Montabaur
Hieraus werden auszugsweise einige Informationen zur Kenntnis gegeben:
Der Rückblick auf das Haushaltsjahr 1991 läßt Erfreuliches erkennen. Der Verlauf der Haushaltswirtschaft führt im Ergebnis zu einem voraussichtlichen Rücklagenstand von 240.000,00 DM.
Höhere Steuereinnahmen (Grundsteuer B, Gewerbesteuer, Einkommensteueranteil), Ausgabeneinsparungen bei Investitionen sowie erhebliche Mehreinnahmen durch den Verkauf von Gemeindegrundstücken bewirkten diese finanzielle Entwicklung.
Die Gesamtverschuldung der Ortsgemeinde Großholbach beläuft sich zum Jahresende 1991 auf 440.893,93 DM. Dies entspricht einer Fro-Kopf-Verschuldung von 559,51 DM. Die vergleichbare Pro-Kopf-Verschuldung im Land Rheinland-Pfalz (1990) beträgt 358,00 DM.
Die finanzielle Ausgangsbasis für die Grundstellung des Haushaltes 1992 ist zusammenfassend dargestellt also denkbar günstiger, als dies die Prognosen des Haushaltes 1991 erwarten lassen konnten.
Haushalt 1992
Verwaltungshaushalt
Das Volumen des Verwaltungshaushaltes steigt von 614.000,00
DM um 66.000,00 DM auf 680.000,00 DM. Hervorgerufen wird diese enorme Zunahme durch höhere Einnahmen im Forsthaushalt und schwerpunktmäßig durch die verbesserte Einnahmesituation im Bereich der Steuern und allgemeinen Zuweisungen. Die Einnahmenentwicklung des zuletzt genannten Bereiches gegenüber 1991 veranschaulicht die nachfolgende Übersicht.
Grundsteuer A
1991 1.900 DM
1992
1.900 DM
Grundsteuer B
28.800 DM
34.000 DM
+ 6.200 DM
Gewerbesteuer
18.000 DM
60.000 DM
+ 32.000 DM
Einkommens teuer- anteil
273.000 DM
314.000 DM
+ 41.000 DM
Hundesteuer
1.300 DM
2.300 DM
+ 1.000 DM
Sonst, steuerähnl. Einnahmen
6.776 DM
6.776 DM
_
Schlüssel
zuweisungen
220.000 DM
180.700 DM
J. 39.300 DM
Umlageerstattung vom Land
_
100 DM
+ 100 DM
Zinseinnahmen
“
100 DM
+ 100 DM
649.775 DM 689.876 DM + 40.100 DM Bedingt durch Wertfortschreibungen und durch den Wegfall von Grundsteuervergünstigungen erhöht sich das Aufkommen bei der Grundsteuer B, während das Aufkommen bei der Grundsteuer A stagniert. Das Gewerbesteueraufkommen basiert auf dem Ergebnis des Vorjahres und den sich hieraus ergebenden Vorauszahlungen für das Haushaltsjahr 1992. Das Aufkommen erhöht sich deutlich.
Die positive Ibndenz beim Einkommensteueranteil ist als Konsequenz eines bedeutend höheren Steueraufkommens anzusehen.
Der deutliche Anstieg der eigenen örtlichen Steuerkraft 1991 1992
383.403 + 90.449 DM 292.964 DM
bewirkt den Rückgang bei den Schlüsselzuweisungen.
Das Gesamteinnahmesoll dieses Unterabschnittes in Höhe von 589.875 DM ist mit 86,75 v.H. die Haupteinnahme des Verwaltungshaushaltes.
Die restlichen Einnahmen der Ortsgemeinde setzen sich wie
folgt zusammen:
Erstattungen Gebühren
Einnahmen aus Verkauf, Mieten,
Pachten und sonst. Verwaltungsund Betriebseinnahmen Sonstige Finanzeinn ahmen (Konzessionsabgaben, Zinsen etc.)
Die Ansätze für die laufenden Ausgaben des Verwaltungshaushaltes beruhen auf den Erfahrungswerten des Vorjahres oder sind aufgrund von Berechnungen ermittelt worden. Nachfolgend soll verdeutlicht werden, wie sich die einzelnen Ausgaben, nach Ausgabearten gegliedert, gegenüber dem Vorjahr verändern und welchen prozentualen Anteil sie an den Gesamtausgaben des Verwaltungshaushaltes haben:
1. Personalausgaben Prozentanteil 1992
1991 1992
46.000 DM 62.000 DM 9,13 v.H.
(+ 16.000 DM)
_ Nr. 5/92
Ausschließlich höhere Lohnkosten im Forsthaushalt verursachen diesen Anstieg.
