Montabaur
Nr. 41/92
CU
technische Geräte, Definitionen für Fachausdrücke aus diesem Bereich und Kriterien für einzelne Produkte dar.
Das Papier “Ökobilanzen für Produkte" (Texte Nr. 38/92) kann unentgeltlich beim Zentralen Antwortdienst des Umweltbundesamtes, Bismarckplatz 1, 1000 Berlin 33, Tel. 030/8903-2250 oder 2208, Fax 8903-2285, angefordert werden.
Abfallbilanz Rheinland-Pfalz
Der Landkreis Germersheim mit 200 Kilogramm je Einwohner und der Donnersbergkreis mit 206 Kilogramm haben im Jahre 1991 von allen entsorgungspflichtigen Körperschaften in Rheinland-Pfalz den wenigsten Hausmüll produziert. Schlußlichter sind die Städte Zweirücken mit 435 Kilogramm und Frankenthal mit 409 Kilogramm Hausmüll pro Einwohner und Jahr. Während es in der Abfallbilanz 1991 von Baden-Württemberg keinen offensichtlichen Zusammenhang zwischen Wertstofferfassung und niedriger Hausmüllquote (siehe auch UK 160) gibt, stellt sich die Situation in Rheinland-Pfalz etwas anders dar. Die Landkreise Altenkirchen und Bad Kreuznach liegen sowohl bei der Wertstofferfassung mit 42 bzw. 40 Prozent (gemessen am gesamten Hausmüll) als auch in der Restmüllstatistik ganz weit vome. Die Landkreise Germersheim und Donnersberg erfassen mit 32 bzw. 30 Prozent immer noch deutlich mehr als der Landesdurchschnitt (24 Proznet). Dagegen liegt die Wertstofferfassung bei den Schlußlichtern Frankenthal und Zweibrücken mit 7 bzw. 10 Prozent doch etwas im argen. Interessant an der rheinland-pfälzischen Abfallbilanz ist auch, daß in Gebieten, in denen der Müll verbrannt wird, mit Ausnahme von Altmetall, weniger Wertstoffe gesammelt werden als in Gebieten ohne Müllverbrennung. Besonders deutlich wird der Unterschied bei der Erfassung von Bioabfällen ohne Grünabfälle. In Gebieten mit thermischer Behandlung werden davon gerade 0,9 Kilogramm pro Einwohner erfaßt, in Gebieten ohne Verbrennungsanlagen immerhin doch 11,3 Kilogramm.
Die Abfalibilanz 1991 kann vom Ministenum für Umwelt Rheinland-Pfalz, Kai- ser-Friedrich-Straße 7,6500 Mainz, Tel. 06131/16-0, Fax 16-4646, kostenlos bezogen werden.
LK Germersheim 200
LK Donnersberg 206
Trier + LK T rier-Saarburg 216
LK Bad Kreuznach 219
Neustadt 222
LK Rhein-Lahn 227
LK Ludwigshafen 231
LK Altenlurchen 237
LK Südliche WeinstraBe 238 Pirmasens 252
LK Neuwied 263
LK Pirmasens 279
Landau 293
LK Kusel 294
Land Rheinland-Pfalz 297
LK Alzey-Worms 307
Worms 311
32%
30%
19%
40%
34%
28%
37%
42%
27%
26%
30%
29%
29%
28%
24%
-31%
22%
Koblenz
Ludwigshafen
Mainz
LK Cochem-Zell LK Birkenfeld LK Bitburg-Prüm LK Ahrweiler LK Kaiserslautem LK Westerwald LK Mainz-Bingen LK Bemkastel-Wittiich LK Rhein-Hunsrück LK Mayen-Koblenz LKDaun LK Bad Dürkheim Frankenthal Zweibrücken
316
319
321
323
323
328
338
341
347
358
359 361 364 367 398 409 435
24%
16%
25%
19 %'
20%
20%
24%
11%
25%
19%
10%
21%
16%
17%
13%
7%
10%
Aufkommen in Kilogramm je Einwohner an Hausmüll 1991 in Rheinland-Pfalz nach Abzug der Wertstoffe und Bio-/Grünabfällen. (Landesdurchschnitt 297 Kilogramm je Einwohner). Daneben ist die Wertstofferfassung der einzelnen Städte und Landkreise angegeben (in Prozent des gesamten Hausmülls).
