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Montabaur

Nr. 43/92

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Geschäfte in Niederelbert bleiben erreichbar

Bedingt durch den Ausbau der L 327 (Verbindungsstraße zwischen Niederelbert und Oberelbert) ist ein Durchfahren der Ortsgemeinde Niederelbert bis Ende November d. J. nicht möglich.

Die Ortslage Niederelbert ist jedoch nach wie vor aus Rich­tung Montabaur zugängig, so daß edle Gewerbebetriebe und Geschäfte auch während der Bauzeit zu erreichen sind.

Das Gewerbegebiet Niederelbert kann weiterhin aus Rich­tung Oberelbert angefahren werden.

Natur-und Umwelt-Info

Ungebleichte Koch-und Heldfilterpapiere RAL-UZ6S Einführung

Vorrangig ist bei der Herstellung von Pa­pierprodukten der Einsatz von Altpapier zu fördern. Es gibt Jedoch einige Papierproduk­te für die es sich, z. B. aus Gründen des Ge­sundheitsschutzes, nicht empfiehlt, Altpa­pier einzusetzen. Hierzu zählen die Koch- f und HeiGfilterpapiere u.a. für die Kaffee- und Teezubereitung, die aus Zellstoff herge- stellt werden.

Allerdings ist es für die Gebrauchstauglich­keit dieser Papierprodukte nur in Einzelfftl- len notwendig, den eingesetzten Zellstoff einem Bleichverfahren zu unterziehen.

Die z.Z. angewandten Verfahren sind die Chlorbleiche und die Peroxidbleiche. Insbe­sondere die Chlorbleiche verursacht erheb­liche Umweltbelastungen, denn hierbei ent­stehen große Mengen chlorierter Kohlen­wasserstoffe, darunter auch die hochgiftigen Dioxins, die mit dem Abwasser ln Flüsse und Seen gelangen.

Einige Hersteller sind bereits dazu überge­gangen, diese Produkte auch ungebleicht anzubieten. Ein Umweltzeichen für unge­bleichte Papierprodukte soll dazu beitragen, die durch die Bleiche entstehenden Umwelt­belastungen zu reduzieren.

Anforderungen

Oie Vergabegrundlage gilt für folgende Koch-und HeiGfilterpapiere:

- Kaffee- und Teefilter,

- Kaffeefilter- und Teefllterpapiere. Ausgeschlossen sind Portionsbeutel (z.B. Teebeutel) und Vliese..

1 Die Koch- und HeiGfilterpapiere müssen der XXXVI/1 Empfehlung des Bundesge- aundheitsamtes In der jeweils gültigen Fassung (veröffentlicht Im Bundesge­sundheitsblatt) entsprechen.

2/chte*

2 Die Produkte müssen den Anforderungen

des Lebensmittel- und BedarfsgegenstAn- degesetzes In der jeweils gültigen Fas­sung entsprechen.

3 Die In den Produkten eingesetzten Faser­stoffe dürfen nicht gebleicht sein.

4 Im gesamten HersteliungsprozeB der Pro­dukte dürfen keine chlorhaltigen Verbin­dungen mH Ausnahme der In der XXXVI/1

Empfehlung des Bundasgesundheltsam- tos zugelassenen Hlifsstoffe eingesetzt' werden.

5 Durch einen Verpaekungsaufdruck lat dar­auf hinzuweiaen, daß Kaffeefilter und Tee­filter mit Inhalt kompostiert werden kön­nen.

6 Der Antragsteller verpflichtet aich, Anga­ben darüber zu machen, Inwieweit um- weltvertriglichea Verpackungsmaterial, z.B. Papier und Karton aus wiedergewon­nenen Fasern (Recyclingmaterlai) oder aus ungebleichten oder chlorfrei, ge­bleichten Rohstoffen, eingesetzt wird.