2. Verwaltungs- und Betriebsausgaben Prozentanteil 1992
1991 199(2
135.000 DM 153.300 DM 22,65 v.H.
(+ 18.300 DM)
Verantwortlich für diesen Zuwachs sindgegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Ausgaben im Forst, wo man schließlich mit einem Defizit von 21.982,00 DM rechnen muß.
3. Zuschüsse für soziale Zwecke oder ähnliche Einrichtungen
1991 1992
13.000 DM 14.000 DM 2,07 v.H.
(+ 1.000 DM)
Ein höherer Personalkostenanteil für den Kindergarten sowie ein höherer Ansatz für die Bezuschussung von Jugendfahrten machen diesen Ausgabenanstieg erklärbar.
4. Umlagen
1991
1992
55,28 v.H.
Gewerbesteuerumlage
3.240
9.600
+ 6.260 DM
Umlage an das Land
~
5.000
+ 6.000 DM
Kreisumlage
Verbands gemein de-
154.000
169.500
+ 15,500 DM
umlage
176.000
191.900
+16.900 DM
332.240 376.900 +43.660 DM
Bedingt durch einhöheres Gewerbesteueraufkommen und infolge der Neuberechnung dieser Umlage erhöht sich die Gewerbesteuerumlage. Der Anstieg bei der Kreis- und Verbandsgemeindeumlage beruht ausschließlich auf einer höheren Umlagegrundlage:
1991 1992
520.428 564.288 + 43.860 DM
Die Umlagesätze der Erhebungskörperschaften (Kreis 30 v.H.; VG 34 v.H.) bleiben vorbehaltlich der Entscheidung der jeweiligen Gremien unverändert.
Bei dem Umlagebetrag, der an das Land gezahlt wird, handelt es sich um einen Finanzierungsanteil der Kommunen an den Kosten des Fonds »Deutsche Einheit«. Diese Umlage ist erstmalig in 1992 zu zahlen.
5. Zinsausgaben Prozentanteil 1992
1991 1992
30.000 DM 30.000 DM 4,49 v.H.
6. Zuführung zum Vermögenshaushalt
1991 1992
58.000 DM 44.000 DM 6,48 v.H.
(i 14.000 DM)
Der Zuführungsbetragzum Vermögenshaushalt verringert sich hauptsächlich infolge des Defizits im Forsthaushalt.
Die echte freie Finanzspitze der Ortsgemeinde, welche die dauernde Leistungsfähigkeit verkörpert, errechnet sich nach Abzug der ordentlichen Tilgungsleistungen mit Ü 35.000 DM.
Vermögenshaushalt
Das vom Ortsgemeinderat beschlossene Investitionsprogramm bildet die Grundlage für die Aufstellung des Vermögenshaushaltes. Ausweislich dieses Programmes werden für die nachfolgenden Maßnahmen und Ausgaben die entsprechenden Haus
haltsmittel bereitgestellt:
1. Finanzierungsanteil für die
5. Kindergartengruppe.. 5.000 DM
2. Brunnensanierung auf dem Dorfplatz. 5.000 DM
3. Bau einer Schutzhütte ....' . 5.000 DM
5. Bürgersteigausbau. 10.000 DM
6. Erschließung Langgarten. 65.000 DM
7. Erschließung Birkenweg. 70.000 DM
8. Fußbodenverlegung in den Garagen. 6.000 DM
9. Erwerb von Grundstücken . 10.000 DM
10. Zuführung zur allgemeinen Rücklage. 988 DM
11. Tilgung von Krediten. 2.707 DM
12. Tilgung von Krediten an den Kreditmarkt.... 6.305 DM DieFinanzierungdieser Ausgaben erfolgt durch dienachfolgen- den Einnahmen:
1. Erschließungsbeiträge Langgarten. 27.000 DM
2. Erschließungsbeiträge Birkenweg. 14.000 DM
3. Investitionsschlüsselzuweisung. 5.000 DM
4. Zuführung vom Verwaltungshaushalt. 44.000 DM
5. Entn ahm e aus der allgemeinen Rücklage. 97.000 DM
0,74 v.H. 0,88 v.H. 6,18 v.H.
6,45 V.H.

