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Montabaur

Fraktion

im Stadtrat Montabaur

Bürgerbrief

69

Alten- und Pflegeheim und betreutes Wohnen auf der Alberthöhe

Nr. 12/99

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Nach rund einjähriger Debatte im Aufsichtsrat der Alten- und Pflegeheim gGmbH und im Stadtrat wurde endlich eine gute Lösung für den Bau einer betreuten Wohnanlage gefunden. Die zunächst vorgestellte Planung mit einem massiven dreigeschossigen Gebäude und ausgebautem Dach wurde aufgegeben. Der ebenerdig angeordnete Speise­saal mit unzureichender natürlicher Belichtung, die Kapelle und der Küchentrakt werden vorteilhaft auf dem Dach­geschoss des Alten- und Pflegeheimes angeordnet. An Grünfläche wird weniger verbraucht.

Die zügige Errichtung des Baus für das- betreute Wohnen ermöglicht auch die vorübergehende Unterbringung der Bewohner des Alten- und Pflegeheimes in einem Zeitraum von zwei Jahren, die für die Renovierung des Hauses erforderlich ist.

Warum braucht Montabaur betreutes Wohnen ?

Die Zahl betreuungsbedürftiger Seniorinnen und Senioren steigt.

Die Stiftung Hospitalfonds der Stadt Montabaur fühlt sich verpflichtet, für diesen Personenkreis angemesse­nen und preiswerten Wohnraum zu schaffen.

Ein enger räumlicher ünd personeller Verbund mit dem Alten- und Pflegeheim ist gewährleistet.

Für ein wirtschaftlich tragbares Konzept werden wenigstens 35 Wohnungen errichtet.

Die Baukosten werden über den Kapitalmarkt finanziert.

Die Forderungen und Anträge der CDU - Fraktion fanden im Stadtrat die Mehrheit.

Das Gebäude für das betreute Wohnen erhält nur zwei Geschosse. Das Dachgeschoss wird ausgebaut.

Die gegliederte Front des Gebäudes hat eine ansprechende Architektur.

Die Firsthöhe des Gebäudes bleibt unter der Marke von 10 m-

Das alte Finanzamt ist kein alternativer Standort.

Die Bauruine des alten Finanzamtes ist ein Schandfleck in Montabaur. Diesen Zustand hat der Eigentümer zu verantworten. Stadt und Stadtrat haben mehrmals und eindringlich auf diesen untragbaren Zustand hingewiesen.

I Der Deutsche Orden, ein Betreiber von Senioreneinrichtungen, hat sich für dieses Grundstück als Standort für ein S Alten- und Pflegeheim mit betreutem Wohnen interessiert. Die Bedingungen für eine mögliche Kooperation mit ? der Stadt waren:

Aufgabe des Standortes Alberthöhe seitens der Stiftung Hospitalfonds,

Übertragung der bereits für die Renovierung des Alten- und Pflegeheimes vom Land zugesagten Fördermittel ! und der Zuschüsse von Stadt, Verbandsgemeinde und Kreis auf dieses Projekt.

Für eine Kooperation mit dem Deutschen Orden hat die CDU - Fraktion keinen Raum gesehen. Vom Eigentümer des alten Finanzamtes hat kein Kaufangebot Vorgelegen. Baureife Pläne lagen nicht vor. Auf die Planung und den I Träger der Einrichtung hätte es nur geringe Einflussmöglichkeiten gegeben. Die gesicherte Finanzierung für die Sanierung des Alten- und Pflegeheimes hätten aufgegeben werden müssen. Den alten Menschen wäre zeitgemäßes | und finanziell verkraftbares Wohnen in einem renovierten Gebäude auf weitere Jahre verwehrt worden.

[Die CDU - Fraktion hat durch ihre klare, am Baurecht orientierte Haltung, unter Beachtung [des Wohls der Bewohner des Alten- und Pflegeheimes und unter Wahrung der Rechte der [ Nachbarn erreicht, dass nur für ein zweigeschossiges Bauwerk mit ausgebautem Dach Bau- [ recht geschaffen wurde.

|Mit freundlichen Grüßen [Ihr

|Dr. Hermann Jacoby

Vorsitzender: Dr. Hermann Jacoby*Parkstraße 12*56410 Montabaur, Tel 02602/2646, eMail:CDU.Montabaur@ t-online.de pTextinhalt politischer Anzeigen zeichnet nicht der Verlag, sondern die jeweilige Partei oder Interessengruppe verantwortlich.