Montabaur
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Nr. 2/92
| Wissenswertes
Foto: J. Gebauer
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Wir haben den Yeti gesehen
Langanhaltender Applaus belohnte Am6d6e Müller (Club Alpin Francais Metz / Moseliane) für die eindrucksvolle Diaschau über seinen Werdegang als Bergsteiger. Trotz Fußball-Li- ve-Übertragung im Fernsehen waren 150 Bergfreunde zu dem vom Alpenverein Koblenz organisierten Vortrag nach Koblenz-Horchheim gekommen. Autokennzeichen aus Neuwied, Cochem, vom Westerwald, Hunsrück und Rhein- Lahn-Kreis zeugen von dem großen Interesse auch über die Stadt Koblenz hinaus.
Unter dem Motto »Faszination der Berge oder wie man vom Sonntagsspaziergang über Bergwandern zu den höchsten Eisriesen Europas kommt« schilderte Amödöe Müller, wie er zum Bergsteiger geworden ist. Seine Liebe zu den Bergen demonstrierte der sympathische Elsässer, der lange Jahre Präsident der mit Koblenz befreundeten Sektion des CAF Metz war, in einer ausgewogenen Mischung der gewählten Motive: Idyllische Vogesentäler und mächtige Eisriesen wechselten mit farbenfrohen Bergblumen und stimmungsvollen Sonnenuntergängen. Fasziniert verfolgten die Zuschauer. Müllers Tburen in den süd- französischen Alpen, zum Großvenediger, aufs Matterhom und auf den Mont Blanc. Ganz besonderes Interesse fand der Bericht über eine erst vor wenigen Teigen abgeschlossene Trekking-Thur durch Nepal. Mit der fotografisch belegten Feststellung »Wir haben den Yeti gesehen« erregte A. Müller große Heiterkeit: Amödöe, seinen Koblenzer Freunden ohnehin als Erzkomödiant bekannt, hatte sich selbst, als Yeti verkleidet, überlebensgroß an die Leinwand projeziert.
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1001 Nacht im Audi Zentrum Koblenz
Rund 200 kleine und erwachsene Zuhörer folgten der Weihnachtseinladungins Audi Zentrum, als die Schauspielerin Madeleine Schröder-Bötel in der Rolle und verkleidet als berühmte Scheherazade am vergangenen Sonntag allen Kleinen und Großen zwei Märchen aus 1001 Nacht erzählte. Mit »Ali Baba und die 40 Räuber« und der Geschichte vom Fischer, der eine verz au- berte Flasche fand« fesselte Scheherazade ihre Zuhörer, die alle gebannt lauschten.
Für Scheherazade wurde eine traumhafte Dekoration geschaffen: Sechs der schönsten arabischen Marionetten in prächtigen Gewändern und perfekter orientalischer Dekoration unter einem strahlenden Sternenhimmel, gestaltet von der Kunsthandwerkerin Marlene Bernhard aus Nauort, bildeten den zauberhaften Rahm en für die Märchenstunden im Audi Zentrum.
Paritätisches Zentrum in Westerburg eröffnet
Seit dem 29. November gibt es mit dem »Paritätischen Zentrum« in Westerburg eine Anlauf stelle für noch bessere Hilfeleistung bei sozialer Not. Die Eröffnung des Zentrums in der Neustr. 34 wurde eingeleitet mit einer festlichen Versammlung im Ratssaal der Stadt, bei der sich die im paritätischen Wohlfahrtsverband zusammengeschlossenen Organisationen und Vereine vorstellen konnten.
Landesgeschäftsführer Krause erläuterte die Aufgaben und Strukturen des Verbandes: Der Deusche Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV) ist einer der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflegeneben der Arbeiterwohlfahrt, dem Caritasverband, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Diakonischen Werk und der Zentralen Wohlfahrtsstelle der Juden.
Die Mitglieder des Verbandes, sozial tätige Organisationen wie Vereine, Selbsthilfegruppen und andere Einrichtungen sind nicht an Religionen und Weltanschauungen gebunden.
Der Verband sieht seine Aufgabe in der Förderung und Repräsentierungseiner Mitglieder in fachlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Belangen. Außerdem vertritt er ihre Interessen gegenüber Behörden und politischen Institutionen.
