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Montabaur

Nr. 42/92

EJ

Natur- und Umwelt-Info

Schulbücher aus Altpapier

Das baden-württembergische Umweltministerium hat zum neuen Schuljahr einen Großversuch zum Altpapiereinsatz in Schulbüchern gestartet. In einem drei Jahre dauernden Pra­xistest untersucht das Institut für Papierfabrikation der Technischen Hochschule Darmstadt, wie sich Schulbücher aus 100 Prozent Altpapier im Vergleich zu Büchern aus holz­freiem Papier im täglichen Gebrauch bewähren. Seit August testen Lehrkräfte und Schülerlnneh an 17 Grundschulen, 6 Gymnasien und 6 Berufsschulen Englisch-, Kraftfahrtech- nik- oder Mathematikbücher auf ihre Gebrauchseigenschaf­ten. Die Akzeptanz bei Schülern und Lehrern spielt bei der Bewertung auch eine Rolle. Außerdem findet eine Überprü­fung des Verhaltens im Buchherstellungsprozeß statt. Bei dem Großversuch tragen die vier beteiligten Verlage die Ko­sten für Druck; Herstellung und Vertrieb im Versuchszeit­raum. Die wissenschaftliche Begleituntersuchung finanziert das Umweltministerium.

Informationen erteilt das Umweitministerium, Presse und Öffentlichkeitsar­beit, Kemerpiatz 9,7000 Stuttgart, Tel 0711/126-2781 bis 84, Fax126-2880.

Recycling-Pflanzmseln

Mit robusten Altkunststoff-Formstücken lassen sich alle Arten von Bögen, Kreisen, Abrundungen und Geraden herstellen. Ausgekleidet wie Flachdachbegrünungen und mit Erde gefüllt, sind diese Reeycling-Pflanzinseln weitgehend wartungsfrei Da sie auf Füßen stehen, wird auf Fahrbahnaufbrüche verzichtet. Diese Recycling-Bauteile finden als Verkehrsinsel eine geeigne­te Verwendung. Hierbei handelt es sich um einfach zu verlegen­de Bauteile, die als Mobil- oder Dauerlösung dienen können. Die spezielle, dauerhafte Flammbeschichtung ermöglicht eine der Umgebung angepaßte farbliche Gestaltung dieser ebenfalls neuen Bauteile aus alten Kunststoffen.

Artensterben nimmt zu

Vögel reagieren besonders empfindlich auf Veränderungen der Natur. Insofern sind sie gute Anzeiger für den Zustand der Um­welt. Vor diesem Hintergrund ist die neue Rote Liste der gefähr­deten Brutvogelarten, die der Naturschutzbund Deutschland (NABU) jetzt vorstellte, ein Alarmsignal.

Insgesamt sind in der neuen Roten Liste - der ersten für Gesamt­deutschland -166 der 273 in Deutschland brütenden Vögel ver­zeichnet das sind 61 Prozent. Noch höher ist er Gefährdungs­grad bei einzelnen Artengruppen: So stehen inzwischen drei Viertel aller Nicht-Singvögel (119 von 159) in der Roten Liste Selbst bei den Sperlingsvögeln sind es noch 41 Prozent.

Zu den Hauptgründen für den dramatischen Artenrückgang zählt der NABU den Landschaftsverbrauch durch Straßenbau, Gewerbeansiedlungen, intensive Landwirtschaft und Tburis- mus. Viele Seen, Flußläufe, Feuchtwiesen und Verlandungsflä­chen sind zwar inzwischen unter Schutz gestellt worden. Dies reicht offensichtlich nicht aus, um den gefährdeten Ökosyste­men und Arten wie der Trauerseeschwalbe, der Zwergdommel und dem Seeadler entscheidend zu helfen. Der Druck auf die Feuchtgebiete durch den Tburismus nimmt zu. Ein besonders krasses Beispiel: Am Europäischen Vogelschutzgebiet (IBA) »Nonnenhof mit Lieps« in Mecklenburg-Vorpommern wird mit dem Segen der Landesregierung ein riesiger Ferienpark ge­plant, der die Schutzbemühungen für Arten der Roten Liste zu­nichte machen wird.

Ein im Weltmaßstab gefährdeter Vogel der deutschen Roten Li­ste ist der Seggenrohrsänger. Vom seltensten Singvogel Euro­pas sind im Nordosten Deutschlands noch etwa 50 männliche Exemplare übriggeblieben. Der konsequente Schutz der hier verbliebenen Seggenwiesen ist dringend erforderlich.

