Montabaur
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Immer war die Mit-Trauer und das Mit-Leiden, mit denen, die den Mann, den Sohn, denVate^
den Freund durch die Kriegslawine verloren hatten, spontan, herzlich und von dem Willen 1 den Schmerz zu lindern.
Siebeneinhalb Millionen Kriegstote des Zweiten Weltkriegs allein in unserem Lande - das bedeu ebenso viele betroffene Familien. Und wenn wir bedenken, daß etwa zwanzig Millionen deuts Männer und Frauen zwischen 1939 und 1945 in der Wehrmacht oder in wehrmachtsähnlichen \ bänden Dienst leisten mußten, wird deutlich, daß fast das ganze Volk mit dem millionenfachen 1 im Gefolge des Krieges unmittelbar zu tim hatte.
Die menschliche Verpflichtung unseres Volkes, die unfaßbare Zahl der Kriegstoten nicht zu ver sen, ist darum sicher unumstritten.
Die ist auch der Grund, warum der Volksbund - im Auftrag der Bundesregierung - die Kriegss, pflegt, wo immer sie erreichbar sind. 325 Friedhöfe wurden von ihm bisher angelegt. Über 1,41 lionen Gräber sind in seiner Obhut. Sind sie nicht die eindrucksvollsten Mahnmale gegen i Krieg? Erinnern sie nicht unmißverständlich an das unermeßliche Leid, das aus Unmenschlich und Gewalt entsteht?
»Erinnerung schafft Einsicht, Wissen und Gewissen. Erinnerung belastet nicht, sie befreit«! Bundespräsident Richard von Weizsäcker.
Die Erinnerung an das schreckliche Geschehen des Krieges und die Suche nach der ungesch ten Wahrheit ist die Voraussetzung für den Frieden in der Welt.
Denn nur wenn wir aus der Vergangenheit lernen, können wir eine Wiederholung verhinder So allein werden wir dem Vermächtnis aller Kriegstoten gerecht, eine Welt zu schaffen, in dal Völker miteinander in Freundschaft leben.
Unser Gedenken am Volkstrauertag gilt allen:
Den in beiden Weltkriegen gefallenen, ihren Verwundungen e r legenen und in der Gefangenscn gestorbenen Soldaten, den Kriegstoten aller anderen Völker, den Opfern des Bombenkrieges i all denen, die ihr Leben verloren durch Flucht und Vertreibung, den Ungezählten, die um ihrer ü| zeugung oder ihres Glaubens willen Opfer der Gewaltherrschaft wurden und denen, die eines! waltsamen Tbdes sterben mußten, weil sie einem anderen Volk angehörten odereiner anderen] zugerechnet wurden. Wir gedenken ebenso all derer, die in der Folge des Krieges und der Tfeili] Deutschlands und Europas den Ibd fanden.
Wir denken an sie alle in stiller tiefer TVauer.
Deshalb gedenken wir besonders an den Gräbern des Ehre nhain Westerwald 1939/45 in Montabaur auf dem Friedhof an der Friedenstraße
am Sonntag, dem 15. November 1987, um 17.30 Uhr.
Die Kranzniederlegung erfolgt im Auftrag der Landesregierung. Die Gedenkrede hält Herr La rat Peter Paul Weinert.
Mitgestaltet wird die Gedenkstunde durch:
-- das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Montabaur
- den Männergesangverein »Freundschaft« Eigendorf -- den Ehrenzug der Bundeswehr
-- die Abordnung der Reservistenkameradschaft Montabaur -- Die Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Montabaur
- die Abordnung der Schützengesellschaft St. Sebastianus Montabaur
-- den Vertreter des Jugendarbeitskreises Koblenz im Regierungsbezirk Koblenz des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger des Westerwaldkreises - besonders die Jugend - zu diej Veranstaltung ein.
Dr. Possel-Dölken Dieter 1
Bürgermeister Beauftragter des Volksbi]
Deutsche KriegsgräberfürsorgM
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