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Das Urteil der Ernährungswissenschaftler über die deutschen Eßgewohnheiten ist eindeutig: Des Guten zuviel und erst recht des Bösen zuviel. Dies geht aus dem Ernährungsbericht 1984 hervor.

Männer zwischen 19 und 50 Jahren führen z.B. über 12 Prozent ihrer täglichen Kalorien in Form von Alko­hol zu sich (Frauen 8 Prozent). Da alkoholische Ge­tränke aber neben dem Alkohol auch noch andere Ka­lorienspender wie Zucker oder Stärke zu enthalten pflegen, deckt das Konsumieren von Alkoholika sogar mehr als 19 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr der Männer (Frauen 10 Prozent). Und das sind wohlge­merkt nur Durchschnitte. Auch für die eigentlichen Nahrungsmittel gilt, daß zu viel, zu fett und zu süß gegessen wird.

Vor allem die Männer sündigen, denn ihre tägliche Kalorienzufuhr liegt um 55 Prozent über dem Bedarf. Frauen sind etwas maßvoller; sie essen »nur« 39 Pro­zent mehr, als sie sollten. Die Quittung für Essens­sünden sind weit verbreitete ernährungsabhängige Krankheiten wie Zucker, Leberschrumpfung, Herzin­farkte, Magen- und Darmkrebs. Das geringste Übel ist dabei noch die Minderung des körperlichen Wohlge­fühls, was mit überflüssigen Pfunden meist verbun­den ist.