Derzeit noch blühende Wildkräuter Weg-Rauke (Sisymbrium officinale)

Die Weg-Rauke gehört zu den Kreuzblütenge­wächsen. Typisch für diese Pflanzenfamilie sind die im stetigen Wechsel am Stengel ange­ordneten Blätter und sehr einheitlichen Blü­ten. Der Samen wird in Form einer Schote ge­bildet. Die Weg-Rauke erreicht eine Größe von ca. 60 cm. Die unteren Blätter sind leicht drei­eckig geformt und besitzen kleine Zähne am Blattrand.

Die oberen Blätter sind länglich oder eiförmig gestaltet.

Die blaßgelben, winzigen Blüten sind in einem kurzen, traubenartigen Blütenstand angeord­net.

Bevorzugte Standorte der Pflanze bilden Wegeränder, Bahn­dämme, Mauerfüße sowie Brach- und Ackerland. Ihr Auftreten deutet auf das Vorhandensein von Stickstoff hin. Früher galt die Weg-Rauke auch als Heilpflanze.

Umweltbeauftragter VG Montabaur H. Meier, Tel. 02602/126109.

Ermäßigungskarte

für den Besuch kultureller, sportlicher und schulischer Veran­staltungen ab sofort erhältlich

Arbeitslose, ausbildungsplatzsuchende Jugendliche und Emp­fänger von Sozialhilfe erhalten auch im Jahre 1992 für sich und ihre im Haushalt lebenden Angehörigen wieder eine Ermäßi­gungskarte von der Verbandsgemeinde Montabaur.

Bei Vorlage dieser Ermäßigungskarte wird eine 50%ige Gebüh­renermäßigung gewährt

- beim Besuch des Hallen- und Freibades in Montabaur,

- bei der Teilnahme an Veranstaltungen der Volkshochschule der Verbandsgemeinde Montabaur,

- beim Besuch von Konzerten und Theaterveranstaltungen der Stadt Montabaur

(darüber hinaus steht eine begrenzte Anzahl von Freikarten zur Verfügung).

Außerdem erhalten Inhaber der Ermäßigungskarte u.a. Nach­lässe auf Eintrittspreise bei Veranstaltungen folgender Vereine:

- Fanfarenzug Horressen e.V.

- Männergesangverein Harmonia Liederkranz Eschelbach

- Männergesangverein Wohlgemut Montabaur-Ettersdorf

- Rassegeflügelzuchtverein Horressen und Umgebung

- SG Horressen/Elgendorf

- Folklore Chor Montabaur

- TbS Montabaur

- Chorgemeinschaft Daubach-Stahlhofen

- Männergesangverein »Frohsinn Daubach«

- Westerwaldverein Daubach

- Sportverein »Grün-Weiß« Görgeshausen

- Spvgg. 1920 Horbach e.V.

- Ski-Club Nentershausen

- SG Neuhäusel

- Sportverein 1928, Oberelbert

- Arbeitsgemeinschaft der SPD-Ortsvereine in der Ver­bandsgemeinde Montabaur

- Kleinkunst-Bühne Mons-Thbor eV.

Eine solche Ermäßigungskarte können erhalten:

- Arbeitslose und ihre im Haushalt lebenden Angehörigen, sofern die Angehörigen nicht selbst erwerbstätig sind oder Rente beziehen,

- Personen bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, wenn diese beim Arbeitsamt als Ausbildungsplatz- oder Ar­beitssuchende gemeldet sind

- Sozialhilfeempfänger und ihre im Haushalt lebenden An­gehörigen, wenn sie Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten.

Die Ausstellung der Karten erfolgt während der Dienststunden der Verbandsgemeindeverwaltung im Altbau des Rathauses, 1. Stock, Zimmer N. 11 Sozialhilfeempfänger können die Ermä­ßigungskarte auch telefonisch unter der Durchwahl 126.153 be­antragen.

Für die Beantragung legt der Arbeitslose oder Ausbildungs­platzsuchende für sich einen gültigen Leistungsbescheid oder eine Arbeitslosenbescheinigung des Arbeitsamtes vor. Sozial­hilfeempfänger erhalten die Ermäßigungskarte ohne besonde­ren Nachweis.

Für jedes berechtigte Familienmitglied wird eine eigene Ermä­ßigungskarte ausgestellt.