ontabaur_
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Nr. 19/90
§4
Inkrafttreten / Außerkrafttreten . Satzung tritt rückwirkend ab 16.06.1986 in Kraft. ie „v,,mti£ tritt die Satzungüber die Erhebung von Ausbau- i vom 29.09.1986 außer Kraft.
Saur, 02. Mai 1990
!p r posäel-Dölken, Bürgermeister
•"nt 24 Abs. 6 der Gemeindeordnung von Rheinland-Pfalz vom 14.12.1973 (GVB1. S. 419) BS 2020-1, wird auf folgte hingewiesen:
[»Verletzung der Bestimmungen über ie Ausschließungsgründe wegen Sonderinteresse (§ 22 J-l GemO) und
[1 Einberufung imd die Tagesordnung von Sitzungen des ' me inderates(§ 34 GemO) ist unbeachtlich, wenn sie nicht Xlb eines Jahres nach dieser öffentlichen Bekanntma- jgschriftlich unter Bezeichnung der Tatsachen, die eine sol- [jjgchtsverletzung begründen können, gegenüber der Ver- pdsgemeindeverwaltung Konrad-Adenauer-Platz, 6430 mtabaur, geltend gemacht worden ist. it Montabaur
[pr Possel-Dölken, Bürgermeister
[ Annäherungen an die 700jährige
Stadt Montabaur 1291 - 1991
(5) Rathäuser in Montabaur:
• Ein zweites Mal das Rathaus der kurfürstlichen Stadt
In Zeiten des Spätmittelalters lag es den Kurfürsten von THer sehr am Herzen, gegenüber den Expansionsbedürfnissen der um das Erzstift mächtigen weltlichen und geistlichen Herren in der befestigten Stadt eine starke Bastion zu besitzen.
Es wundert also nicht, daß sie Wert darauf legten, auch unsere Stadt Montabaur in Problemzeiten zu unterstüt-
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Wenn auch die Stadt mit ihrem Markt kur Abwehr jener »Aggressoren« so notwendigen M auer bau Refinanzieren sollte, so mußte ihr dies doch durch das Über- sstadtherrlicher Marktzölle ermöglicht werden. Deshalb mdetz.B.CunovonFalkenstein 1384 »uff densibentzendag lendes genant September», daß er zum Nutzen des Erz- äund seiner Stadt Montabaur gewisse Verbrauchssteuern |dieWeinakzise) zumlbil der Stadt überläßt, damit diese sei- «it »an Pforten, Türmen, M auern und Gräben desto besser Mund befestigt werde.« (l)
Hauch die Maßnahmen der Kurfürsten nach den großen Ibranden von 1491 und 1534 als Bewahrungkurfürstlicher Hund Einkünfte zu verstehen, rationale Maßnahmen, die I™letztgenannten Brand schon 1636 (2) dazu führen, daß | weites Rathaus erbaut werden konnte.
l eben eine gewisse Kosten-Nutzung-Rechnung, die das ns des Stadtherrn zu seinen Städten bestimmt und lniirzur Minderung der Rechte des im Rathaus tagenden (führt. • Die Abgeordneten der Bürgergemeinde sind z.B. n™ 8 16. Jahrhunderts auf den Landtagen des Kurfür- vertreten, sind »Landstände«. Diese Landstände, zu f®Stadt Montabaur mit 13 anderen Städten des Kurfür- , s Thier gehört,« sind keine Volksvertretungen gewe- ae vertraten das Land, d.h. die im Lande sitzenden ^ und einigungsfähigen Interessengruppen gegenüber ’Mesherm... Ihr Gewicht lag in der Bewilligung und Um- 1 direkten Steuern, die der Landesherr für Militär und ‘ge Politik benötigte.« (3) Ein Vergleich mit dem Ein- län Stadt Montabaur auf die Landespolitik aus- läßt uns ahnen, wie weit zu Zeiten des angeblich so ‘‘gierenden Absolutismus die Dezentralisation der Be- ortgeschritten war.« Anno Domini millesimo quingen- | cesimoprimo (1521) umb michaelis« haben z.B. die Ab- aus dem Rathaus in Montabaur zunächst die Tür- ‘ »uff dem tag nyt gewilliget.« (4)
Zu einem später angesetzten Sitzungatag dieses Landtages zu zell haben sie dann den auf unsere Stadt fallenden Anteil von 243 Gulden bewilligt.
