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Montabaur

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Der Umweltbeirat empfiehlt

Schutz von Pflanzen und Tie­ren; »Hummel- und Bienenster­ben« an Silber- und Krimlinden Das Ministerium für Umwelt und Gesundheit und der Lan­despflanzenschutzdienst Rheinland-Pfalz haben darauf hingewiesen, daß der Blüten­staub und der Nektar der Sil­berlinde (Tilia tomentosa) und der Krimlnde (Tilia euchlora) für Hummeln und Bienen giftig sind.

Zum Schutze der Bienen und Hummeln, die in der Natur die wichtige Funktion der Pflanzenbestäubung erfüllen, sollte da­her möglichst auf die Pflanzung von Silberlinden und Krimlin­den verzichtet werden.

Zur weiteren Information ist die Mitteilung 6/88 des Landes­pflanzenschutzdienstes nachfolgend aufgeführt;

»Hummelsterben« an Linden

Wenn die Linden blühen, werden häufiger tote Hummeln und Bienen in der Nähe der Bäume gefunden. Es handelt sich hier um eine Nektarvergiftung, die in den einzelnen Jähren, je nach Wetter unterschiedlich auftritt. Der Pflanzenschutz ist hier un­schuldig.

Zusammensetzung des Lindennektars Der Nektar setzt sich normalerweise hauptsächlich aus Rohr­zucker (Saccharose), Traubenzucker (Glucose) und Frucht­zucker (Fructose) zusammen. Bei den Linden und einigen ande­ren Pflanzen tritt noch ein anderer Zucker, die Mannose auf. Während bei Sommer- und Winterlinde ihr Anteil normalerwei­se gering ist, ist er bei der Krimlinde (Tilia euchora) und der (Un­garischen) Silberlinde (Tilia tomentosa) beträchtlich. Der Ein­fachzucker Mannose ist nun aber für Bienen und Hummeln gif­tig, obwohl Menschen und viele andere Tiere ihn gut verdauen können.

Wirkung der Bienenvergiftung Das Bienengift Mannose ist dem Traubenzucker sehr ähnlich. Doch der geringe Unterschied bewirkt, daß bei den Tieren die Verdauungsvorgänge für Zucker blockiert werden. Es wird kei­ne Energie mehr nachgeliefert, die Muskeln verkrampfen und schließlich tritt der Tbd ein.

Da die Bienen in einem »Staat« leben, ist für sie die Gefahr nicht groß. Denn bei der Nektarsuche fliegen immer einige Kund­schafter voraus, um neue Nahrungsquellen zu erschließen. Die Masse der Sammlerinnen reagiert erst auf die Aufforderungen dieser Vorkosterin. Vergiftet sich nun die Kundschafterin, wer­den nur wenige Bienen eines Stockes abgetötet. Bei den Hum­meln gibt es ein solches Verhalten nicht. Hier sucht und sammelt jeder auf eigene Faust, und da der bienengiftige Zucker für diese Tierarten keinen warnenden Geschmack hat, vergiften sich viele der Tiere daran.

Der Anteil der bienengiftigen M annose im Nektar der Linden ist von Jahr zu Jahr recht unterschiedlich. Nur in Ausnahmen, meist in Trocken jahren, ist er bei Sommer- und Winterlinde so hoch, daß Tbtenfall auftritt. Bei der Krim- und der Silberlinde ist er aber generell höher. Diese sind aber bei uns recht selten und nur ausnahmsweise in Gärten, Parks und Friedhöfen zu finden.

Andere Vergiftungsmöglichkeiten Man glaubte früher, daß die Bienenverluste von den Wald- Frühjahrs- oder Maikrankheiten verursacht würden, die in unre­gelmäßigen Abständen auftreten sollten. Heute weiß man, das besonders Hahnefußarten, Roßkastanien, Heidekraut, Buch­weizen und Fingerhut zu Bienen- und Hummelvergiftungen führen können.

Doch ist es hier meist nicht der Nektar, sondern der Pollen (Blü­tenstaub), der Substanzen enthält, die für diese Tiere giftig sind.

Wie werden TVachtvergiftungen festgestellt?

Werden Tiere in der Nähe von blühenden Linden gefunden, die sich langsam und ungewöhnlich meist krampfartig, bewegen oder tot umherliegen, ist der Schluß auf eine Lindenvergiftung naheliegend. Ein chemischer Nachweis ist schwierig und teuer. Findet man an solchen Tieren keine der üblichen Erreger der Bie­nenkrankheiten, so kann man davon ausgehen, daß eine Vergif­tung vorliegt. Werden die toten oder sterbenden Bienen weit von

den verursachenden Pflanzen gefunden, so kaim^üTiil mung des anhaftenden Pollens durch einen Spezialistin^ ne erfolglose Untersuchung auf Pflanzenmittelrück nen sicheren Hinweis geben.

