Montabaur
Nr. 34/92
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Diese Entwicklungen in Einklang zu bringen und damit den Arbeits- und Umweltschutz zu verbessern, ist Ziel des Projektes GISBAU, das seit dem 1.12.1989 im Auftrag der Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft arbeitet. GISBAU steht für Gefahrstoff-Informationssystem der Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft. Das Projekt erarbeitet ein Konzept für ein solches Gefahrstoff-Informationssystem mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Forschung und Tfechnologie über die Projektträgerschaft »Arbeit und Ttechnik« und setzt es für viele Bereiche der Bauwirtschaft auch um.
Um Informationsdefizite zu verringern und zu einem sicheren Arbeiten mit Bauchemikalien anzuleiten, wurde eine Broschüre erarbeitet, die die potentiellen Gefährdungen durch Bauchemikalien wie auch die auftretenden Schäden aufzeigt. Die Pflichten der Unternehmer werden ebenso deutlich dargestellt, wie die Möglichkeiten diese Pflichten zu erfüllen. Dazu gehören sowohl Tips für die Beschaffung ausreichender Informationen vom Hersteller als auch Hinweise für die Nutzung GISBAU—Information.
Die Broschüre »Gefahrstoffe beim B auen, Renovieren und Reinigen« ist kostenlos bei der jeweils zuständigen Berufsgenossenschaft der Bauwirtschäft erhältlich.
Weltmeister im Papierverbrauch Über 200 kg Papier verbrauchen wir Deutschen, und zwar jeder von uns (statistisch). Diesen Papierhunger stillen wir überwiegend (zu 80 %) an ausländischen Wäldern. Die Wälder Kanadas oder Schwedens kommen bei uns als Zeitungen oder Klopapier über den Ladentisch. Papiervermeidung ist angesagt.
Machen wir nicht von allem und jedem Fotokopien. Benutzen wir unbeschriebene Rückseiten. Verwenden wir Recyclingpapiere. Seien wir sparsam mit Papier, denn Papier ist billig, aber die Wälder sind imbezahlbar.
ökologisches Bauen
Das Ökologische Bauen erfreut sich nicht nur immer größer werdender Beliebtheit, sondern ist längst auch seinen Kinderschuhen bei der Planung und Verwirklichung entwachsen. Dies zeigt die Julinummer der Zeitschrift Garten + Landschaft. Sie stellt verschiedene Projekte vor - von der Lehmvilla bis zur High-Tech-Ökosiedlung - detailliert besprochen von Architekten und Bauherren. Angefangen vom Bebauungsplan, über Baumaterialien bis hin zu Heizungssystemen behandelt sie alle Themen rund um’s ökologische Bauen. Aber auch die Probleme-zum Beispißl der Flächenverbrauch - werden angesprochen.
Garten + Landschaft, Streitfeldstr. 35,8000 München 80, Tel. 089/436005-0, Fax 43600513
Mensch und Wespe Wespen • bewaffnet aber friedfertig
Ihre Zudringlichekit und Naschhaftigkeit hat den Wespen den wohl schlechtesten Ruf unter allen Hautflüglern eingebracht. Als lästig und unangenehm betrachten wir Wespen in erster Linie aber nur, weil wir sie fürchten: Ihr Stich tut weh, führt zu starken Schwellungen und kann im Mund- und Rachenraum sogar lebensgefährlich werden. Nicht wenige Menschen reagieren daher beim Erscheinen einer Wespe mit panikartiger Flucht oder wildem Umsichschlagen. Wer sich jedoch einmal ohne jegliche Voreingenommenheit und Furcht etwas näher mit dieser überaus interessanten Insektengruppe beschäftigt, wird schon nach kurzer Zeit feststellen, daß Wespen den Menschen nie grundlos angreifen, denn sie benötigen - im Gegensatz zu Stechmücken und Bremsen - weder unser Blut noch eine andere Körperflüssigkeit von uns.
