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Montabaur

Nr. 24/92

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Natur- und Umwelt-Info

Dabei muß beachtet werden, daß in der Bundesrepulik zwar.aus- reichend Grundwasser vorhanden ist, dieses jedoch in zuneh­mendem M aße nur noch eingeschränkt für eine 'IHnkWasserauf­bereitung brauchbar ist. Bedingt durch die hohe Schadstoffein- träge aus Luft und Boden werden nach Expertenaussagen in 15 bis 20 Jahren nur noch 50 % der heutigen Brunnen Trinkwasser­qualität aufweisen. Der umweltpolitische Sprecher der SPD, Herr Nagel, fordert daher die Nutzung von Brauch.- und Regen­wasser durch einen niedrigeren Trinkwasserpreis, die Versicke­rung von Oberflächenwasser auf dem eigenen Grundstück durch eine Verringerung der Wassergebühren, zu belohnen.

Ökologie von Alt- und Totholz

Im konventionellen Wirtschaftwald fehlen bisher weithin Ele­mente der sogenannten Schluß- und Zerfallsphase, die im Naturschutz mitbiologisch reifem Altholz" undTotholz bezeichnet werden. An diese Phasen hat sich im Verlauf de. Evolution und Waldgeschichte eine kaum zu überschauende Vielfalt von Organismen angepaßt, die die Strukturen und Substrate des Alt- und Totholzes als Lebensstätte nutzen; gleichzeitig sind dabei viele dieser Organismen selbst Verur­sacher und Motor für die Sukzession der Entwicklungspha­sen des Waldes. Ein Seminar des Naturschutzzentrums Nordrhein-Westfalen im Herbst 1989 hat sich ausführlich mit der Ökologie von Alt- und Totholz befaßt. Im Vordergrund des Seminarbandes mit 17 Beiträgen steht die Erörterung ausgewählter, aber zentraler Organismengruppen, die an Alt- und Totholz gebunden sind: Piize, Moose, Flechten, Käfer, Wespen, Wildbienen, Ameisen, Spechte, Waldfledermäuse.

ökologische Bedeutung von Alt- und Totholz in Wald und Feldflur ist er­schienen alsNZ NRW-Seminarberichte", Heft 10,4. Jg. 1990, hat 71 Seiten und kostet 5 DM zzgl. Porto bei P & W Druck und Verlag, Bamlerstraße 61, 4300 Essen 11, Tel. 0201 /312064.

« Aus deutschen Kaminen und Auspuffrohren

| Deutschland Umweltbelastung durch C0 2

(Kohlendioxid]

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West und Ost 1990

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Quellen: BMWI. Energie Daten

Kohlendioxid wird als Nebenprodukt bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzt. In Deutschland waren es 1990 mehr als eine Milliarde Tonnen, die die Umwelt belasteten. Mineralöl, das vorwiegend in Kraftfahrzeugmotoren und Heizanlagen zum Einsatz kommt, war mit einem Anteil von 350 Millionen Tonnen Hauptverursacher, dicht gefolgt von der Braunkohle (339 Millionen Tonnen). Insgesamt war der Kohlendioxidausstoß in Westdeutschland bereits 1980 relativ und absolut rückläufig und soll auch weiterhin reduziert wer­den. Die von der Bundesrepublik erzielten und angestrebten Einsparungen haben jedoch nur eine begrenzte Wirkung, denn das wiedervereinigte Deutschland ist mit ganzen 4,5 Prozent am globalen Kohlendioxidausstoß be­teiligt. Für die Zukunft wird ein weltweit wachsender Energiebedarf prognosti­ziert, was höchstwahrscheinlich eine Erhöhung der Gesamtkohlendioxid- emissionen bedeutet.

Sparsamer Umgang mit Trinkwasser

Die SPD-Landtagsfraktion fordert vom neuen KAG (Kommu­nalabgabengesetz) stärkere Anreize für den sparsamen Um­gang mit Wasser. Das derzeit gültige KAG läßt nur im geringen Maße eine Belohnung derjenigen zu, die sparsam mit Trinkwas­ser umgehen, ermöglicht aber Wasserwerken bei der Gebühren­gestaltung, Großverbraucher zu begünstigen.

Ablagerungen an Gewässern

Aufgrund der bisher durchgeführten Gewässerschauen sowie punktuellen Ortsbesichtigungen an kleinen Bachläufen im Ver­bandsgemeindegebiet Montabaur trat ein besonderer Miß­stand ständig wieder auf und sollte umgehend abgestellt wer­den:

Die Ablagerung von G artenabfällen und sonstigen Abfällen ist verboten und führt an den G ewässern zu einer Beeinträchtigung der Wasserqualität sowie zu einer Zerstörung des natürlichen Uferbewuchses.

Die illegale Ablagerung stellt eine Ordnungswidrigkeit, in gra­vierenden Fällen sogar ein Straftatbestand dar, die zum 1011 mit hohen Bußgeldern belegt werden. Wir bitten daher die Anlieger an den Gewässern um entsprechende Beachtung. Sollte sichdie- ser Mißt stand nicht bessern, werden entsprechende Schritte er­forderlich.

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Bürgersteige, Parkstreifen und Wohnwege sollen ausgebaut werden

Die Stadt Montabaur beabsichtigt, die Bürgersteige, Parkstrei­fen und Wohnwege im Baugebiet »Himmelfeld« 1992 auszu­bauen.

In der Anliegerversammlung am 21. Mai 1992 war von der Ver­waltung zugesagt worden, für den Bereich Mondring, Marsstra­ße, Satumstraße und Jupiterstraße einen Ausbauvorschlag zu erarbeiten. Der Vorentwurf ist erstellt und k ann in Zimmer 218 eingesehen werden.

Ansprechpartner, die auch Wünsche und Anregungen zur Aus­bauart entgegennehmen, sind Frau Deurer, Herr Kaltenhäuser und Herr Wolf.

Gemüseanbau- und Zierpflanzenerhebung 1992

Vom 01. bis 08.07.1992 findet eine allgemeine Erhebung über den Anbau von Gemüse und Erdbeeren sowie von Zierpflanzen und Blumen statt. Auskunftspflichtig sind die Inhaber oder Leiter von B etrieben, die Gemüse und Erdbeeren oder Zierpflan­zen und Blumen auf dem Freiland oder in Unterglasanlagen an­bauen sowie sonstige Bewirtschafter von Flächen mit Anbau zum Verkauf. Anzugeben sind alle zum Betrieb gehörenden mit Gemüse, Erdbeeren, Zierpflanzen und Blumen bestellten Flä­chen unter Berücksichtigung des mehrfachen Anbaues wäh­rend des Jahres auf derselben Fläche.