Wochenblatt
der Verbandsgemeinde Montabaur
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Wochenzeitung mit öffentlichen Bekanntmachungen der Ortsgemeinden
Boden. Daubach, Eitelborn, Gackenbach, Girod, Görgeshausen, Großholbach, Heilberscheid, Heiligerv roth, Holler, Horbach, Hübingen, Kadenbach, Montabaur, Nentershausen, Neuhäusel, Niederelbert, Niedererbach,Nomborn, Oberelbert, Ruppach-Goldhausen, Simmern, Stahlhofen, Untershausen, Welschneudorf
sowie der Zweckverbände gemäß § 27 der Gemeindeordnung für Rheinland-Pfalz vom 14. Dezember 1973 - GV8I. S. 419 - in der derzeit gültigen Fassung - und den Bestimmungen der Hauptsatzung.
Jahrgang 15
Freitag, 12. Juni 1987
Nummer 24
10 Jahre Kannenbäckerstraße im Westerwald
Jubiläum der Kannenbäckerstraße mit Limes-Ausstellung in Neuhäusel
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[fiom/sc/ie Keramik aus Westerwälder Tbn: Als die Römer im ersten nachchristlichen Jahrhundert den Rhein-Westerwald besetzten, n utzten sie die damals schon bekann ten Vorkommen. Die Biif dem Foto gezeigten Keramikstücke sind Originalfunde aus dem Kastell Neuwiedfederbieber. In der Limes-Ausstellung in Neuhäusel werden Fotos und Nachbildungen solcher mamik teile gezeigt. Öffnungszeiten: (25. bis 30. Juni, täglich von 11.00 bis 18.00 Uhr, St.-Anna- IHeim, Gartenstraße).
Im Rahmen der Jubiläums Veranstaltungen der Kannenbäckerstraße wird vom 25. bis 30. Juni im St.-Anna-Heim in Neuhäusel die Limes-Wander- Ausstellung gezeigt.
Die bisher von rund 100.000 Menschen gesehene und von der Tageszeitung zusammengestellte Ausstellung ist inzwischen als Dauerleihgabe auf den Westerwald-Verein übergegangen.
Gezeigt werden auf Schautafeln meist großformatige Farbfotos und Zeichnungen über Entstehung, Bedeutung und Zerstörung der mächtigen römischen Grenzanlage aus der Zeit zwischen 83/84 und 260 nach Christus. Über die militärische Bedeutung hinaus wird erklärt, wer die Menschen im Bereich
5r Grenze waren und wie sie gelebt haben.
[Es ist sinnvoll, die Ausstellung vom Jubiläum der Kannenbäckerstraße in Neuhäusel zu zeigen. [Der Limes ist in unmittelbarer N ähe der heutigen Gemeinde - auf der Linie Hillscheid, Steinrausch, |ß 49, Kadenbach, Arzbach - verlaufen. Die antiken Ruinen (Reste eines Kastells bei Hillscheid, [Wachtturm-Schutthügel, Wall und Graben) sind teilweise gut erhalten. Das jetzige Neuhäusel liegt i einer Straße, die schon in römischer Zeit ein bedeutender Weg von Koblenz nach Osten war.
|Auch die Beziehung zu den »Kannenbäckern« ist herstellbar, denn die Römer haben damals den Pesterwälder Tbn zur Keramikherstellung genutzt. Auch dafür werden in der Ausstellung Beispiele gezeigt.

