Einzelbild herunterladen

Montabaur

Seite 4

Es ist unwahrscheinlich, daß es in der heutigen Neuhäuseler Ge­markung zivile Ansiedlungen gegeben hat, so lange die Römer mit Hilfe ihrer Berufsarmee aus Auxiliartruppen grenznah ope­rierten. Wie jedoch diese Römer und ihre einheimischen Hilf­struppen gelebt haben, wie sie bewaffnet waren, wie sie sich klei­deten, was sie aßen, was sie glaubten, ist bekannt.

&»'*** .,;\o

r;,*s

Fundort eines römischen Wachtposten mit Fundamentruinen am Stein­rausch sind die Neuhäusel am nächsten gelegenen Reste des römischen Limes. Die Fundsituation am Steinrausch wird in der Limes- Ausstellung gezeigt, die vom 26. bis 30. Juni im St.-Anna-Heim Neuhäu- sel gezeigt wird.

Foto: Westerwald-Verein

Gezeigt wird das alles in der von der Tageszeitung erstellten Limes-Ausstellung, die inzwischen als Dauerleihgabe auf den Westerwald-Verein übergegangen ist. Die Verbandsgemeinde Montabaur zeigt sie in Zusammenarbeit mit dem WWV im Rah­men der Jubiläumsfeierlichkeiten des Fremdenverkehrsvereins Westerwald (Montabaur) für die zehn Jahre alt gewordene Kan­nenbäckerstraße in Neuhäusel.

Zu sehen ist die Ausstellung - Schautafeln mit meist großforma­tigen Farbbildern und Zeichnungen, Modellen, Fundnachbil­dungen - vom 25. bis 30. Juni, täglich von 11 bis 18 Uhr im St.- Anna-Heim der katholischen Kirchengemeinde,Gartenstraße.

10 Jahre Kannenbäckerstraße

Tongrube »Guterbom« bei Boden bietet Gelegenheit zur Besichtigung

Anläßlich des 10. Geburtstages der Kannenbäckerstraße am 27. und 28. Juni 1987 öffnet sich die Tontagebauanlage »Guter­bom« der Fa. Görg & Schneider in Boden interessierten Besu­chern.

Das Unternehmen, in dem seit mehr als 60 Jahren im Tmtage- bau »Guterbom« typische Westerwälder Tone gewonnen wer­den, lädt an den beiden lägen, jeweils von 14.30 bis 16.00 Uhr zu Betriebsbesichtigungen unter fachkundiger Führung ein.

Den Besuchern wird die Möglichkeit geboten, sich einen Ein­blick in die Arbeit der ca 30 Beschäftigten zu verschaffen. Ein­zelheiten über die Tongewinnung, die Behandlung der Rohtone und die Weiterverarbeitung zu Schamotte werden vermittelt. Der Tmtagebetrieb »Guterbom« produziert heute jährlich 120.000 Tonnen Rohton. Hinzu kommen 50.000 Tonnen Stück­schamotte und 30.000 Tonnen gekörnte und siebklassierte Scha­motte.

Verwendung finden die qualitativ verschiedenen Tone bei der Herstellung von Boden- und Wandfliesen bis hin zur Sanitärke­ramik.

Was ist Schamotte und wo wird Schamotte verwendet?

Alle diese Fragen werden im Rahmen einer Besichtigung beant­wortet.

Bei Schamotte handelt es sich z.B. nicht tfm einen feuerfesten Baustoff, sondern um den bis 1.200 bis 1.300 Grad Celsius vorge­brannten Ton, der nach anschließender Mahlung als kerami­scher Hart-Zuschlagsstoff in keramischen Formlingen einge­setzt wird.

Neben der Gelegenheit, Wissenswertes über Gewinnung und Weiterverarbeitung des Tones zu erfahren, können sich die Besu­cher auch über die Formen einer Rekultivierung der Betriebsflä­chen, Möglichkeiten zur Beibehaltung von Restwasserflächen zum Schutz der Natur, landschaftsgerechte Anpassung der Be­triebsanlagen durch Anlegen von bepflanzten Sichtdämmen, oder den B au moderner Kläranlagen zur Reinigung der Gruben­gewässer informieren.

Nr. 26/8 7

Zu Pferd durch die Verbandsgemeinde Montabaur

Dr. Paul HUtte, Beigeordneter der Stadt Montabaur, ehrte die Sieger des 1. Reckenthäler Pfingst-Distanz-Pferderennens Mit Unterstützung von Stadt und Verbandsgemeinde Monta­baur veranstaltete die Vereinigung der Freizeitreiter in Deutschland eV. (VFD) erstmals ein 50-km-Distanz-Rennen durch die Verbandsgemeinde Montabaur.

Start und Ziel für die 12 Ibilnehmer war der Fischerhof in Reckenthal. Die landschaftlich reizvolle Strecke führte von Reckenthal über Untershausen, Welschneudorf, über den Köp- pel nach Horressen, entlang der Autobahn und zurück durchs Eisenbachtal nach Reckenthal.

Erst nach bestandener Tierarztprüfung durften die Pferde an den Start. Mehrere Veterinär-Stops und Zwangspausen auf der Strecke beugten einer Überforderung der Pfenle vor.

Als Vertreter des Bürgermeisters Dr. Possel-Dölken ehrte der I. Beigeordnete der Stadt Montabaur, Dr. Paul Hütte, die Sieger des 1. Reckenthäler Pfingst-Distanz-Rennens.

SIEGEREHR UNG: (von links: Sieger Lothar Hannappel aufFeddaan, Herbert FischerVors. der VFD, Dr. Paul Hütte-I.Beig. der Stadt Monta­baur.

Den 1. Preis, einen Keramikpokal der Stadt Montabaur, erhielt Lothar Hannappel aus Staudt auf seinem Araber Feddaan. Den 2. und 3. Preis gewannen Andreas Herrm ann , Weißenthurm auf Cheyenne (Westfale) und Brigitte Lindig, Diez, auf Zorro (Jugo­slawe).

Im Rahmen der Siegerehrung würdigten Dr. Hütte und der VFD-Landesvorsitzende Herbert Fischer die Bedeutung der Reckenthäler Pfingst-Distanz.

Das Pfingst-Distanz-Rennen soll nach dem diesjährigen Erfolg zu einer ständigen Veranstaltung an Pfingsten werden und be­reits 1988 im großen Rahmen stattfinden.

Die Veranstalter erhoffen sich hiervon eine weitere sportliche Attraktion und damit verbunden eine Steigerung des Bekannt­heitsgrades von Montabaur und Umland.

Westerwaldkreis-Abfallbeseitigung

Von seiten der Westerwaldkreis-Abfallbeseitigung wird darauf hingewiesen, daß in der kommenden Woche (ab Mittwoch, dem 01.07.1987 bis Dienstag, den 07.07.1987) an den jeweiligen Ab­fuhrtagen nur die grünen Wertstoffbehälter entleert werden.

Es wird nochmals darum gebeten, in die grünen Tonnen tatsäch­lich nur Altpapier, d.h. Zeitungen, Zeitschriften, alte Büch«' und Hefte aus Haushaltungen und Gewerbebetrieben zu füllen.

Dabei ist zu beachten, daß zum Altpapier keine gewachsten Le­bensmittelverpackungen, wie z.B. Milch- und Safttüten, Party­teller und -becher und Haferflockentüten gehören.

Des weiteren auch keine Verpackungen, die teilweise mit Silber­papier versehen sind, wie man sie beispielsweise bei Bonbon-, Keks-, Kaffee-, und Schokoladenverpackungen findet, sowie alle Cellophan- und Kunststoffverpackungen.