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Montabaur

Seite 24

Nr. 17/87

informiert

Verordnungen auf zartrot

So mancher Patient wird sich wundern, wenn er von seinem Arzt ein Medikament verordnet bekommt. Statt des ge­wohnten strengen Schwarz-Weiß des Rezeptformulars hält er ein Papier in zartroten Tönen in der Hand. Krankenkas­sen und Ärzteschaft verständigten sich auf diesen - übri­gens nur in der Farbtönung geänderten - neuen Rezeptvordruck, um Rezeptfälschern das Handwerk zu legen.

Allzuoft geschah es in der Vergangenheit, daß Drogenab­hängige das herkömmliche Rezeptformular einfach fotoko­pierten, um sich eine höhere Dosis der begehrten Drogenersatzstoffe zu beschaffen, die bisweilen verordnet werden, um Abhängigen den Wäg zurück aus der Drogen­sucht zu erleichtern. Das wird durch den neuen, zartrot ge­färbten Vordruck verhindert. Er läßt sich nicht mehr vervielfältigen.

Natürlich wird das neue Arzneiverordnungsblatt nicht so­fort in allen Arztpraxen benutzt werden. Die zum 1. April 1987 in Kraft getretene Vereinbarung, die die Umstellung auf das neue Formular vorsieht, gewährt eine Übergangs­frist bis Ende 1988. Bis dahin kann der Vorrat an alten Ver­ordnungsblättern aufgebraucht werden.

Der Umwelt-Tip der Woche

DIESMAL: Müllvermeidung schon beim Einkauf!

Müll belastet unsere Umwelt und unser Portemonnaie. Die Müllberge wachsen von Jahr zu Jahr und benötigen wertvolle Fläche, die für andere Nutzungen verloren geht.

Auch Sie können dazu beitragen, daß die Müllmenge verrin­gert wird.

Die folgenden Tips sind dabei ein Anfang:

1. Benutzen Sie Mehrwegflaschen.

2. Meiden Sie Verpackung aus Alu-Folie! Aluminium ist ein knapper Rohstoff, dessen Herstellung umweltschädigend und teuer ist.

3. Vermeiden Sie Verpackung aus Weißblech (z.B. Getränke­dosen)! Die Verpackung geht auch hier auf Kosten des Ver­brauchers..

4. Glas ist besser als andere Verpackungsmaterialien! Entscheiden Sie sich, wenn möglich, für ein Produkt in Glas­behältern. Glas kann wieder verwendet werden.

5. Meiden Sie voluminöse Luxus- und Geschenkverpackungen! Schließlich kommt es auf den Inhalt an.

6. Vermeiden Sie kleine Portionspackungen! Sie zahlen dort überwiegend für die aufwendige Verpackung.

7. Benutzen Sie Körbe oder Neue, keine Kunststofftragetaschen zum Einkäufen!

8. Auch getrennt gesammelter Sondermüll, wie z.B. Farben und Schädlingsbekämpfungsmittel, ist immer eine Umweltbe­lastung! Verwenden Sie diese Mittel, wenn überhaupt sparsam, oder erkundigen Sie sich nach umweltfreundlichen Produkten mit dem Umweltengel.

9. Meiden Sie Produkte mit doppelter Verpackung, z.B. Tu­ben zusäulich im Pappkarton.

QUELLE:

Geschäftsstelle Umweltschuu, Essen

Noch ein Hinweis am Rande: Gerade die Einzelhändler oder Supermärkte sollten darauf achten, daß Altpapier, das in diesen Bereichen in großen Mengen anfallt, getrennt gesam­melt und wiederverwertet wird.

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