Montabaur
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Der Wert der Ausfuhr von Kraftfahrzeugen stieg in den ersten
vier Monaten dieses Jahres um 30 Prozent auf 2 Milliarden Mark. Auch der Maschinenexport nahm kräftig zu (1,4 Milliarden Mark, plus 26 Prozent). D agegen wurden weniger chemische Halbwaren und Enderzeugnisse im Ausland abgesetzt, während für die Lieferungen in den übrigen Bereichen der Chemie, vor allem bei Kunststoffen, Plusraten errechnet wurden.
Sozialhilfeausgaben 1988 um fast 10 Prozent gestiegen
Die Bruttoausgaben für Sozialhilfe betrugen im Jahre 1988 in Rheinland-Pfalz 1,26 Milliarden Mark. Sie erhöhten sich damit nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gegenüber dem Vorjahr um 107 Millionen Mark oder 9,4 Prozent. Überdurchschnittlich nahmen die Ausgaben für Hilfeempfänger außerhalb von Einrichtungen zu und zwar um 11,3 Prozent auf 623 Millionen Mark. Für die in Altenheimen, Altenpflegeheimen oder Behinderteneinrichtungen lebenden Hilfebedürftigen wurden 728 Millionen Mark (plus 8 Prozent) verausgabt. Von den gesamten Sozialhilfeleistimgen entfielen knapp 40 Prozent auf die Hilfe zum Lebensunterhalt. Der Mitteleinsatz für diese Hilfeart, die ganz überwiegend an außerhalb von Einrichtungen lebende Empfänger geleistet wird, stieg innerhalb Jahresfrist um 11,6 Prozent auf 477 Millionen Mark. Ein geringer Anstieg (plus 8,1 Prozent) errechnet sich für die Hilfe in besonderen Lebenslagen, die mit 773 Millionen Mark mehr als drei Fünftel des Sozialhilfeaufwandes ausmacht. Die größten Ausgabeposten innerhalb dieser Hilfeart sind die Hilfe zur Pflege mit 389 Millionen Mark (plus 7,3 Prozent) • davon allein 338 Millionen M ark an Pflegebedürftige in Einrichtungen • und die E in- gliederungshilfe für Behinderte mit 310 Millionen Mark (plus 10,8 Prozent).
Auf die örtlichen Sozialhilfeträger, das sind die Landkreise und kreisfreien Städte, entfallen 698 Millionen Mark oder 47,7 Prozent, auf das Land als überörtlichen Ttöger 663 Millionen Mark der insgesamt erbrachten Sozialhilfeleistungen.
Aufwärtsentwicklung im Wohnungsbau hölt an
Investitionen von knapp 1,9 Milliarden Mark Im ersten Halbjahr 1989 wurden in Rheinland-Pfalz Baufreigaben für 6.184 neue Wohngebäude mit 7.866 Wohnungen erteilt. Das sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 12 bzw. 24 Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 1988 als 4.622 Wohngebäude mit 6.349 Wohnungen genehmigt wurden.
Der Wohnflächenzuwachs lag mit 831.000 Quadratmeter um rund 17 Prozent über dem entsprechenden Ergebnis von 1988 (711.000 Quadratmeter). Für die 38.341 neuen Wohnräume (plus 18 Prozent) haben die Bauherren fast 1,7 Milliarden Mark (plus 17 Prozent) zu finanzieren. Unter Einschluß der Um-, Aus- und Erweiterungsmaßnahmen - hier sollen weitere 766 Wohnungen entstehen • beläuft sich das veranschlagte Investitionsvolumen im ersten Halbjahr 1989 auf knapp 1,9 Milliarden Mark. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von rund 16 Prozent.
Keine Konflikte an der Basis
Kontaktgespräch der Jäger mit Naturschutzverbänden Derzeit gibt es an der Basis keine schwerwiegenden Probleme zwischen der Kieisjägerschaft und den Naturschutz verbänden BUND und DBV. Dies ist die Kemaussage eines Kontaktgespräches der Jäger und der Naturschützer im Naturschutzzentrum in Holler. Von seiten des BUND nahmen deren Kreisvorsit- zende Marianne Rupp und Ellen Arnold, vom DBV der Ehrenvorsitzende Kurt Viertel, der Vorsitzende der Ortsgruppe Montabaur Claus Volkening mit Gerd Frink und Franz-Josef Nor- mann teil Die Kreisjägerschaft war vertreten durch ihren Vorsitzenden Walter Goerg, den Kreis jagdmeister Fritz Rhensi- us und die beiden Beauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege Bernd Braunhold und Paul-J. Hahn.
