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Neue Kläranlage für die Gemeinden
Tlaubach, Horbach, Stahlhofen und Gackenbach
-wrdneer Heinz Reusch, Montabaur ging auf die Aufga- weiche der Verbandsgemeinde ein, soweit sie die Ortsge- “h berühren. Einen Schwerpunkt seiner Ausführungen leg- a^f die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, der Verschärfung der THnkwasserverordnung zum 1. Ok- k, 1989 hätten alle Untersuchungen bisher einwandfreeie kwasserqualitaten ergeben. Zur weiteren Verbesserung der ««•Versorgung trage auch der Bau des neuen zentralen Sehälters Daubach an der Stelzenbachstraße bei, der nun- die Ortsgemeinde versorgt. Im Frühjahr soll durch einen wder offenen Tür« diese Anlage auch der Bevölkerung vorge- T werden. In Daubach liegt der jährliche Pro-Kopfbrauch mit 44 Kubikmetern Trinkwasser etwas unter dem rchschnittsverbrauch der Verbandsgemeinde (47 cbm). Bereich Daubach verfügt bisher noch über keine zentrale läranlage. Der Daubach, der bisher die dörfliche Schmutz- icht aufnehmen mußte, ist nach Untersuchungen zwar unter- ilb des Ortes übermäßig belastet, verfügt aber über eine solche pgenerationskraft, daß er sich bis vor die Eisbachemmündung if die Stufen 2 - 3 (mäßig bis stark belastet) und trotz Aufnahme verschmutzten Horbaches bis zu seiner Einmündung in i Gelbach wieder auf Stufe 2 (mäßig belastet) gereinigt hat. se Sauberkeitsstufe wird derzeit allgemein als ausreichend lesehen. Ttotzdem soll keineswegs der Bau einer zentralen iranlage verzögertwerden, zumal Stahlhofen gleichfalls nur er Hauskläranlagen entsorgt wird und die Buchfinkenland- nmindfln Horbach und Gackenbach nur über veraltete Klärten verfügen.
[ist derzeit die Planung für eine neue Kläranlage angelaufen, [bei Stahlhofens Abwässer über den Kißbergin den Daubach IdGackenbachs Abwässer über die Horbacher Feldflur in den Aach gepumpt werden sollen. D abei wird man sich einer neu- [wickelten kostengünstigeren Druckrohrleitung geringen jrchmessers bedienen, die ohne offene Schächte die Schmutz- icht auch bergauf transportieren kann, fettig ist noch der Standort im Daubachtal. Drei Standorte (d möglich, der erste Standort liegt zwischen der Häusges- lleund der Weißmühle und zwei weitere unterhalb der Weiß- bk Gegen den Standort zwischen den beiden Mühlen wer- d Einwendungen von den Besitzern erhoben. Alle drei Stand- jeliegen in der Gemeinde Isselbach. Mit der Verbandsgemein- ■Diez und dem Gemeinderat von Isselbach fand daher eine pbesichtigung statt. Favorisiert wird derzeit ein Standort srbalb der Weißmühle und oberhalb eine aus Naturschutz- i unberührbare Orchideenwiese. Das Genehmigungs- |fahren soll im kommenden Jahr laufen, so daß 1992 mit dem gönnen werden kann.
Daubach plant eigenen Friedhof
5 Hauptdiskussionspunkt auf einer Bürgerversammlung in Mach war die Planung eines eigenen Friedhofes. Bis jetzt q die Tbten des Dorfes auf dem Friedhof der Nachbarge- inde Stahlhofen bestattet.
pirgermeister Raimund Hahn trug die Argumente vor, die prtsgemeinde veranlaßten, die Planung eines eigenen Fried- öffl Auftrag zu geben. Die Ortsgemeinde Stahlhofen beab- liP’ l “ ren Friedhof zu erweitern. Die Ortsgemeinde Dau- Mättesich daran mit einem Anteil von etwa 44.000 DM be- "W müssen.
I?* 01 ? jk er tru S man der Daubacher Bevölkerung l( , m . edanken, einen eigenen Friedhof anzulegen. Man ■ arm rucht nur ein Stück Gemeinschaftsgefühl über den iff 13 ’ ® ai ) denkt nicht nur an den beschwerlichen Weg, fripd l f ^vierte ältere Mitbürger bei der Grabpflege imd ^rscanofabesucheii in Stahlhofen in Kauf nehmen müssen. EL . 1 1 1 “^^genegut gestalteteFriedhof auch ein Beitrag f Heimat- und Ortsbildpflege sein.
Cw SUC *^ m ® en er g a ben, daß ein Gelände südlich des Or- Ette jj nem “jp n Dreschhalle geeignet sei. Die Ortsgemein- L p ^ atz auch wegen seiner günstigen Lage zum itzpIi JP U ™ r Bereitwilligkeit der Gnmdstücksbesitzer, ih- , zu veräußern, den Vorzug gegeben.
iimo a ;o d nu Friedhofes * a ^ en zunächst Kosten in Höhe von fc vH ^ Es kann mit einer Bezuschussung von bis
gerechnet werden.
