Die Rose - Königin der Blumen
Rosen sind der Vasen schönster Schmuck, gleich ob sie mit langen Stielen in hohen, schmalen Vasen stehen, mit floristi- schem Beiwerk zu runden Sträußen gebunden werden oder kurzgeschnitten flache Blumenschalen mit ihrem Blütenleben füllen.
Ein Rosenstrauß ist mehr als nur irgendein Blumengesteck. Die elegante Form der Knospen , der zarte Duft der Blüten, die lackglänzenden Blätter lassen sie noch immer zum begehrtesten Blumengeschenk werden. Rosen gibt es, dank dec Kunst der Gärtner, das ganze Jahr in bewährten und auch neuen Sorten.
Und heute wie seit Jahrhunderten gfenießt die Rose eine Verehrung, die keiner anderen Blume je zuteil wurde.
SO WURDE DIE ROSE KÖNIGIN
Die griechische Dichterin Sappho, so erzählt man sich, soll die Rose erstmals als "Königin der Blumen" bezeichnet haben.
Aber lange vor ihrer Zeit galt sie in Indien als Symbol des göttlichen Geheimnisses: Aus einer Rose soll die schönste aller Göttinnen, Lakschmi, geboren sein.
"Ein Schönheitspflästerchen auf der Wange der Welt" nannte sie der persische Dichter Hafis, und aus Persien stammt auch die hübsche Legende von der "Thronbesteigung" der Rose:
Die Blumen verlangten von Allah einen neuen Herrscher, da der schläfrige Lotos in der Nacht nicht wachen wollte. Darauf gab Allah ihnen die jungfräuliche Rose mit den schützenden Dornen als Regentin. Die Mohammedaner suchen in den fünf Blütenblättern der "alten" einfachblütigen Rose nach den fünf Geheimnissen Allahs. Sie glauben, daß die Rose aus den Schweißtropfen des Propheten entstanden sei, als dieser einst seine nächtliche Himmelfahrt unternahm.
ROSENFREUNDE IN DER ANTIKE Im Griechenland der Antike schrieb man die Entstehung der Rose der Göttin Aphrodite zu, die aus Blutstropfen des sterbenden Adonis die kostbare weiße Rose erschuf. Und als sich Aphrodite selbst an einem Dorn verletzte, soll die Rose rot wie Blut und duftend wie die Wohlgerüche Arabiens geworden sein.
In der weltlicheren Atmosphäre des alten Rom erreichte die Rose schnell einen Höhepunkt ihrer schon jahrhundertelangen Karriere. Sie war Ausdruck des höchsten Lebensstandards, des Luxus in einer Welt des übersteigerten, hektischen Lebensgefühls.
So wird beispielsweise berichtet, daß römische Cäsaren bei Gastmählern von der Zimmerdecke unaufhörlich Blütenblät
ter auf die Gäste niederregnen ließen.
Von Nero erzählt man sich, daß er in das Kielwasser seiner Jachten Rosenblätter streuen ließ und daß die Kissen seiner Sänfte täglich neu mit duftenden Rosenblättern gefüllt werden mußten.
ROSEN IN KRIEG UND FRIEDEN Auch Napoleon kam um Rosen nicht herum. Seine Frau, Josephine Beauharnais, war zu jenen Zeiten die große Mäzenin der Rose, 1798 kaufte ihr Napoleon Malmaison, in dem auf Veranlassung Josephines alle bekannten Rosenarten gesammelt wurden. Malmeison wurde zum berühmtesten Rosengarten der Welt. Darüber hinaus aber auch ein begehrter Treffpunkt der Künstler, Diplomaten, Botaniker und Rosenzüchter. Mitten im 2. Weltkrieg schuf der große französische Rosenzüchter Meilland eine wundervolle Rose. Er nannte sie beziehungsreich "Peace" (= Frieden). Bei uns als "Gloria Dei" bekannt, wird sie in aller Welt geschätzt.
ROSEN FÜR'S SEELISCHE UND LEIBLICHE WOHL Abseits von frommer Anbetung, hoher Kunst und höchster Verehrung schätzte man die Rose nicht nur als kostbare Blütenpflanze. Seltsame Blüten lassen sich auf den krummen Nebenstraßen der Rosenverehrung pflücken.
So wurden z.B. Rosen als Zaubermittel gegen Liebeskummer verordnet, was heute ja noch helfen soll. Und Rosenblätter über Nacht auf's Gesicht gelegt, machen angeblich Wangen rot i und um Jahre jünger. Wer übrigens noch keine Rosen-Bowle I kennt, sollte sie schleunigst mal versuchen. Dazu gebe man in ein Bowlengefäß 100 g Würfelzucker und gieße 1 Flasche J Rheinwein darauf. Dann Blütenblätter von vier möglichst ‘ stark duftenden, voll erblühten Rosen - natürlich ungespritzten ■ darüber streuen, einmal umrühren und zugedeckt eine halbe j Stunde kühl stellen. Danach die Rosenblätter, bis auf einige, die schwimmen dürfen, herausnehmen, und mit einer halben Flasche eiskaltem Sekt auffüllen.
Rosenfreunde, und nicht nur diese, bezeichnen Rosenmarmelade als besonders köstlich, die sich aus 500 g Blütenblättern 500 g Zucker und dem Saft einer Zitrone mühelos herstellen läßt. Dazu werden die kalt abgespülten Blütenblätter in einem I viertel Liter Wasser angesetzt und auf sehr kleiner Flamme zum | Kochen gebracht. Dann den Zucker zugeben und unter regel- I mäßigem Rühren mindestens eine halbe Stunde einkochen | lassen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und den I Zitronensaft unterrühren, in Gläser füllen und nach dem Aus* J kühlen luftdicht verschließen. 1
So hat ein Rosenstrauß eine romatische und eine nützliche I Seite. Nach dem Abblühen können alle gut erhaltenen Blüten* \ blätter noch sinnvoll genutzt werden, und sei es nur als at- 1 traktive undlimmer noch ungewöhnliche Garnierung von I kalten Platten, Braten, Salaten und Desserts. I
cnritos
Ferien wobBuno im Schwarzwi
in 7244 Lützenhardt bei Freudenstadt. Wohnung mit 55 qm besteh, aus 3 Zi/Kü/Bad mit Terrasse Garten für Familienurlaub, 4 Betten, voll möbliert u. einger. Direkt a. Waldsee gelegen. Wohnz. m. Farb-TV. Tagespr. DM 45.- zuzüglich Kurtaxe DM 0,80 pro Tag/Pers. - Farn. Franz Störzer, 7244 Waldachtal-Lützenhardt, Breitenbachstr. 40, Tel. 0 74 43/3417

