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Montabaur

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Nr. 40/92

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Freitag, 30. Oktober 1992, 20.00 Uhr Haus Mons Tabor, Montabaur THEATERVORSTELLUNG

»In der Sache J. Robert Oppenheimer««

mit Walter Diess und dem Ensemble des Euro-Studios Landgraf

ZUM INHALT:

In den USA galt er als Gott, zumindest als Vater der Atombombe: J. Robert Oppenheimer. Doch als Senator McCarthy im Verlauf des Kalten Krieges die Verfolgungswelle gegen alle irgendwie Linksverdächtigen entfesselte, da mußte sich auch der Mann, der den Amerikanern 1945 den schnellen Sieg ermöglicht hatte, vor dem Sicherheitsausschuß der Atomenergiekommission in Washington verantworten. Die Vorgeschichte des Falles Oppenheimer wird in Filmen, Lichtbil­dern, Tbnbändern und Zeugenaussagen lebendig: Es ist die Geschichte eines Mannes, der versuch­te, im Zwiespalt zwischen Forscherdrang, Loyalität zum Staat und Verantwortung für die Mensch­heit seinen Weg zu finden. Es geht um den unlösbaren Zwiespalt des modernen Wissenschaftlers, der in diesem geschickt gebauten Stück an den verschiedenen Positionen der beteiligten Personen aufgezeigt wird. Was man dem Physiker vor allem vorwirft, sind seine Skrupel, seine Weigerung, nach dem Schock von Hiroshima eine noch wirkungsvollere Vernichtungswaffe, die Wasserstoff­bombe, zu bauen. Statt dessen setzt er sich für die Abrüstung ein. Daraus ergeben sich eine ganze Reihe von zwingenden Fragen: Ist es möglich, eine scharfe Trennung zu fordern zwischen der per­sönlichen Weltanschauung des Forschers und seiner wissenschaftlichen Arbeit, die er für den Staat verrichtet, der ihn gerade bezahlt ? Darf man wissenschaftliche Arbeit als ideell wertvoll begrün­den und sie dann militärisch zweckgebunden einsetzen ? Muß der Staat, um seine Bürger zu schüt­zen, nicht alles versuchen, um jede Möglichkeit eines Atomverrats auszuschließen ? N ach den Aus­führungen von Ankläger und Verteidiger begründet der Präsident das Urteil: Mit einer Stimme Mehrheit wird Oppenheimer für verdächtig erklärt. Das Schlußwort hat Professor Oppenheimer. Neun Jahre später wird er mit dem Enrico-Fermi-Preis für seine Verdienste von Präsident Johnson ausgezeichnet.

Eintritt: 12,00 /15,00 /17,00 / 20,00 DM.

Jugendliche, Wehr- und Ersatzdienstleistende, Inhaber des Sozialpasses und Gruppen erhalten Ermäßigung.

Kartenvorverkauf: (ab ca. 30.9.1992)

Buchhandlung am Rathaus, 5430 Montabaur, Tbl. 02602/5333 Foto-Schwaderlapp, 5412 Ransbach-Baumbach, Tbl. 02623/2366 Zigarren-Wengenroth, 5438 Westerburg, Tbl. 02663/3368 Koblenzer Musikhaus, 5400 Koblenz, Tbl. 0261/12781 Elpi im Löhr-Center, 5400 Koblenz, Tbl. 0261/17786

Veranstalter: Stadt Montabaur