaben beinhaltet. Die Umlageentwicklung verdeutlicht die folgende Übersicht:
1992
Gewerbesteuerumlage 3.800 DM
Kreisumlage (34 v.H.) 99.000 DM
Verbandsgemeinde-
umlage (34 v.H.) 112.100 DM
Umlage an das Land
(Fonds Deutsche Einheit) 2.800 DM
1993
4.670 DM + 870 DM
127.600 DM + 28.600 DM
127.600 DM + 15.500 DM
3.000 DM + 200 DM
217.700 DM 262.870 DM + 45.170 DM
Der Anstieg der Gewerbesteuerumlage beruht auf dem höheren Gewerbesteueraufkommen. Der Anstieg der Kreis- und Verbandsgemeindeumlage wird verursacht durch den Anstieg der Umlagegrundlage
1992 1993
329.531 DM 375.184 DM + 45.653 DM
Außerdem erhöht sich die Kreisumlage durch das Anheben des Hebesatzes auf 34 v.H.
Bei Gegenüberstellung sämtlicher Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes verbleibt ein Überschuß von 25.000 DM (1992 -18.000 DM), der dem Vermögenshaushalt zugeführt wird. Dieser Überschuß zuzüglich 2.000 DM Sachkosten für ein Umlegungsverfahren (gesamt 27.000 DM) stellen die freie Finanzspitze für 1993 dar.
Vermögenshaushalt
Das vom Ortsgemeinderat beschlossene Investitionsprogramm bildet die Grundlage zur Aufstellung des Vermögenshaushaltes. In diesem Programm werden die Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen benannt, sowie die Priorität festgelegt. Folglich wird hierdurch der Aufgabenumfang bestimmt.
Das Volumen des Vermögenshaushaltes 1993 beträgt 243.000 DM.
Für folgende Maßnahmen werden Mittel bereitgestellt:
01. Zuschuß an die Freiw. Feuerwehr Hübingen 1.500
02. Zuweisung für den Kindergartenbau 50.000
03. Zuschuß an DRK für den Bau einer Garage 500
04. Sanierung der Grillhütte 11.000
05. Schaffung einer Grillmöglichkeit 5.000
06. Zuschüsse für Dorferneuerungsmaßnahmen 2.000
07. Begrünungsmaßnahmen »Neue Hohl« 10.000
08. Ausbau der Berg- und Gartenstraße 20.000
09. Sanierung (Begrünung) der Stützmauer
an der K 171 2.000
10. Gehwegebau »Im Boden« 30.000
11. Sanierung der Zufahrt zum Wild- und
Freizeitpark 15.000
12. Straßenbeleuchtungserweiterung -allgemein- 2.000
13. Neugestaltung des Friedhofes 5.000
14. Zuschuß an Ignatius-Lötschert-Haus
Horbach zum Bau einer Leichenhalle 32.070
15. Kauf von Geräten für den Bauhof 1.000
16. Sanierung des Gemeindehauses 5.000
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