"Die Westerwälder Jäger suchen den Dialog und die Zusammenarbeit mit den Natur- und Vogelschützem um bestehende Vorurteile abzubauen” erklärte Walter Goerg bei seinen Begrüßungsworten. Unterschiedliche Motive dürften ein gemeinsames Handeln nicht länger hindern. ”Wir brauchen Freunde, aber keine Kontrahenten”. Aus diesem Anliegen heraus sei schon anläßlich der Jahresversammlung der Kreisgruppe in
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Rennerod, in Anwesenheit zahlreicher Naturschützer der a
pell an die Jäger ergangen, den Anspruch ”Jagd sei aase» ^ ter Naturschutz” kritisch zu überdenken. Das jetzige Aufefo derzugehen im Naturschutzzentrum Holler, so Goerg seie^ weitere hoffnungsvolle Konsequenz. Sollten örtlich irgend™? che Schwierigkeiten bestehen, könnten sie am besten in ein gemeinsamen Gespräch beseitigt werden, so die Vorsitzenden BUND Marianne Rupp. Die gemeinsame Pflegeaktion d DBV-Ortsgruppe mit dem Jägerstammtisch Montabaur in ^ nem Feuchtgebiet wurde besonders hervorgehoben. Anschlk ßend wurde noch das Ergebnis einer Fragebogenaktion desH geringes Wallmerod zu Biotophegemaßnahmen von Paul? Hahn erläutert. So waren in den Revieren rund 88.000 Quadrat meter Hegeflächen wie Hecken, Aufforstungen, Wildackerflfc chen u.ä. angelegt worden. Als jährlich wiederkehrende Aufwea düngen der Jagdpächter • über Jagdpacht und Jagdsteuer hfo aus - wurden 2.700 Mark pro Revier ermittelt. Auch Hegemali nahmen, die nur einmal anfallen, wie die Kosten für über loo Nist- und Brutkästen, Anlegen von Feuchtgebieten, Landau- kauf machten rund 3.600 Mark pro Revier aus. Insgesamt ergaben sich als HegeaufWendungen der Jagdpächter rund 73 ooo Mark. ”Ein hoher, freiwilliger Beitrag zur Verbesserung der Le. bensverhältnisse aller wildlebenden Tiere’ so Hahn. Als Ergebnis des Kontaktgespräches wurde vereinbart, weitere Gespräche stattfinden zu lassen und auch weitere gemeinsame Aktionen zwischen BUND / DBV und Jägern - zum Wöhle der Natur • durchzuführen. Gesprächs- und Handlungsbereitschaft wurde beidseitig zugesagt, damit auch in Zukunft Basiskonflikte vermieden werden und das gegenseitige Verständnis gefördert werde.
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Die Gesundheitskasse.
START: 1. SEPTEMBER - FESTBETRAGE FÜR ARZNEIMITTEL
Bei Arzneimitteln werden für gleiche und vergleichbare Medikamente höchst unterschiedliche Preise verlangt. Preisunterschiede von 100 Prozent und mehr sind an der Tagesordnung. Die Antwort im Gesundheits-Reformge- setz hierauf heiBt: Festbeträge. Laut Gesetz ist ein Arzneimittel-Festbetrag der Höchstbetrag, den die gesetzlichen Krankenversicherungen für bestimmte vergleichbare Arzneimittel zahlen dürfen.
Am 1. September 1989 traten die ersten vorgesehenen Arzneimittel-Festbeträge in Kraft. Für den Einstieg wurden zehn Arzneimitteiwirkstoffe ausgesucht, für die die gesetzlichen Krankenversicherungen im letzten Jahr zwei Milliarden Mark aufzuwenden hatten - das sind allein 10 Prozent der gesamten Arzneimittelkosten. Betroffen sind u.a. Herz-, Rheuma-, Blutdruck-, Beruhigungsmittel sowie Medikamente gegen Diabetes.
Was aber ändert sich für Sie?
Die erste spürbare Entlastung: Für Arzneimittel, deren Preise innerhalb des Festbetrages liegen, brauchen Sie nichts mehr - statt wie bisher 3 DM - zuzuzahlen. Verordnet der Arzt, vielleicht auf besonderen Wunsch des Patienten, ein Medikament, dessen Preis über dem vereinbarten Festbetrag liegt, so muß der Patient die Differenz zwischen dem Arzneimittelpreis und dem Festbetrag zuzahlen.
Wenn Sie wehere Fragen zum Thema „Festbeträge" haben, wenden Sie sich unter der Telefon- _
Nr. 0261/1300461 an unsere Vertrauensapotheker, Herrn Reimann oder Herrn Rostalski.

