Montabaur
Nr. 18/92
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Natur- und Umwelt-Info
Kommunaler Kompost
Im niedersächsischen Osnabrück haben Stadt und Landkreis ein Pilotprojekt zur Entsorgung von Grünabfällen gestartet.
Mit dem Torfwerk Schwegermoor, einem Unternehmen der Klasmann-Deil- mann-Gruppe im emsländischen Geeste, wurden Verträge über die Abnahme von Grünabfällen und deren Aufbereitung zu hochwertigem Kompost vereinbart. „Diese Abfälle sind zum Deponieren eigentlich viel zu schade“, heißt es bei den Verantwortlichen in Osnabrück.
Die Kompostierungsanlage Schwegermoor, die auf einem 1,5 Hektar großen Gelände angelegt wurde, hat als biologischen Untergrund eine drei Meter starke Schwarztorfschicht. Mit
Gewebevlies, Geogittern, Sand- und Schotterschichten sowie einer Spezialpflasterung wurde der Platz so befestigt, daß Lastzüge die geshredder- ten Grünabfälle direkt zur Rotte an , J ie Mieten heranfahren können.
Im gesamten Kreisgebiet von Osnabrück sollen zukünftig 30 bewachte Sammelstellen eingerichtet werden, in denen die Gartenabfälle aus Qualitätsgründen auf ihre Reinheit hin kontrolliert, sortiert und vor dem Abtransport geshreddert werden.
„Bei unbewachten Sammelstellen wird alles Mögliche — bis hin zu Kühlschränken — hineingeworfen“, ist die Erfahrung in Osnabrück. Deshalb wird jetzt Personal eingesetzt, das auch gleichzeitig die Bürger, in Fragen der Kompostierung beraten kann.
Der in Schwegermoor gewonnene Humus — zur Zeit werden aus jährlich rund 30000 Kubikmetern Grünabfällen circa 13000 Kubikmeter Kompost — läßt sich auf dem Markt gut verkaufen. Deshalb — und weil zudem dadurch noch Torfreserven geschont werden — denkt das Torfwerk über eine Vervierfachung der Kompostierungsflächen nach.
Der Müllberg
Zusammensetzung des Müllaufkommens aus den privaten Haushalten £2^^. in der Bundesrepublik.
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Umweltgerechter Ferienort
Die Gemeinde Limbach soll zum ersten umweltgerechten Fremdenverkehrsort von Rheinland-Pfalz umgestaltet werden und eine Vorbildfunktion für andere Gemeinden des Westerwaldkreises übernehmen. Der umfangreiche Maßnahmenkatalog sieht unter anderem eine Untersuchung zur Dorfökologie, die Anlage von Biotopen und Bodenschutzflächen, die Pflanzung von Obstbäumen und die Ergänzung von Streuobstwiesen sowie das Bauen mit umweltfreundlichen Materialien und die gezielte Entsiegelung von Hof-, Weg- und Freiflächen vor. Ein vorläufiger Kostenplan beziffert die ersten Schritte des Pilotprojektes mit 50 000 DM, die von Sponsoren aufgebracht werden.
Gemeinde Limbach, Rathaus, 5239 Lim bach/Westerwald, Tel. 02662/7621 (Demokratische Gemeinde, Heft 3/1992).
‘‘MONTABAUR”
CDU -Kreis verband Montabaur Der CDU-Kreisverband Montabaur lädt ein zur Podiumsdiskussion. Thema: »F amili e heute und morgen ?« am Donnerstag, dem 7. Mai 1992, um 20.00 Uhr im Kreishaus Montabaur, Sitzungssaal 1 (rückwärtiger Eingang). Als Gesprächspartner sindu.a. anwesend: Landrat Peter Paul Weinert, MdL Karl Hoppe, Finanzsekretär a.D., Gisela A dam - Busch, Rechts anwältin.
Die Diskussionsleitung übernimmt Ulla Schmidt, stellv. Landesvorsitzende der Frauen-Union.
Cafä International
Am Donnerstag, dem 7. Mai 1992 lädt das »Aktionsbündnis für Ausländer-FreundlichkeitAusländerinnen-Freundlichkeit« erneut zu einem internationalen Abend ein. Dieses Treffen findet mittlerweile regelmäßig jeden ersten Donnerstag im Monat im Pfadfinderheim der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg, Montabaur statt. Es soll ein offener Treff für deutsche und ausländische Mitbürger/innen darstellen, um Erfahrungen auszutauschen, andere Kulturen kennenzulemen, zum Klönen, Spielen, Filme sehen, und.
Diesmal soll gegrillt werden. Bringt also alle etwas zu essen mit und schaut einfach mal vorbei.
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