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Montabaur

Seite 24

Nr.«

Von A bis Z:

Die Melisse - und der aus Ihr hergestellte Melissengeist - gehören zu den wertvollsten Heilmitteln, die uns die Natur gab. Die alten Griechen kannten sie schon, im Fernen Osten wurde sie seit Jahrtausenden ange­wandt. ln unserem Kulturkreis haben neue­ste Forschungen die von der Erfahningsme- dizin seit langem behaupteten Wirkungswei­sen bestätigt. Auf dieser Seite haben wir das Interessanteste über diese Heilpflanze von A bis Z zusamraengestellt.

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Melisse

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Abwehrkrafl

InhalKstoffe der Melisse können natürlichen Abwehrkrafle des Körpers steigern. Aus diesem Grund sind Melisse und Melis- ^^^sengeisl wertvolle Mittet zur Vorbeugung gegen Erkältung.

Botanische

Beschreibung:

Die Melisse gehört zur Familie der Lip- penblütler (Lamia* ceae). Typisch sind die herzförmigen Blätter, die vierkantiges Stengel und weißen oder rötlichen Blüten, die stark nach Zitrone duften. Sie ist im Mittelmetr- raum heimisch, wird seit^Jahrfaumter* ten aber auch in Mitteleuropa, selbst noch in Norwegen, kultiviert.

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L.

) Hildegard

Bingen: I Für die heilig- I gesprochene " Abtissin, die | von 109* bis 1179 lebte, besaß die Melisse die Kräfte son fünfzehn ande­ren Kraulern". Sie empfahl das Kraut bei Kopfschmer­zen. Schwindelgefuhi. Ma­genbeschwerden, eine An­wendung. die auch heute noch gültig ist.

9 Klöster waren über Jahrhunderte für die Be­völkerung der einzige k ^Ort, wo sie Heilung su­lchen konnten und in 1 Klosterapotheken Heilmittel bekamen. Klosterfrauen wie Maria Ciementine Martin (siehe unter M"l waren die ersten, die aus den Me- lissenblättem den berühmten Melissen­geist destillierten.

9 Labiatae odn Lamiaceae, Up. | penbiutiergewtdi. se, Pflanttn- T.familie der _ ' Ordnung der Lamiales. der Lip. penbiütlerartigen. zu der die Melisse gehört.

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leon aus ihren 1* ler Kloster >t worden, pu£l Köln ein \ ® men und ( dort im Ja|^9 erstmals jeaed IVteli»enHH$ n -| sich als

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Dosierung:

Melissenblätter Teelöfel soll) werden mit heißem Wasser übergossen und dürfen dann zehn Minuten in abgedeckler Tasse ziehen.

Melissengeist muß unmittelbar vorder Ein­nahme mit der doppelten Menge Hasser verdünnt wer- den; /so daß das Präparat bei der Einnahme (empfohlen maximal 3 x täglich jeweils I -2 Teelöffel) nur noch einen Alkoholgehalt von 26 °e hat.

E a Ernte:

i Die Ernte der heilkräftigen Melissen- w Blätter mußsehr vorsichtig gesche­hen. damit sie nicht beschädigt werden ^ und ihre Wirkstoffe verlieren. Sie B werden mit der Hand von der Pflan- W ze abgestreift. Wichtig ist der Zeit­punkt der .Ernte. Sie muß vor der Blute erfolgen. Dann sind die Wirkstoffe konzentrierter.

For-

^Bschung: Ä^Die seit I Jahrlausen- W den medizi­nisch genutz­te Melisse ge­hört zu den am inten­sivsten erforschten Heilpflanzen. Im La­borversuch wurden inzwischen die Erklä­rungen für die von der Erfah- rungsmedizin schon im­mer be­haupte- ten /

Wir- / kungs- ' - wei-

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± Inhaltssloffe:

J Ätherisches öl (mit den I Hauptwirkstoffen Ci- I tral, Cilronellol und an- L deren). Bitterstoffe, k Gerbstoffe. Schleim.

