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Montabaur

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Nr. 41/92

Wissenswertes

Realschuldirektor Alfons Gerharz in den Ruhestand versetzt

Daß Realschuldirektor Al­fons Gerharz, ein echter We- sterwälder, am 22.8.1930 in Ransbach geboren wurde, steht auf allerlei Aktenpa­pier. Nach der beruflichen Ausbildung in TYier war er zunächst Lehrer in Dern­bach und Montabaur. Stu­dien in Mainz und Münster verhalten 1960 zur Real­schullehrerprüfung in den Fächern Deutsch und Fran­zösisch, nachdem er schon 1957 an die Realschule Ha­chenburg versetzt worden war.

Nach einer kurzen Diensttätigkeit an den Bundeswehrfach­schulen in Koblenz und Augsburg wurde er in Hachenburg 1965 zum Realschulkonrektor ernannt. Er bezeichnet die 13 Jahre dort als eine glückliche Zeit. 1969 wurde Alfons Geharz mit dem Aufbau der Realschule Montabaur betraut, die er bis Ende Sep­tember 1992 verantwortlich und engagiert geleitet hat. Drei Studienaufenthalte in Paris, Nancy und Istres (Provence) sowie zusätzliche Studien an der Uni in Bonn erweiterten die pädago­gische Tätigkeit des Schulleiters.

Nun trat er nach über 40jährigem Wirken in den Ruhestand. In dieser Zeit hat er fünf Kultusminister und Landräte, ein Dut­zend Schulreferenten erlebt, manche Reform im Schul- und Bil­dungswesen erfüllen müssen. In seiner Amtszeit mußte der An­bau der Realschule Hachenburg, der Neubau der Realschule Montabaur, dieErweiterungdes Realschulgebäudes und die Ge­neralsanierung des Gymnasiums innerhalb eines Thusches bei­der Schulen betreut werden. Nach seinem pädagogischen Credo befragt, gab der scheidende Schulleiter Theodor Litt an: »Füh­ren oder Wachsenlassen« (1965), eine »Pädagogik der Mitte«, die im Spannungsfeld zwischen Autorität und Freiheit steht; Frei­heit soweit wie möglich und Bindung soweit wie nötig. So gehör­te die Entwicklung eines »Pädagogischen Gesamtkonzeptes« an der Schule zu seinen beruflichen Verdiensten.

Neben Unterricht und Erziehung kommt die soziale Komponen­te an der Realschule nicht zu kurz, die durch eine aktive Paten­schaft mit Aids- und Krebskranken der Uniklinik in Köln be­steht. Der Schulleiter konnte sich immer auf »sein« engagiertes Lehrerkollegium stützen.

Abteilungsdirektor Wolfgang Redwanz (Bezirksregierung Ko­blenz) und Landrat Peter Paul Weinert würdigten denn auch in einer Feierstunde vor zahlreichen Vertretern des öffentlichen Lebens das Schaffen des Schulleiters, für den jetzt im Ruhe­stand »die Zeit nicht mehr nach dem Zeiger der Uhr sondern nach der Wärme des Herzens gemessen wird.« Der Landrat überreichte dem Pädagogen den Ehrenteller des Westerwald­kreises, Bürgermeister Dr. Possel-Dölken den Ehrenkrug der Stadt Montabaur. Dr. Nasser Fotouhi als Schulelternsprecher, Jörg Mondorf als Schülersprecher, Rektor Eiser als Vertreter der Montabaurer Schulleiterkollegen sowie Peter Dick namens des Lehrerkollegiums, Verwaltungs- und Dienstleistungsperso­nals überbrachten ebenfalls gute Wünsche und Geschenke. Die Feier wurde von der J azzb and (Leitung: Alois Henneberger), der Instrumentalgruppe (Leitung: Gertrud Baumann-Annen) so­wie den Schülern Josef Pennig (Violine) und Dominik Quirrn- bach (Klavier) musikalisch umrahmt. Für das ideenreiche Büh­nenbild zeichnete die Kunsterzieherin Christine Lohmüller ver­antwortlich.

Am vergangenen Freitag verabschiedeten sich dann in einem schulinternen Fest das Lehrerkollegium, Ehemalige und die Schülerschaft von ihrem belieb ten Schulleiter; es war ein buntes Festival mit Spiel und Spaß, eine Standing ovation für Alfons Gerharz, den alle guten Wünsche in den Ruhestand begleiten.

Wirken Vitamine gegen Rheuma ?

Zu dieser Vortragsveranstaltung lädt die Deusche Rheuma-Li­ga ÖAG. Montabaur alle Rheumakranken und interessierten Bürgerinnen und Bürgerinnen herzlich ein.