Gewässergüte im Überblick

Im Westen weitermachen wie bisher, erhebliche Anstrengungen im Osten. So kommentiert das Bundesumweltministerium das Erscheinen seiner ersten gesamtdeutschen Gewässergiitekarte. Sie dokumentiert für viele Gewässer der alten Länder sowohl Sa­nierungserfolge als auch weiteren Handlungsbedarf. Für die ostdeutschen Gewässer sieht es dagegen trübe aus. Sowohl bei der TVinkwassergewinnung als auch bei der Abwasserbehand­lung muß massiv saniert werden. In den neuen Bundesländern ist eine flächendeckende mechanische und biologische Abwas­serbehandlung notwendig. Gewässerbelastende Pflanzennähr­stoffe müssen verringert werden. Besonders die Elbe gilt es zu entseuchen. Die Wasserprojekte kosten viele Milliarden Mark.

- Spritzungen mit Wasserglaslösung oder Schachtelhalmbrü­he oder -jauche

Bekämpfung:

- Absägen und Verbrennen der dürren Äste;

- Krebsstellen bis ins gesunde Holz ausschneiden und mit Wundverschlußmittel (z.B. Lac-Balsam) behandeln oder Lehmverband (Lehmerde mit Schachtelhalmwasser verrüh­ren);

- im Notfall: Spritzen mit Kupferoxychlorid.

Derzeit noch blühende Wildkräuter

Nur noch wenige Pflanzen blühen noch zu dieser Jahreszeit. Zu ihnen zählt der Wiesenbärenklau (Heracleum Sphon- dylium). Man findet ihn auf Wiesen, an Wegrändern, an den Ufern von Bach­läufen und am Rand von Gebüschea Die Pflanze gehört zu der Familie der Doldengewächse. Charakteristisch für diese Artengruppe sind die schirmför­mig auf kleinen Stengeln sitzenden Blüten (Dolden).

Der Wiesenbärenklau kann eine Höhe von 2,0 m erreichen. Der Stengel ist kantig gefurcht und mit steifen Bor­stenhaaren besetzt. Die unterschied­lich groß gefiederten eiförmig und ge­lappten Fiederblätter sind auf der Oberseite ebenfalls mit Haaren be­setzt. Die weißen Blütendolden kön­nen eine Größe von 15 cm erreichen.

Die ovale Frucht wird ca. 1 cm lang.

Erwachsenenbildung

Vortrag

Heimische Tier- und Pflanzenwelt am Donnerstag, 12. November 1992,19.30 Uhr in der Bürgerhalle Montabaur

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Der Vortrag möchte auf die Vielfalt und Schönheit von unter­schiedlichen Lebensräumen im Westerwald mit deren Tier- und Pflanzenbeständen aufmerksam machen.

Jedoch nicht nur die besonders schönen und seltenen Arten sind interessant, auch die alltäglichen und noch häufig anzutreffen­den Lebewesen und Pflanzen erfüllen ihre wichtigen Aufgaben im Naturhaushalt.

Diese Abend lädt dazu ein, die Schönheit und besondere Wertig­keit von Biotopen im Westerwald wieder zu entdecken. Eintritt frei!

Obstbaumkrebs

befällt vor allem Kernobst (Apfel, Birne), aber auch Steinobst. Die krebsartigen Wucherungen bis ins Holz stören die Wasser- und Nährstoffaufnahme, die Äste verdorren.

Vorbeugung:

- Schwere, staunasse Böden vermeiden;

- geeignete Sortenwahl;

- Stämme im Winter durch Kalkanstrich vor Frostschäden schützen;

Veranstaltungen der VHS Montabaur

im November 1992

Donnerstag, 5. Nov. 1992 »Literarischer Abend«

20.00 Uhr, Rittersaal, Schloß Montabaur, Eintritt 8,00 DM. CHRISTIAN PAETZOLD stellt:

Unheimliches, Spannendes, Freches, Ironie, Komik, Politi­sches v. Brecht, Fontane, Goethe, Heine, Mörike, Morgenstern, Schiller u.a. vor.