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MelisKngw),b Blättern der l : hergestellt« & wird von dtr^ Ärzten de* 4 HeilpRanzeai(tJ zogen. Dort d Aufguß köaaa J alle der ii zen enlhiJiutil haJlssfoffe (Hm d den. Bei tiur J

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«» jedoch möglich, alle irta

Öle zu erhalten, auitumiu durch den AlkoholanleHie^ sengeistes auch über Jakrt , stabil zu erhalten lunmitteHwul

Einnahme muß der MfliiSfqoll doch verdünnt werden, sodiBfalq rat bei der Einnahme (empfokleiW maximal 3 X täglich jeweih I-2 TrfL nur noch einen Aikoholgehall »oftäljl Melissengeist wirkt durch seine l»i mehrfach. Zusammen mit den lnkt^<d| von weiteren Heilpflanzen wirkt Mrfa beruhigend, krampflösend und «pa Bakterien und Viren. Das ätherisch^! Melisse kann dazu beitragen. knall losen, Abgeschiagenheit verxbrafam lassen und das subjektive Wohlkef' verbessern.

I Namen: Die medizinböp | Melisse wird LateinischMdi I cinalis genannt. Andere tt I che Bezeichnungen sind: i 1 kraul, Katzenkraut. Htnbu r venkraul. Mullerkraut.

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Paracelsus, der berühmte^

w Stabilität der ln- T haltssioffe: Bei 'Tee aus Meiis- k senblättem I muß berück- w * sichtig« werden, 'daß es sich bei

r ^ÖI der Melis« ei x heilkräftigen i \Stoffe. Diu>| Ihot besser I«

J werden sie r Hilfe zur Hat eines MeliuNttÜl

Theophraslu 1

Hohenheim

fanden. Auch neue Anwendungsgebie­te haben sich ergeben: So hat man die Wirkung der Melissen-lnhaltssioffe ge­gen Viren nachgewiesen. Das Bundes­gesundheitsamt ließ deshalb bereits ei­ne Melissen-Salbe zu. die gegen Her­pes wirkt.

Geist: Vieldeutiges

Wort der deutschen Spra­che, das im berühmten Wörterbuch der Deut­schen Sprache der Bruder Grimm in nicht weniger als 119 Spalten erläutert wird. Auch alkoholische Destillate werden mitGeist bezeichnet. Man wuß- ^ le schon im Mittelalter, daß die heilkräftigen 1 haltsstoffe der Pflanzenflüchtig wie Gespenster, sind - werden sie nicht, wie z. B. im Melissengeist durch Alkohol gebunden und stabil gemacht.

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A«* nd N^rforscher deQ gelrocluielen

(1494 bis 1541), er e- enteilen um lebende Substanzen handelt, auf die - im Gegensalz-zum Melissengeist - Tem­peratur, Luftfeuchtigkeit, Licht und vor allem ' auch der Faktor Zeit einwirken. Die Wirk­stoffe bauen sieb während der Lagerzeit ab. Im Destillat Melissengeist bleiben, wie wis­senschaftliche Untersuchungen ergaben, die Inhaltssloffe durch Alkohol über viele Jahre stabil.

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Bombaslus von hieß, sagte:

Melisse ist von allen Dingen, welche die Erde hervorbringt, das beste Kräutlein für das Herz.'

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Terpene: Bausteine der ätherischen öle. In der Melisse wurden über 120 derartiger Stoffe nachgewiesen.

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BUnnihezuslände aus nervo- J sen Ursachen ist eine der Be- Ischwerden, bei denen Melisse | helfen kann. Andere sind nervöse Magen- und F Dannbeschwerden, nervöse Einschlafstörungen, nervöse Herzbeschwerden ohne organische Ursache. Wetterfühligkeit, Beschwerden in den Wech­seljahren.

i Wirkung: Die Inhalts­stoffe des Melissengei­stes und der Melisse wir­ken krampflösend, beru­higen und bekämpfen ver- ' schiedene Krankheitserre­ger. Auch eine Wirkung ge­gen Viren wurde nachge­wiesen.

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