Dr. med. E. Schmidt-Hengst von der Med. Universitäts-Polykli- nik Bonn sprichtzumThema: Können entzündliche und degene- rative Gelenkerkrankungen durch Vitamine gebessert werden ? Der Vortrag findet statt am Mittwoch, dem 21. Oktober 1992, ( ' um 19.00 Uhr im DRK-Gebäude, Eichwiese, Montabaur.

Josef Voll verabschiedet

Josef Voll aus Herschbach/Oww., Angestellter im Arbeitsamt Montabaur, wurde dieser läge nach fast 50jähriger Berufstätig­keit in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Der heute 63 Jährige war 22 Jahre lang beim Arbeitsamt aktiv. Von zuver­lässiger und bescheidener Art, war er stets die ordnende Hand in der Registratur von über hunderttausend Akten der Lei­stungsabteilung. Abteilungsleiter Torsten Cords und Lothar Hofmann, Personalratsvorsitzender im Arbeitsamt Monta­baur, dankten ihm für seine Verdienste und wünschten ihm für die Zukunft alles Gute.

Um Langeweile im Rentnerdasein macht sich Josef Voll keine Sorgen, hat er doch mit Garten und Hühnerzucht schon seine Zeit verplant. Zu seiner Überraschung schenkten ihm die Kolle­gen neben einem Landschaftsbild noch vier Junghühner.

SPD-Bürgerspreehstunde

Am Freitag, 9. Oktober 1992 erwartet Harald Schweitzer im SPD-Bürgerbüro in Wirges, gegenüber der Kirche, ratsuchende Mitbürger/innen zwischen 16.00 und 18.00 Uhr.

Samstags finden künftig keine Sprechstunden mehr statt. Die Bürozeiten haben sich wie folgt geändert: Montag, 9.30 -11.30 Uhr, Mittwoch 16.30 -19.30 Uhr, Donnerstag 15.00 -18.00 Uhr und Freitag 15.30 - 18.30 Uhr. Während der Bürozeiten stehen die Mitarbeiterinnen von Harald Schweitzer und Gudrun Weyel zur Verfügung, Tbl. 02602/7400.

»Mendelssöhnen abermals erfolgreich

Nachdem der MGV Mendelssohn-Bartholdy bereits die 2. Lei- stungsstufe zur Erringung des Titels »Meister-Chor im Sänger­bund Rheinland-Pfalz« mit einer erstaunlich hohen Bewertung abschloß, stellte der Chor mit der Erstplazierung in allen Diszi- ' plinen beim Chorwettbewerb in Elz seinen derzeit qualitativ ho- . hen Leistungsstand erneut unter Beweis.

Die 9 Mitbewerber, auf 2 Klassen aufgeteilt, beugten sich freundschaftlich-wieunter Sängern üblich -dem Klassenbesten aus Montabaur, dessen Chorleiter Musikdirektor FDB H. Lin- gerhand auch den Dirigentenpreis erhielt.

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Rekordergebnis

für die LBS Immobiliengesellschaft

Immobilienverkauf im 1. Halbjahr um 30 % gestiegen Umsatzsteigerung von 41 %

Weitere Wertsteigerung von Immobilien erwartet Die LBS Immobilien GmbH, Töchter der Landes-Bausparkasse Rheinland-Pfalz, verzeichnet trotz angespannter Marktlage für das 1. Halbjahr 1992 Rekord ergebnisse. »Der Immobilienmarkt in Rheinland-Pfalz ist weiterhin durch große Nachfrage bei an­haltend geringem Angebot geprägt. Wir rechnen mittelfristig mit einer weiteren Wertsteigerung von-Immobilien«, so die bei­den Geschäftsführer der landesweit tätigen LBS Immobilien j GmbH, Wolfgang Hölter und Dietmar Roser, zum Geschäfts­verlauf der ersten sechs Monate 1992.

Trotz dieser Marktlage vermittelte die Töchter der LBS Rhein- i land-Pfalz im 1. Halbjahr 1992 über 30 % mehr Immobilien als ; im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt waren es 729 Ob- ' jektemiteinem Kaufwert von 155,7 Mio. DM. Rund40 % davon . entfallen auf Eigentumswohnungen, rund 36 % auf Ein- und r Zweifamilienhäuser. Der Umsatz nahm sogar um 41 % zu, was 1 zum Tfeil auf die steigenden Immobilienpreise zurückzuführen ' ist. Einfamilienhäuser erzielten im Durchschnitt 250.000,00 , DM (1991:230.000,00 DM), Eigentumswohnungen konnten für , rund 184.000,00 DM vermittelt werden (Vorjahr: 176.000,00 ' DM). Bei den Objekten handelte es sich überwiegend (80 %) um Gebrauchtimmobilien. !

Foto: Stiebei