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Madame, haben Sie schon Ihr Brünnlein getrunken?
Ein Engländer mit Zeichenblock und Notizbuch hinterließ uns dieses beschauliche Bild des Kurhofs un,d Kurhauses in Bad Ems aus der Zeit um 1850. Georges Barnard, wie der Maler und Schriftsteller hieß, pendelte wählend der Hauptsaison zwischen Wiesbaden und Bad Ems hin und her und machte auch in Schlangenbad und Bad Schwalbach Station. Seine Impressionen geben heute wertvolle Aufschlüsse und sind Bausteine zur Geschichte der naussauischen Badeorte.
Wie war’s damals noch so geruhsam in Bad Ems. Da konnte man unbesorgt über die Straße schlendern, sich vor das Haus setzen, den spielenden Hunden und den vorüberziehenden Eseln mit ihren Treibern zuschauen. Das Brünnchen Emser »Kränchen« floß ganz in der Nähe. Flinke Brunnenmädchen schöpften es für die Kurgäste, die es plaudernd tranken.
Und heute? Oh Graus! Da rauscht unentwegt der motorisierte Verkehr, oft sehr laut und bis spät in die Nacht, vorüber. Nur über den Zebrastreifen kommt man über die Straße, die heute so beziehungsreich Bäderstraße heißt. Na, vielleicht wird’s im 21. Jahrhundert besser, wenn die lang geplante Umgehungsstraße endlich fertig sein wird.
Das hübsche Motiv ist als Kunstdrucktafel in Originalfarben durch den früheren RHEIN-LAHNFREUND-Verleger Gerhard Heil, Viktoria-Allee 1, 5427 ^ad Ems, noch in wenigen Stücken für DM 4,- erhältlich.

