Montabaur _ | 7 I _ Nr. 26/92
Etwa 1.000 cbm Wassr verbrauchen die Einwohner der 4 Augstgemeinden täglich. Das entspricht einem Tagesverbrauch von ca. 137 L
Der durchschnittliche Wasserverbrauch je Einwohner in der Verbandsgemeinde Montabaur beträgt 1311 pro Tag, ein Wert, der unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt liegt. Einen sparsamen Umgang mit dem Lebensmittel Nr. 1, dem Wasser, zeige eine seit 1990/91 eingetretene Stagnation im Verbrauch, konnte Heinz Keusch berichten. Die Erweiterung der Aufbereitungsanlage Kadenbach um 500 cbm auf insgesamt 1.000 cbm Fassungsvermögen kostet 1,1 Mio. DM. Auf jeden zu erweiternden cbm entfällt somit eine Investitionssumme von 2.200 DM.
Die Wasserzufuhr des Hochbehälters Kadenbach, der mit dem Zentralbehälter » Steinrausch« und dem Hochbehälter Simmera verbunden ist, sichern drei ergiebige Tiefbrunnen.
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Natur- und Umwelt-Info
losten
Eine neue Studie über die Kosten des Kunststoffrecy- clings stellt der Fachbereich Verpackungstechnik der Technischen Fachhochschule Berlin vor. In der Studie „Kosten für das Recycling von Kunststoffverpackungen im Dualen System“ werden erstmals auf breiter Basis die Kosten für das Sammeln, Sortieren und Verwerten von Kunststoffabfällen aus dem Hausmüll dargestellt.
Laut Studie kann das rückgewonnene Granulat derzeit nur mit Hilfe von Subventionen zu wettbewerbsgerechten Preisen auf dem Markt abgesetzt werden. Während Neuware derzeit rund 1,80 DM kostet, wird in der Studie für ein Kilogramm Recyclingkunststoff ein Preis von ca. 3,50 DM errechnet.
Blauer Engel für Solarkollektoren
Wer sich für die Warmwassererzeugung oder zu Heizzwecken einen Solarkollektor zulegen möchte, soll künftig eine Orientierungshilfe für die Kaufentscheidung erhalten. Die Jury Umweltzeichen hat jetzt die Vergabebedingungen für einen entsprechenden Blauen Engel festgelegt. Danach müssen die Kollektoren bestimmte Wirkungsgrade erreichen. Außerdem dürfen Wärmeträgermedium und Dämmung keine umweltschädlichen Stoffe enthalten. Besonders interessant ist die Verpflichtung für die Anbieter, die von ihnen produzierten oder vertriebenen und mit dem Umweltzeichen gekennzeichneten Kollektoren, inklusive aller darin eingesetzten Materialien, zurückzunehmen und einer Wieder- verwertupg zuzuführen.
Umweltbundesamt, Bismarckplatz 1, 1000 Berlin 33, Tel. 030/8903-0, (Stiftung Warentest, test-Heft 4/92)
"Natur im Dorf" heißt ein neues Faltblatt des Oberbergi- schen Kreises. Es handelt von strukturellen Veränderungen, vor allem in der Landwirtschaft, aber auch vom veränderten Verhältnis der Dorfbewohner zur Natur. Ziel ist es, die ursprüngliche Dorfvegetation durch gezielte, fachkundige Maßnahmen zu fördern. Ein Beispiel für die immer wieder genannten typischen Dorfpflanzen ist der "Gute Heinrich" (siehe auch Umwelt-Archiv, UK153/27.04.92).
Das Faltblatt "Natur im Dorf" kann in Einzelexemplaren kostenlos bezogen werden beim Oberbergischen Kreis, Amt für Landschaftsschutz, Postfach 10 05 55,5270 Gummersbach, Tel. 02261/886715.
Aluminium
nicht
in den
Aluminium sammeln ist ein sinnvoler Beitrag zum Energiesparen und zum Umweltschutz, denn:
- zur Herstellung von Aluminium aus B auxit werden sehr große Mengen von elektrischem Strom benötigt. Die Herstellung von 3.000 Aludosen verbraucht soviel Strom wie ein 3-Personen-Haushalt im ganzen Jahr
- es entstehen giftige Abgase, Staub und Rotschlamm (schädigende Wirkung für Pflanzen und Tiere)
- beim Wiedereinschmelzen von Altaluminium benötigt man nur 5 % der ursprünglichen Energiemenge und es entstehen wesentlich weniger umweltbelasende Stoffe
Aluminium ist unmagnetisch, ziemlich leicht und hat einen hellen, oft matten metallischen Glanz.
Aluminiumfolien reißen glatt. Ist der Riß faserig, wurde das Aluminium mit Papier beschichtet. Mit Kunststoffen beschichtetes Aluminium kann nur schwer zerrissen werden.
Nur reines Aluminum sammeln I (z. B. Deckel von Jughurtbe- chem, Sahne, Dickmilch etc., Haushaltsalufolien, Alufolien von Aufwärmgerichten, Schokoladenpapier, Tfeelichter). Aluminium kann z.B. bei den Hausmülldeponien des Westerwaldkreises (Meudt/Rennerod) und beim Verwaltungs- und Betriebsgelände der Abfallbeseitigungsgesellschaft in Moschheim abgegeben werden.
Umweltbeauftragter VG Montabaur H. Meier, Ttel. 02602/126 109.

