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Wochenblatt VG Montabaur

Umweltinformation - Schaffung von "Wohnraum" für heimische Vögel

Auch andere Kulturfolger leben gerne in dörflichen Siedlungen und nutzen Speicher oder Scheunen zur Aufzucht ihres Nachwuches. Hierhin gehört auch die Schleiereule, die ebenfalls in unserer Region seltener geworden ist. Wer die Möglichkeit hat ein entsprechendes "Domicil anbieten zu können, sollte sich an den Bau oder Kauf eines Nistkastens speziell für Schleiereulen wagen. Für den Selbstbau im folgenden eine leicht verständliche Anleitung:

Klappe für Kontrolle und Reinigung nach

unten zu öffnen Schließvorrichtung für

Vorhängeschloß

Scharnier

Shattenbrett_

Einflugloch + Schattenbrett wahlweise links oder rechts

Bau eines Nistkastens

Nistkästen werden mit der Einschlupföffnung unmittelbar hinter einer Luke oder ähnlichem im Inneren eines Gebäudes angebracht. Soll der Kasten hinter Schalbrettern, an Giebelwänden, an Scheunen oder Häusern befestigt werden, wird ein zum Kasteneinfiug bündig passendes Einflugloch herausgeschitten. Schleiereulen können auch »schwierige« Öffnungen anfliegen, deshalb brauchen sie keine Anfiugbretter. An Scheunen sollte nach Möglichkeit ein zweites Loch in größerem Abstand - mindestens 4m- direkt in die Scheune führen. Der Kasten kann auch innerhalb größerer mardersicherer Räume angebracht werden, die der Schleiereule voll zur Verfügung stehen und zu denen anderweitig Zuflug besteht. Er sollte so groß wie möglich gebaut werden (Mindestmaße: 100x100x70 cm, Einflug nicht größer als 20x15 cm). Die Form kann je nach Gegebenheiten variiert werden, z.B. Dreieckskasten, Ausbau einer größeren Nische. Der Lichteinfall sollte gering sein und durch die Fugen soll eine gewisse Belüftung möglich sein. Eine Kontroll- klappe unmittelbar hinter dem Einflugloch ermöglicht das Beringen der Jungeulen und das Reinigen der Kästen - erst nach etlichen Jahren nötig - aber auch das Herausholen von Taubengelegen. Zur Sicherung sollte die Klappe zumindest mit Schrauben, evtl, auch mit einem Hängeschloß versehen werden. Zum Anfang werden etwa 2 cm dick Torf oder Hobelspäne eingestreut.

Materialbedarf:

Gut getrocknetes, ungehobeltes Fichten-, Tannen- oder Kiefernbrett, Stärke 15 bis 25 mm (keine Span­platten). Maße: 6,00x0,70 m. Rostfreie Nägel zum Zusammenbau, eventuell Scharnier und Schloß. Torf­mull oder Hobelspäne zum Einstreuen.