Montabaur
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Das Jugendzentrum Montabaur feiert am Samstag, dem 9.11.85 sein dreijähriges Bestehen und es läuft immer nochl Das ist eine Tatsache. Es ist zu einer festen Anlaufstelle vieler Jugendlicher geworden und nimmt in deren Leben einen wichtigen Stellenwert ein. Es bildet einen Gegenpol zum sinnlosen Herumlummern, dem Einzelgängertum und holt die Jugendlichen von der Straße. Allen Skeptikern zum Trotz, nimmt das Jugendzenrum in Montabaur einen wichtigen Stellenwert ein. Dies bestätigen die Besucherzahlen, die seit der Eröffnung konstant geblieben sind. Tatsache ist aber auch, daß immer wieder neue Leute kommen und andere Jugendliche nur noch hin und wieder oder gar überhaupt nicht mehr. Gründe hierfür sind Studium, Ausbildung, Schule oder anderweitige Interessen.
Ein vergleichbares Haus hier im unteren Westerwald gibt es wohl kaum und die Jugendlichen können mit Recht stolz auf ihre Einrichtung sein. Man vergißt nur manchmal allzu schnell, daß eine solche Einrichtung nicht für jede Stadt selbstverständlich ist. Deshalb soll das Haus auch sinnvoll genutzt und benutzt werden - und jeder kann sich hier nach seinen Fähigkeiten einbringen. Für jeden jugendlichen Besucher gilt es Verantwortung zu übernehmen, das fängt beim Saubermachen an und hört bei den Programminhalten auf. Das Jugendzentrum ist schließlich kein kommerzieller Betrieb. So man für sein Geld konsumieren kann - im Gegenteil.
Filme, Konzerte, Theaterveranstaltungen oder Bildungsangebotewerden immerzu einem günstigen Eintrittspreisangeboten, die tatsächlichen Kosten können aber dadurch oftmals nicht eingespielt werden. Der kulturelle Bereich nimmt dennoch einen sehr wichtigen Stellenwert innerhalb des Jugendzenrums ein. In diesem Sinne kann auch jetzt schon für alle Jazzfreunde ein Top-Gig angekündigt werden: ED Kröger Trombone jazz gastiert am Dienstag, den 3.12.85 im Haus der Jugend.
Geleitet wird das Haus von zwei hauptamtlichen pädagogischen Mitarbeitern und einer Praktikantin. Der pädagogische Auftrag des Jugendhauses beinhaltet neben den Bereichen, Erholung und Entspannung, Kontakt und Begegnung auch den Bereich der Kreativität und Entfaltung. In diesem Sinne wurden eine Reihe von schöpferischen Arbeitsgemeinschaften gegründet. Die Werkstatt des Hauses hat sich in den letzten drei Jahren wirklich gemausert und für die Holzverarbeitung stehen vielerlei Werkzeuge zur Verfügung. Sie kann von jedem interessiertem Jugendlichen genutzt werden - entweder durch die Teilnahme an einer Holz-AG oder nach Absprache.
Eine Aquarell AG trifft sich jeden Dienstag unter fachlicher Anleitung. Die G ruppe ist etwa 10 Personen stark - es können aber noch interessierte Jugendliche aufgenommen werden. Dafür ist nur ein sehr geringer Unkostenbeitrag zu entrichten.
In den letzten Wochen hat sich eine Gruppe von arbeitslosen Jugendlichen zusammengeian, um eine Fahrradwerkstätt zu gründen. Hier werden Fahrräder instandgesetzt und Reparaturen
durchgeführt. Wir suchen daher für die positive Entwickl
Fahrradwerkstatt jede Menge alter Fahrräder, Fahrradt^ altes Werkzeug. Für jede Spende sind wir wirklich sehrd
Auch die musische Bildung soll im Jugendzentrum nicht? kommen. So gibt es seit Bestehen verschiedene Gitarre1 speziell für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene. Ferne nen Musikbands in einem eigens schalldichten Keller m Sport wird im Jugendzentrum groß geschrieben. Die sporn Angebote verstehen sich nicht als Konkurrenz zum Vereins, in dem oft nomierte Leistungen vorgegeben sind, sondern* und Spiel soleln als erholende Ausgleichsaktivitäten verstai sein. !
Jeweils mittwochs von 17.00 bis 18.30 Uhr trifft sich die Ho AG inder Halle derKehrein-Schule. Mittwochs abendsgehts, weiter mit Krafttraining in dem selbst ausgebauten Fiineß (ab 19 Uhr). Freitags von 16.30 Uhr wird Fußball in der Hai Kehreinschule gespielt- und auch freitagabends kann man Uhr die Muskeln trainieren.
Neben all diesen musischen, künstlerischen und sportliche! geboten ist es natürlich wichtig, sich einfach treffen zu J und sich dabei wohl zu fühlen. Der Jugendtreff »GraffitiCafJ sich in den letzten drei Jahren wirklich sehr gut entwickeltun] kann man sich wirklich wohlfühlen.
Alles in allem betrachtet: Das Jugendzentrum ist wichtig uni auch wichtig bleiben - und jeder, ob Jugendlicher oder Erwa ner, kann seinen Beitrag dazu leisten.
PAWfÖKiME * TANZ. *c aowNed
Franco Melis wird am Samstag, dem 9.11. um 20 Uhr Im der Jugend in Montabaur ein Gastspiel geben.
Franco Melis ist seit mehreren Jahren pantomimisch tätig. N vielen erfolgreichen Vorstellungen mit seinen ersten dra grammen, wurde er dieses Jahr Meisteschüler bei Milan Sl Zudem gewann er dieses Jahr den ersten Preis beim Theata val in Xanten. j
Am Samstag stellt Franco Melis sein viertes Programm »Ifl nie in Dis« vor. Dabei geht es inhaltlich um die clowneskel des Menschen. Unter dem Deckmantel alltäglicher Situaj verbirgt sich die Unberechenbarkeit menschlicher Gefühl Bedürfnisse.
Die Geschichten sind pantomimisch und tänzerisch inSzej setzt und entfalten ruhige poetische Bilder, vor allem aberfj und freche Clownerie.
Das Jugendzentrum bildet einen Gegenpol zum sinnlosel umlummern, dem Einzelgängertum und schafft durch dievj denen Räumlichkeiten, Möglichkeiten zum geselligen Ba mensein. I