Wie kann Abhilfe geschaffen werden*' Über den Nutzen der Bienen besteht kein Zweifel'^!, die Hummeln haben eine wichtige Funktion in Natur u Ji Wirtschaft. Denn die dicken, pelzigen Verwandten der fr gen und bestäuben schon bei niedrigen TfemDerah.», 1 ® schlechtem Wetter. Und gei J ~ Insekten besonders nötig.

Es ist nicht nötig, nun alle Linden umzuschlagen dam und Sommerlinde in den weitaus meisten Jahren gut! rungsquellen auch für Bienen sind. Die Silberlinde J Krimlinde sollte jedoch nicht mehr gepflanzt werden dal fahr, die von diesen Arten ausgeht, viel größer ist und diel linge wie Bienen und Hummeln in unserer nicht immer J turnahen Landschaft schon genug gestreßt sind |

Sachbeschädigung im Bereich des Konrad-Adenauer-PIatzes Landesfahne entwendet

Inder Nacht von Samstag, 08.10.1988 auf Sonntag, 09.10 beschädigten bislang unbekannte Täter eine Lampe imllj des Rathausneubaues und entwendeten darüberhinaj desfahne (schwarz-rot-gold mit Landes wappen). Wer sachd che Hinweise über den Tathergang sowie über den Verbls Landesfahne machen kann, wird gebeten, dies der Verba! meindeverwaltung Montabaur, Tbl. 126 132 mitzuteilaj vertrauliche Behandlung der Angaben wird zugesichert]

Verkauf des ehemaligen Lehrerwohnhauses in Oberelbert

Die Ortsgemeinde Oberelbert verkauft das ehemalige U wohnhaus in Oberelbert. In dem Gebäude befinden sichüj geschlossene Wohnungen mit einer Nutzfläche von jera qm sowie zwei Garagen.

Nähere Informationen durch Herrn Ortsbürgermeister and, Oberelbert, TbL 02608/595 oder Verbandsgemeinde« tung Montabaur, Zimmer 114 a, Rathaus Montabaia 02602/126195. ]

Manöver der Bundeswehr

In der Zeit vom 14. bis 16.10.1988 findet im Manövern wied, Eitelbora, Braubach, Ochtendung, BoppartfEmiw sen, Neuwied ein Manöver der Bundeswehr statt. Truppd ke 200 Soldaten, Fahrzeugeinsatz; 50 Räderfahrzeuge, tenfahrzeuge, Hubschrauber.

Ebenso findet am 18.10.1988 ein Manöver im Raum bert, Neuhäusel, Mogendorf, Siershahn statt. Fahrzeug® 5 Räderfahrzeuge. ]

Die Bevölkerung wird um Beachtung gebeten. I

Busfahrplan zum Seniorennachmitag der Verbandsgemeinde Montabaur am 21.0.1988 in der Augsthalle Neuhäusel

Bus-Nr. Uhrzeit Haltestelle I

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14.30 Uhr ab

Kadenbach, Bushaltestelle 14.40 Uhr Simmera, Kirmesplatz 14.10 Uhr Ettersdorf, Bushaltestelle I 14.16 Uhr Bladernheim, Bushaltestelle ] 14.20 Uhr Reckenthal, Bushaltestelle 14.25 Uhr Wirzenborn, Bushaltestelle I 14.30 Uhr Montabaur, Bushaltes telle-Hisg»! 14.16 Uhr Horressen, Bushaltestelle 14.20 Uhr Eigendorf, Bushaltestelle 14.25 Uhr Eschelbach, Bushaltestelle I 14.30 Uhr Montabaur, Bushaltestelle« 14.15 Uhr Welschneudorf, Bushaltestelle m 14.25 Uhr Oberelbert, Bushaltestelle Kacöei 14.00 Uhr Untershausen, Bushaltestelle 1 14.05 Uhr Holler, Bushaltestelle Oberdorf 14.05 Uhr Holler, Bushaltestelle Kirche i 14.05 Uhr Niederelbert, Bushaltestelle I 13.50 Uhr Dies, Bushaltestelle ]

13.56 Uhr Kirchähr, Bushaltestelle I