Einzelbild herunterladen

Montabaur

Seite 18

3. Bericht des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde über Maßnahmen der Verbandsgemeinde

4. Diskussion und Beantwortung von Fragen der Bürger Alle Bürger und Einwohner sind herzlich zur 'Ibilnahme an der Bürgerversammlung eingeladen.

Neuhäusel/Montabaur, 08.02.1990

Ortsgemeinde Neuhäusel Verbandsgemeinde Montabaur Hümmerich, Ortsbürgermeister Dr.Possel-Dölken

Bürgermeister

Bericht über die Sitzung des Ortsgemeinderates Neuhäusel am 01.02.1990

Entwurfsplanung für die Umgestaltung des Friedhofs voige- s teilt

In der Sitzung am 16.11.1989 hatte der Ortsgemeinderat be­schlossen, einem Garten- und Landschaftsplaner den Auftrag zur Erstehung eines Vorentwurfes für die Umgestaltung des äl­teren Friedhof teils zu erteilen. Der zwischenzeitlich erarbeitete Entwurf wurde nun dem Rat vorgestellt. Der Planer erläuterte zunächst den Bestandsplan über die vorhandenen Grabstätten in den einzelnen Grabfeldem und stellte nach den Belegungsda­ten fest, daß keines der Grabfelder des älteren Friedhofteils in nächster Zeit bei Ablauf der normalen Belegungszeit geräumt werden kann. Dies gelte insbesondere für Grabfelder mit Wahl­grabstätten (sogenannte Kaufgräber bzw. Doppelgräber). Die Nutzungszeit von 60 Jahren könne hier nicht eingehalten wer­den, weil nach mehr als 30 Jahren seit der Erstbelegung in den letzten Jahren noch Bestattungen stattgefunden haben und noch Beisetzungen zu erwarten sind. Diese Grabfelder mit Mehrfachgrabstätten stünden damit erst nach mindestens 30 J ähren zur Räumung an, es sei denn, die Gemeinde lasse künftig eine Bestattung in Mehrfachgrabstätten bei nicht ausreichen­der Ruhezeit innerhalb der Nutzungszeit von 60 Jahren nicht mehr zu. Hierzu erklärte der Vorsitzende, die Gemeinde habe in der Vergangenheit eine solch einschneidende Entscheidung nicht getroffen und werde wohl auch in Zukunft nicht zu einer solchen Maßnahme greifen. Der Planer führte in seinem Vortrag dann weiter aus, daß lediglich das Reihengrabfeld oberhalb des mittleren Friedhofsweges vom Jahre 2003 an geräumt werden kann und bis dahin nur das freie Grabfeld rechts neben dem Ein­gangstor an der Hillscheider Straße belegungsfähig ist. Dieses Feld reiche jedoch nur für eine Belegung innerhalb weniger J äh­re aus, so daß die Gemeinde gezwungen ist, eine nochmalige Er­weiterung des Friedhofs vorzunehmen.

Auf den Bestandsplan aufbauend erläuterte der Planer sodann den von ihm gefertigten Vorentwurf zur Umgestaltung des Friedhofs Neuhäusel, der auch den in den J ahren 1975/76 ausge­bauten Erweiterungsteil einbezieht. Der Entwurfsplan richtet sichnach den auf dem Friedhof vorhandenen Gebäuden aus, die in ihrer Form und Funktion sämtlich erhalten bleiben. Eine kla­re Wegeführung, wobei der jetzt mitten über den Friedhof gehen­de Weg beibehalten und ein neuer Weg am Friedhofsrand an der Hillscheider Straße geplant ist sowie 4 Querwege vorgesehen sind, gliedert den gesamten Bereich des jetzigen Friedhofs in 11 Grabfelder. Das Konzept zeigt weiter Möglichkeiten zu einer Er­weiterung des Friedhofs und Anbindungsmöglichkeiten zum jetzigen Friedhofgelände auf. Für eine Erweiterung des Fried­hofes ist das Gelände oberhalb der neuen Fahrzeughalle vorge­sehen.

Nach ausgiebiger Aussprache beschloß der Ortsgemeinderat die Annahme des vorgestellten Vörentwurfs und traf weiter die Entscheidung, daß das an die Parkfläche an der Hillscheider Straße angrenzende freie Grabfeld für Einzelgrabstätten vorge­sehen und entsprechend hergerichtet wird. Weiter faßte der Rat den Beschluß, daß dem Planer Auftrag zur Anfertigung eines Vörentwurfs für eine Friedhofserweiterung auf dem Gelände oberhalb der neuen Fahrzeughalle erteilt wird.

