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Montabaur sucht Partnerstadt in der DDR

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Nach dem politischen Wandel und der Öff­nung der Grenzen in der DDR nahm Bür­germeister Dr. Paul Possel-Dölken Kon­takt mit mehreren Städten in der DDR zur Begründung partnerschaftlicher Verbin­dungen auf. Dabei wurden verschiedene Anregungen und schon bestehende Kon­takte berücksichtigt. Die SPD- Stadtratsfraktion erneuerte ebenfalls ih­ren schon zu einem früheren Zeitpunkt von den anderen Fraktionen des Stadtrates un­terstützten Antrag auf Begründung einer partnerschaftlichen Verbindung mit einer Stadt/Gemeinde in der DDR.

Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken und die Fraktionsvorsitzenden der CDU, SPD und FWG wurden beauftragt, mit den an einer Partnerschaft mit Montabaur inter­essierten Städten und Gemeinden erste Kontaktgespräche zu führen und dem Stadtrat einen Vorschlag zu unterbreiten, der in der nächsten Stadtratsitzung am 29.03.1990 zur Beratung und Entschei­dung gestellt wird.

Igchdem bereits eine Abordnung des Rates der Kreisstadt Sebnitz die Stadt Montabaur besucht und großes Interesse an einer utnerschaftlichen Verbindungen bekräftigt hatte, weilten nun Bürgermeister Dr. Possel-Dölken und die Fraktionsvorsitzenden sStadtrates zu einem Gegenbesuch in der Kreisstadt Sebnitz, die als »Tbr zur sächsischen Schweiz« ca. 40 km östlich von Dresden oittelbar an der Staatsgrenze der DDR zur CSSR gelegen ist. Die Kreisstadt Sebnitz weist zahlreiche Parallelen zur Kreisstadt loatabaur auf:

laefast identische Einwohnerz ahl von 12.200 Einwohnern, eine sehr reizvolle landschaftliche Umgebung am Nordostrand des Na- rparks »Sächsische Schweiz/Elbsandsteingebirge«, eine der bekanntesten und schönsten Landschaften der DDR, sowie eine reisstadt mit zentralen Einrichtungen und einer interessanten Tradition und Geschichte. Vorherrschender Gewerbezweigin der «dt Sebnitz ist seit mehr als 150 J ahren die Kunstblumenfertigung: in dem VEB-Kunstblume Sebnitz sind zur Zeit 4.000 Mitar- jatamenundMitar beiter, zumlfeilin Heimarbeit, beschäftigt, die Kunstblumengebinde für denExport in ca. 30 Länder fertigen. Jeitere Gewerbezweige sind Webereien, Werkzeug- und Landmaschinenbau sowie die Herstellung von Plastikerzeugnissen. Die «bordnung aus Montabaur wurde im Rathaus der Stadt Sebnitz empfangen; in diesem Gebäude hatte bis Ende 1989 die SED- »isleitung ihr Büro eingerichtet, und seit Januar 1990 ist hier nun - ein Erfolg der Montags-Demonstrationen - die Verwaltung »Rates der Stadt Sebnitz eingezogen, die zuvor im Hinterhaus eines Fabrikgebäudes untergebracht war. Die Besucher aus Monta-

E hatten Gelegenheit zu ausführlichen Gesprächen mit den Mitgliedern des Rates der Stadt Sebnitz und den Vertretern der-am den Tisch« in Sebnitz beteiligten politischen Gruppen und Bürgervereinigungcn; dabei wurden die erheblichen Unterschiede 'Kommunalverfassung sowie in der Durchführung der kommunalpolitischen Aufgaben deutlich. Die Gastgeber in Sebnitz tonten ihr besonderes Interesse an einer partnerschaftlichen Verbindung mit der Stadt Montabaur und ihr Interesse an partner- uftlichen Verbindungen auf vielfältigen Ebenen mit den Vereinen und Bürgern in Montabaur. Außerdem wurde den Besuchern IsMontabaur die schwierige politische und wirtschaftliche Lage in allen Bereichen einer vergleichbaren Kreisstadt sehr deutlich. |ieEinführung der sozialen Marktwirtschaft und einer neuen Kommunalverfassung wird zu einem totalen Umbruch bisheriger »llschaftsformen führen und neue weittragende Entwicklungschancen herbeiführen.

äBesuchern aus Montabaur wurde in einem Rundgang die Altstadt von Sebnitz gezeigt, deren Mittelpunkt ein großer quadrati- her Marktplatz mit zum Tbil sehr ansehnlich rekonstruierten Häuserfassaden ist. Auf diesem Marktplatz fanden wöchentlich pnnte Montags-Demonstrationen und während des Besuchs aus Montabaur auch eine politische Kundgebung statt. Die neue litische Entwicklung in der DDR wid auch in der Kreisstadt Sebnitz mit einer großen Erwartungshaltung begleitet. Den Gästen isMontabaur, die in einem Gästehaus des VEB-LandmaschinenkombinatsFortschritt aufgenommen wurden, wurde das zentrale

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'if&r Rii»u v,°^ a ° aur w ^ ren von dem Besuch in Sebnitz und den dort geführten Gesprächen sehr beeindruckt.

NBüraprm / von ^bpitz wurde die Stadt Bad Lauchstädt, in der Nähe von Merseburg, besucht. Nach einem Gespräch mit r 'd Mitgliedern des Rates der Stadt Bad Lauchstädt wurden die dortigen historischen Kuranlagen und die n^adt mit dem historischen Goethetheater besichtigt.

fische Oas 1 " ff°^ en Industrieanlagen der chemischen Industrie geprägten Landschaft ist Bad Lauchstädt eine reizvolle hi-

se der Ruhe mit ca 4.000 Einwohnern, die überwiegend in der benachbarten Industrie beschäftigt sind.

* i!l! e^ ren Informationsfahrt wurden die Kreisstadt Gräfenhainichen in der N ähe von Dessau und die Gemeinde Kleinmach-

, 111 der Nahe von Berlin besucht.

häeläf t jr r ^ en k a * n * c h en zu der die evangelische Kirchengemeinde Montabaur bereits seit mehreren Jahren zur dortigen Ntohleta meinde Kontakt hält, ist eine Stadt mit ca. 10.500 Einwohnern am Rande der Dübener Heide inmitten eines

«etpbaugebietes, das nicht nur das Bild der Umgebung von Gräfenhainichen prägt, sondern auch den meisten Bürgern "Besucher eit A Plätze bietet - Nördlich von Bitterfeld gelegen grenzt dieses Gebiet zudem an die Industrieregion Bitterfeld. ^gängerbereich S ^^ a * 3aur ma ^ tB vom Bürgermeister und Stadtbaudirektor das historische Rathaus und die Innenstadt mit

(Lesen Sie bitte weiter auf Seite 5!) .