Pflanzenschutzmittel im Regenwasser
In Untersuchungen der Universität Hohenheim und der Biologischen Bundesanstalt Braunschweig konnten Pflanzenschutzmittel im Regenwasser nachgewiesen werden, dieüber einen längeren Zeitraum über die Atmosphäre ausgeregnet werden. Sie können über den Abdrift bei der Ausbringung, das Verdampfen der Wirkstoffe und über die Verwehung kontaminierter Bodenteilchen in die Atmosphäre gelangen und durch Niederschläge wieder ausgewaschen werden. Einige der sechs untersuchten Herbizideund der vier Insektizide zeichnen sich durch hohe Persistenz aus, wie das ganzjährig nachgewiesene Lindan. Den größten Anteil beim Austrag aus der Atmosphäre hatten die Herbizide Atrazinund Dichlorprop. Das Auftreten des überwiegenden Tfeils der Stoffe beschränkte sich im wesentlichen auf die Hauptanwendungszeiten. Bisher kann die ökotoxologische Bedeutung dieser Befunde von den Wissenschaftlern noch nicht abgeschätzt werden, jedoch wird eine akute Toxizität nicht ausgeschlossen.
Derzeit noch blühende Wildkräuter
Gemeine Flockenblume (Centaurea jacea)
Die mehrjährige Gemeine Flockenblume gedeiht in sehr formenreicher Weise. Sie kann eine Höhe" von 80 cm erreichen. Der Stengel ist kantig und zäh.
Die rauhaarigen gelappten Blätter am Stengelgrund wachsen an kleinen Stielen, während die oberen Blätter direkt aus dem Stengel entspringen.
Die rot-violette aus mehreren Bestandteilen zusammengesetzte Blüte in korbartiger Form gibt der Pflanze ihren Familiennamen: Korbblütengewächs. Die Blüten können 3 - 6 cm groß werden. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober. Am häufigsten ist diese Art auf Wiesen, Weiden, Magerrasen, im Gebüsch und am Weg- und Feldrain anzutreffen. Die Pflanzeliebt eher die trockenen als die feuchten Bedingungen. Die Gemeine Flockenblume ist eine wichtige Nektarpflanze für die Bienen.
FCKW-freier Kühlschrank !
Die Entwicklung des ersten weltweit »grünen« Kühlschrankes ist einer Firma in Chemnitz gelungen. Bei dem Kühlschrank wird völlig auf den Einsatz des ozonzerstörenden Fluorchlorkohlenwasserstoffes und den klimaschädlichen Ersatzstoffen (FKW) verzichtet. Mit der Auslieferung des Kühlschrankes wurde begonnen.
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Qualitätssicherung in mittelständischen Unternehmen
Am Donnerstag, 12.Nov. 1992 beginnt um 19.00 Uhr in Montabaur ein Kurs, der sich mit Fragen der Qualitätssicherung beschäftigt. Die Inhalte: Vorstellung und Einführung in das Qualitäts- und Qualitätssicherungswesen incl. Zertifizierungsverfahren, vertiefte Darstellung von Qualitätssicherung in Produktions- und Dienstleistungsbereich, Qualitätssicherung und Marketing, Rechtsfragen. Die weiteren Kurstermine: 13.11.92,19.11.92 und 20.11.1992.
Interessenten melden sich an bei der Kreis-VHS Westerwald, aV. Kreishaus, 5430 Montabaur, Tbl. 02602/124 420, die auch weitere Auskünfte erteilt.
Bücherei-Info”
Konzertlesung »Gesang für America«« im Schloß Montabaur
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V.I.n.r.: Sergio Vesely Musiker, Autor und Graphiker aus Chile Urs M. Fiechtner Schriftsteller aus Deutschland
mit Urs Fiechtner und Sergio Vesely am 15. Oktober 1992, um 20.00 Uhr.