Verkehrshemmende Maßnahmen in Ortsstraßen In letzter Zeit ist zu beobachten, daß vor allem auswärtige Fahr­zeuge in zunehmendem Maße selbst für den Durchgangsver­kehr gesperrte Ortsstraßen als Abkürzungen benutzen oder sie durchfahren, um Wartezeiten vor der Ampel in der Ortsmitte zu vermeiden. Hinweise im Wochenblatt, dieses verkehrswidrige Verhalten zu unterlassen, haben bisher keinerlei Wirkung ge­zeigt. Der Ortsgemeinderat beauftragte deshalb den Bauaus­schuß, sich der Sache zu widmen und Vorschläge über Maßnah­men zur Steuerung des Problems auszuarbeiten. Der Bauaus­schuß befaßte sich sodann mit den insbesondere in der Garten- und Neustraße sowie in der Kadenbacher Straße auftretenden Verkehrsproblemen. Er schlug Änderungen in bezug auf die

Verkehrsbeschilderung (Einführung von Einbahnregelum,. und Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone mit demfk bau von Schwellen etc. vor, die jedoch höheren Orts als nicht au«, reichend bzw. nicht gangbar angesehen wurden. Stattdes» wurde als Diskussionspunkt die Sperrungder betroffenen St* ßen vorgeschlagen. Die Empfehlung lief darauf hinaus, in Einmündungsbereichen Neustraße/Hauptsraße und Kad eher Straße/Lahnstraße Pflanzkübel anzubringen und ^ Durchfahrtsmöglichkeit für Kranken- und Entsorgung^ zeuge sowie che Feuerwehr mittels Installation verschließbar^ Absperrpfosten zu schaffen.

Die empfohlene Lösung hat den Vorteil der Vermeidung großj rer baulicher Maßnahmen. Insbesondere wäre auch das vJ kehrsproblem in der Gartenstraße, das zum großen Tbil die aJ pel umfahrende Personenkraftwagen in den MorgenstuaA verursachen, nach Sperrung der Neustraße wesentlich dert. In der Diskussion wurde allerdings darauf verwiesen, üj)| bei Sperrung der Kadenbacher Straße die Fahrzeuge in dieStnJ ße »Unter dem Dorf« ausweichen und lediglich eine Verlagen] des Verkehrsproblems bewirkt wird. Am Ende der Ausspr^l beschloß der Ortsgemeinderat, die vorgeschlagene SpemnJ der Neustraße, der Kadenbacher Straße sowie der Straße »ü| ter dem Dorf« ins Auge zu fassen und eine entsprechende VorJ ge an die Ortspolizeibehörde zu richten mit der Bitte, eine Unt»| suchung über die Verkehrsdichte in diesen Bereichen durchaj führen und die Sperrung mit anderen beteiligten Behörden aJ zuklären.

Änderung der Hausnummern im Tannenweg Anlaß der Erörterung im Ortsgemeinderat war die kürzlich! genommene Änderung der Hausnummern im Tannenweg, p| gen die einige Anlieger Widerspuch erhoben hatten u.a mitdtl Begründung, die Umnumerierung käme in ihren Folgen eiml Wohnungswechsel gleich. Die Diskussion im Rat wurde mitral terschiecüichen Standpunkten geführt und endete schlielj mit einem mehrheitlich gefaßten Beschluß, daß es bei der v der Verbandsgemeindeverwaltung vorgenommenen Ändei der Hausnumerierung verbleibt, die vom Kreuzungsb Haskenstraße/Graf-von-Westphalen-Straße/Am Heideköpf­chen beginnend im Tannen weg eine auf steigende Hausnu rung vorsieht.

Aufstellung eines weiteren Altkleider-Containers Der Ortsgemeinderat hatte sich mit dem Antrag eines 1 dienstes zu befassen, die Genehmigungfür die Aufstellung«^ Altkleider-Containers zu erteilen. Der Rat versagte die erbet« Genehmigung mit dem Hinweis, daß auf dem Dorf - undf platz bereits ein größerer Altkleider-Container vorgehal wird.

Ergänzung der Straßenbeleuchtung Ein Anlieger hatte beantragt, die Straßenbeleuchtung in^ Nähe seines Anwesens um eine Leuchte zu erweitern. Der Ei beschloß, daß der Antrag bis zur Installation von Straßenie ten in einem nahen Neubaubereich zurückgestellt wird.

Sonstiges

Im nichtöffentlichen Tbil der Sitzung stimmte der Rat der fl Währung eines laufenden jährlichen Zuschusses für einen 0 verein in Angleichung an die für andere Or tsvereine üblich«ij zuschussungzu. Er beschloß ferner, mit Rücksicht auf dieai hende Planungzur Umgestaltungdes Friedhofs den an siebrä gesehenen Wegeausbau fallenzulassen un auf eine Auftrags» gäbe zu verzichten. Er stimmte außerdem der Empfehlung!! Ankauf von Grundstücken zu und erteilte unter Auflagen! Einverstädnis zu der Bebauung eines Grundstückes. Hümmerich, Ortsbürgermeister

Freilaufende Hunde verursachen wieder Ärger Die erst vor kurzer Zeit an dieser Stelle an die Hundehalta| richtete Bitte, ihre Tiere nicht streunen zu lassen, hat off® keinen Widerhall gefunden. Jedenfalls gehen mir nach we Beschwerden über frei laufende Hunde zu. So ist mir einFal Neubaugebiet »Auf der Haid« bekanntgeworden, bei de» (j x sichtlich ein streunender Hund bei der Verfolgungeineraaf Wagendach geflüchteten Katze einen kostspieligen Lach* ^ den an einem parkenden Personenkraftwagen angerichtet , Ich meine, man sollte als Hundehalter mehr Verant wortunj ( ^ seine Mitbürger zeigen und sein Tier nicht einfach auf dieSti ^ lassen mit dem Hintergedanken, daß der Halter eines stre» ^ ? den Hundes nur schwer festzustellen ist.

Hümmerich, Ortsbürgermeister