Aber das war 1621; - nachdem jedoch die Französische Revolution zur Liquidation des gesamten Kurfürstentums geführt hatte, (5) hob der neue Stadtherr, Fürst Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg, die landständische Verfassung auf (1804). Montabaur und Limburg sind die letzten Städte des Erzstiftes gewesen, die jene überregionalen landständischen Rechte besessen haben. Nunmehr setzte sich unaufhaltsam in der folge der Revolution das Recht des einzelnen Staatsbürgers durch, der nicht mehr nach Vorschlag des Rates durch Eid in diese eigenständige Stadtgenossenschaft aufgenommen wird. - Heute heißt es in der Gemeindeordnung von Rheinland-Pfalz, daß »Einwohner der Gemeinde... jeder (ist), der in der Gemeinde wohnt...« Solche Einwohner »sind gleichzeitig Bürger, wenn sie Deutsche im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes sind, das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben und wenigstens drei Monate in der Gemeinde wohnen.« (6) - Die Gleichheit vor dem Gesetz hat also die rechtliche Sonderstellung des Stadtbürgers beseitigt.
Günter Henkel Stadtarchiv Montabaur
(1) Stadtarchiv Montabaur, Abs. 2, Rotes Buch, S. 167 f
(2) »Seine EhrwürdigenGnaden.... Herr Johann vonMetzenhau-
sen .hat seine Räthe und G esandten mit vieler Tröstung zu uns
geschickt, etliche Malter Korn unter die Gemeinde austheilen lassen und viele Unterhandlung gehabt, belangend den Zins auf den verbrannten Hofstätten...«, Meister, Gesch. d. Stadt u. Burg Montabaur, 1876, S. 109
(3) D. Flach, Dokumente zur Geschichte. - Städte in Rheinland- Pfalz,
.Katalog.... der LAV Rheinland-Pfalz, Koblenz 1984, S. 79
(4) Stadtarchiv Montabaur, Abt. 2, Rotes Buch, S. 21
(6) Im Frieden von Luneville (1801) verliert der Kurfürst den linksrheinischen Tteil des Erzstiftes und 1802/03 den rechtsrheinischen.
(6) Kommunalbrevier von Rheinland-Pfalz.
Kontaktwünsche aus der DDR
Folgende Familien aus Sebnitz suchen Kontakte zu einer Mon- tabaurer Familie:
1. Herr Kullmann (41Jahre) interessiert sich als Direktor eines Industriebetriebes insbesondere für die bei uns angesiedelte Industrie in klein- und mittelständischen Betrieben.
Frau Kullmann arbeitet als stomatologische Krankenschwester.
Sie haben zwei Kinder, (Sohn 14 Jahre, Tbchter 12 Jahre).
2. Herr Dehmel arbeitet als Schlosser in einem Werk für Landmaschinen, während Frau Dehmel als Kunstblumenfacharbeiterin in Handarbeit den Lebensunterhalt aufbessert. Ihr Sohn (32 Jahre) ist Lehrer für Mathematik und Physik.
Wer interessiert ist, mit diesen Familien Kontakt aufzunehmen, möge sich bitte möglichst bald bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Zimmer 206, Tbl. 02602/126107, melden.
Amateurtheater »die OASE«, Montabaur JubiläumsauffUhrungen
Das Amateurtheater »die OASE« feiert in diesem Jahr sein 25jähriges Bestehen. Aus der anfänglichen Idee einer Jugendspielschar entwickelte sich bald ein wichtiger Kulturträger für- die Stadt Montabaur und Umgebung. Regelmäßig ausverkaufte Vorstellungen zeugen von der Öedeutungund der Beliebtheit des Theaters. Im Jubiläums jahr bieten die OASIANER eine besondere Attraktion: Zum ersten Mal werden im Schloßhof in Montabaur Freilichtaufführungen stattfinden. Die »OASE« spielt die Komödie »Mirandohna« von Carlo Goldoni. Der Schloßhof wird sich zu den Vorstellungen in ein italienisches Gasthaus um 1750 in der Nähe von Florenz verwandeln.
Die Premiere findet am Freitag, dem 10. Aug. 1990 statt. Zu den Jubiläumsaufführungen am 10./11./12. und 17./18./19. August 1990, Beginn jeweils 20.30 Uhr, lädt die OASE alle Theaterinteressenten aus nah und fern herzlich ein.
Karten gibt es zum Preis von 15D M bei den bekannten Vorverkaufsstellen:
Hosenstudio Marlene Wengenroth, Bahnhofstr. 37,5430 Montabaur und Ttel. 02602/16555 (R.Mies).
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