Die Kreisgruppe im Westerwaldkreis ist eine Untergliederung des DPWV-Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland. In der Kreisgruppe organisieren sich zahlreiche Vereine und Gruppierungen: Der Club der Behinderten und ihrer Freunde, der Familienentlastende Dienst, die Lebenshilfe für Behinderte, der Verein für Behindertenarbeit, der Verein zur Förderung behinderter Kinder und Jugendlicher, der Verein zur musikalischen Aus- und FortbildungBehinderter; die Lebensabendbewegung, der Deutsche Kinderschutzbund, Frauen gegen Gewalt (Notruftelefon), der Allergiker- und Asthmatikerbund, der Blindenverein, der Bund Deutscher Himgeschädigter, die Deutsche Multiple- Sklerose-Gesellschaft, die Deutsche Rheuma-Liga, die Vereini- gungMorbus Bechterew, der Kneippverein, der Reichsbund der Kriegsopfer, der VdK, der Verband der Kehlkopflosen, alle jeweils mit ihren örtlichen, regionalen oder kreisweiten Gliederungen. Dem DPWV im Westerwaldkreis angeschlossen sind noch weitere Organisationen wie die Parkinson-Vereinigung und der Weiße Ring. Außerdem gibt es für Selbsthilfeinteressierte und -gruppen beimparitätischen Zentrum in Westerburgdie Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (We- KISS), die übergreifend von Selbsthilfegedanken unterstützen und weiterentwickeln möchte.
In einem Grußwort wünschte Bürgermeister Bernhard Nink allen Mitgliedsorganisationen des DPWV im Westerwald durch die Einrichtung des Zentrums in der Neustraße auch weiterhin erfolgreiche und sinnvolle Arbeit. MdL Gerhard Roth (SPD) bekannte sich als Ansprechp artner bei allen Problemen, die den DPWV bewegen. Der zuständige Dezernent der Kreisverwaltung, Dünnes, hob das vielfältige Angebot des DPWV im Westerwald hervor und überbrachte die Grüße und guten Wünsche des Landrats. Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der freien Wohlfahrtspflege im Westerwaldkreis, Köhler, erwähnte besonders die gute Kooperation der verschiedenen Organisationen. Einen musischen Akzent der Eröffnungsfeier setzte die Tanzgruppe aus dem Behindertenheim Altes Kurhaus in Seck. Anschließend besuchten alle G äste die neuen Räume des paritätischen Zentrums in der Neustr. 34, wo man sich über die konkrete Arbeitsweise der Mitgliedsorganisationen noch ausführlicher austauschte.
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisgruppe Westerwald
Zum ersten Treffen im neuen J ahr lädt der BUND am Freitag, 17.1., um 19.00 Uhr ins Hotel »Zur Post« in Freilingen ein.
Mitglieder und Gäste erwartet ein Vortrag zum Thema »Allergien - hausgemacht?« Referent ist der Kreisgruppenvorsitzende Michael Musil, der wichtige Ergebnisse von aktuellen Fachkon- grossen vorstellt, deren Auswirkung bis in die Rechtsprechung geht. Umweltschutz in den eigenen vier W änden wird täglich aktueller.
Verbraucherzentrale Rheinl.-Pfalz e.V.
Neu: Iblefon 06131/2848-0, Tfelefax: 06131/284840
Telefonischer Ansagedienst
Gesundes Wasser durch Trinkwasserfilter ?
Sauberes Trinkwasser ist lebensnotwendig.
In der Presse gibt es alerdings immer wieder Meldungen über verunreinigtes Trink wasser. Manch einer fragt sich daher, ob es nicht sicherer ist, das Leitungswasser selbst im Haushalt zu reinigen.
Wer sich ausführlich über das Thema »Wasserfilter im Haushalt« informieren will, sollte in der Zeit vom 11. bis 17. Januar 1992 die Rufnummer (0) 11606 anwählen.
Dort gibt es die Verbraucher- und Einkauftips der Verbraucherzentralen zu hören. Der telefonische Ansagedienst kann bundesweit zum Ortstarif gehört werden.
F.D.P.
Jahreshauptversammlung
Hiermit laden wir zu unserer Jahreshauptversammlung, in der auch Neuwahlen zum Vorstand anstehen, herzlich ein.
Ort: 5418 Selters, »Zur guten Quelle« (Dangel)
Thg/Datum: Sonntag, 12. Januar 1992,09.30 Uhr.