Zu Stichen kommt es nur, wenn wir ihre Nester zerstören, versehentlich auf eine Wespe treten, uns auf eine setzen oder wenn das Insekt zwischen Kleidungund menschlichem Körper in arge Bedrängnis gerät. Im übrigen deutet bereits die Tatsache, daß das Eindringen des Stachels nicht senkrecht, sondern meist in einem spitzen Winkel erfolgt, augenscheinlich darauf hin, daß der Stich nicht so sehr auf »Feinde«, als auf große schwer zu bewältigende Beuteinsekten gemünzt ist. Hierzu einige Erfahrungen aus dem eigenen Umgang mit Wespen:
Stichhaltige Auseinandersetzungen mit Wespen lassen sich am besten vermeiden, wenn man seine Lebensgewohnheiten im Spätsommer wenigstens ein bißchen auf diese Insekten einstellt.
Vor allem sollte man
- zuckerhaltige Eßwaren nicht lange unbedeckt im Freien stehen lassen;
• nicht aus Flaschen oder Dosen trinken, falls keine Becher oder Gläser zur Verfügung stehen, möglichst dünne Trinkröhrchen benutzen:
- Gläser mit Bier, Limonade und Fruchtsäfte mit Servietten oder Untersetzern abdecken;
- Speisen und Getränke im Freien nie bei fortgeschrittener Dämmerung und im Dunkeln (z.B. bei einer Sommemachtsparty) zu sich nehmen;
- von Wespen bereits benagte Früchte (Äpfel Birnen) vor dem Verzehr in Stücke schneiden; bei Trauben Einzelfrüchte nicht mit dem Mund, sondern mit den Fingern pflücken:
- nach dem Verzehr von süßen Speisen oder Getränken bei Kindern Mund und Wangen feucht abwischen;
- auf Gelände mit Fallobst nicht barfuß gehen;
- Abfallbehälter auf Campingplätzen, Spielplätzen, Schulhöfen sowie in der Nähe von Verkaufsständen sorgfältig verschließen.
Ein wichtiger Maßnahmenkomplex stellt das Absichem von
Räumen dar, die auf Wespen besonders anziehend wirken
(Marmeladen- und Sirupherstellereien, Saftkeltereien, Bäckereien, Konditoreien, Süßwarenbetriebe, Obsthandlungen usw.)
Für ein rein mechanisches Femhalten von Wespen haben sich
hieru.a. folgende Vorkehrungen bewährt (n. Döhring/Kempner):
- Bespannen von Fenstern, Luftklappen und anderen Öf Ölungen mit Drahtgaze, Perlon-, Nylon- oder anderen Kunststoffgeweben (Maschenweite 3 - 4 mm);
- Bau einer »Raumschleuse« in Form eines windfangartigen Vorraumes vor den Türöffnungen gefährdeter Gewerbebetriebe;
- Anbringen von Türvorhängen aus Glasperlenschnüren bei stark frequentierten Bäckereien, Konditoreien u.ä.;
- Aufstellen von Ventilatoren bei Kuchenauslagen in Schaufenstern;
- Abdecken Von Auslagen auf Wochenmärkten mit Klarsichtfolien oder Glasstürzen;
- Umhüllen besonders schöner und wertvoller Früchte mit Papier- oder Tüllsäckchen;
- Sicherung von Weintrauben an Hauswandspalieren durch Abdecken mit Gazeschleiern.
“Bücherei-Info”
Neue Bücher für den Büchereiring
Die Stadtbücherei Montabaur hat 139 Bücher für den Bücherei- ring der Verbandsgemeinde Montabaur bekommen. Dabei sind Kinder- und Jugendbücher, Romane und interessante Sachbücher. Unter anderem:
»Stuyvesant Square«, ein breit angelegter New Yorker Gesell- schaftsroman, in dem zwei Mordfälle die brüchige Fassade gutbürgerlicher Moral entblößen.
»Bestrahlte Nahrung«: Auswirkungen und Risiken radioaktiver Bestrahlung bei Lebensmitteln« von Tbny Webb und Tim Lang.
»Das große Bauherren-Handbuch«: Von der Eigentumswohnung zur Traumvilla. Alles über Planung, Finanzierung.....
Öffnungszeiten der Stadtbücherei Montabaur:
Montag. 15.00 bis 18.30 Uhr
Dienstag:. 15.00 bis 18.00 Uhr
Mittwoch:. 10.00 bis 14.00 Uhr
Donnerstag: . 15.00 bios 18.00 Uhr
Samstag:. 10.00 bis 12.00 Uhr