_ Nr, 13/90
Gegen den Friedhof argumentierte als einziges Ortsgemeinde-
ratsmitghed der 2. Ortsbeigeordnete Helmut Frink: In Stahlhofen seien unweit der Pfarrkirche bereits Friedhof und Leichen- nalle vorhanden. Eine weitere Mitbenutzung sei daher kostengünstiger, zumal viele Daubacher Familienangehörige und Ehepartner bereits dort bestattet seien.
In einer lebhaft und engagiert geführten Debatte kam man aber überein, die Daubacher Friedhofsplanung zu verwirklichen, zu-
j reme Friedhof sanlage unter Abzugder in Stahlhofen anfallenden Erweiterungskosten und bei Berücksichtigung der Zuschüsse leicht zu finanzieren sei. Allerdings war ma p sich auch darüber im klaren, daß in einigen Jähren der Bau einer eigenen Leichenhalle anstehe. Da Daubach auch Uber keinen eigenen Gottesdienstraum verfügt, will man die Einsegnungshalle mit einer separat zugänglichen Dorfkapelle kombinieren, in der kirchliche Fa mi l i e nf eiern und Gottesdienste im kleinen Kreis gehalten werden können.
Architekt Knoth vom Landschaftsarchitektenbüro Brüll trug detailiert die Friedhofsplanung vor. Im Winkel zwischen Waldstraße und Kappesstückerweg sollen hinter einer Parkfläche und Grünanlage die Gebäude errichtet werden. Friedhofszu- gang für Fahrzeuge ist vom unterhalb gelegenen Weg gegeben. Dort könnte in zentraler Mitte auch ein Gedenkkreuz oder das Ehrenmal einen Platz finden. Zunächst werden nur die nördlichen Grabfelder erschlossen, wo auch Abfallcontainer und Wasserzapf stelle zu finden sind.
Nach allgemeiner Ansicht verspricht die landschaftsintegrierende Durchführung der Planung eine Bereicherung des Daubacher Ortsbildes zu werden.
Möglichkeiten der Dorferneuerung in Daubach
Die Ortsgemeinde Daubach hat unter Ortsbürgermeister Raimund Hahn beschlossen, demnächst zahlreiche Maßnahmen der Dorferneuerung anlaufen zu lassen. Auf einer Bürgerversammlung trug Architekt Knoth vom Landschaftsarchitektenbüro Brüll anhand zahlreicher Bildbeispiele aus dem Ortsbereich einige der wesentlichen Vorhaben vor.
Abgesehen von der Planung eines neuen Dorffriedhofes un des Ankaufs eines Hauses für gemeindliche Zwecke sind es vor allem straßengestalteriache und verkehrsberuhigende Maßnahmen. So soll am Ortseingang aus Richtung Untershausen zur Reduzierung der Einfahrtsgeschwindigkeit das Ortsschild vorverlegt werden und der Einmündungsbereich an der Buchfinkenstraße durch Pflasterung und ein »Baumtor« verkehrsberuhigt werden. Wenig unterhalb soll der Abzweig der Schulstraße rechtwinklig angelegt werden und so gefahrloser sein. Gleichzeitigmuß die gesamte Anlage um das Ehrenmalneu gestaltet werden. Möglicherweise wird dieses auch auf den neuen Friedhof umgesetzt und durch einen Brunnen oder eine andere profane Denkmalanlage ersetzt. Auf der anderen Straßenseite will man den Kinderspielplatz neu gestalten, indem der Bürgersteig als Fußweg hinter die markante Lindengruppe zurückversetzt wird. Buswartehalle und 'Ifelefonzelle durch einen Neubau in landschaftsbezogener Bauweise integriert werden und der Parkplatz Beckersgraben durch Grünflächen und weitere Baumpflanzungen verkleinert wird. Ein Kleinkinderspielplatz könnte auch auf der Dreispitz im Bereich Hochstraße/Buchfinkenstraße angelegt werden.
Die Hauptstraße kann später oberhalb des Rathauses und aus Richtung Horbach durch Anlage von Buchten undBauminseln etwas zurückgebaut werden.
Die Brunnenanlagen Ecke Hauptstraße / Bornstraße und Ecke Waldstraße / Dillchesberg sollen landschaftstypisch erhalten bzw. umgestaltet werden. Auch der frühere Bamertbrunnen in der Kißbergstraße könnte wiederhergestellt werden. An eine Wasserfläche denkt man zudem unter Nutzung der vorhandenen Wasseraufkommen (Dorfquelle Beckersgraben, Grillhüttenquelle und Reaktivierung der Lambachpumpe mit der Eisbachquelle) unterhalb des Dorfplatzes.
Der Dorfplatz könnte durch die Anlage eines Backesofens im Grillplatzbereich und durch einen Tfennisplatz eine Bereicherung finden. Sollte in fernerer Zukunft einmal Bedarf für eine Dorfhalle bestehen, so wäre ein Standort zwischen dem geplanten Gerätehaus und dem Dorfplatz möglich.
Mittel- bzw. langfristig sollen die Kißbergstraße, die Bergstraße, die Bornstraße, die Waldstraße, der Mühlenweg und die Hochstraße durch Beete und Baumgruppen in der Verkehrsfläche beruhigt und in der Gestaltung verbessert werden.

