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Am 11. Juni 1991 wurde der Ortsgemeinde Oberelbert die Genehmigung zur Führung ein pens erteilt. .*>.
WORTLAUT DER URKUNDE:
Genehmigungsurkunde v
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Aufgrund des § 5 Abs. 1 der Gemeindeordnung für Rheinland-Pfalz (GemO) und dem Besch Ortsgemeinderates Oberelbert vom 11. April 1991 erteilen wir hiermit der
ORTSGEMEINDE OBERELBERT *
die Genehmigung, das nachfolgend näher beschriebene Wappen zu führen:
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»Von Blau und Rot schräglinks durch einen silbernen Wellenbalken, der mit zwei grünen E lch^ fein belegt ist, geteilt; oben ein achtspeichiges goldenes Mühlrad, unten wachend ein sil
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Glockentürmchen mit zwei schwarzen Schallfenstern.«
5430 Montabaur, den 11. Juni 1991 ^ '■?'** x '
Kreisverwaltung des Westerwaldkreises Abt. 1 Az. 029/020*02
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(Siegel) Peter Paul V
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Heraldische Begründung:
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Die Gemeinde Oberelbert gehörte seit früher Zeit bis 1803 zum Erzstift und Kurfürstentum,^
Urkundlich wird um 1220 die Försterhube »Elewarthin« erwähnt, die dem Kurfürsten zu^ Fisch und Wild zu liefern hatte. Hiermit sind Ober- und Niederelbert gemeint. Diese alte Nai w form deutete auf den Platz, wo in alter Zeit der Jüger auf den Elch wartete, aber auch auf die » lf furt« hin. Der sich hieraus entwickelte Ortsname Ober-»elbert« ist im Ortswappen durch die grünen Elchschaufeln dokumentiert. Im 13. Jhd. besaßen die Herren von Helfenstein »Elberj trierisches Lehen. Sie waren auch die Gerichtsherren am Hubengericht zu Ober- und Niedere.., Aus dieser Zeit stammt auch die »»Erbenmühle« am »Stelzenbach«, der die Gemarkung durchi^ Hier mahlten »84 Besitzer« ihr Getreide. Für die Mühle steht das goldene achtspeichige Müy oben in Blau. Blau und G old sind die Helfensteiner Wappenfarben. Für den Stelzenbach durchj ein silberner Wellenbalken schräglinks das Orts wappen. Nach 1803 kam Oberelbert an das Hef tum N assau, 1866 in Preußen zur Provinz Hessen und Nassau. Die nassauischen Farben sind falls Blau und Gold. Oberelbert ist heute Tfeil der Verbandsgemeinde Montabaur. In verganjg Zeit ist der Ort von 2 großen Brandkatastrophen heimgesucht worden. Der ersten, im 30-jähr, Krieg, fiel auch die kleine Kapelle zum Opfer. Sie wurde 1711 durch eine größere ersetzt. Abei. 100 Jahre später, 1811, wurde das ganze Dorf, mit ihm auch die Kirche, ein Raub der Flammen.'j 1830-35 wurde die Pfarrkirche als klassizistische Saalkirche neu erbaut. Sie ist dem hl. Laurer^ geweiht und der Mittelpunkt des Ortes. Die Kirche und die mit ihr verbundenen Ereignisse syi, lisiert im Ortswappen cler alte schmucke Dachreiter als silbernes Glockentürmchen mit, schwarzen Schallfenstem unten im roten Feld. Die Farben Rot und Silber sind die trierischen \ penfarben. >r .
Das Wappen der Ortsgemeinde Oberelbert ist somit historisch, landschaftlich und handwerklich begründet.

