Montabaur 6 / 40 / '81
In erster Linie geht es also um den kranken und alten Menschen. Im Einzugsbereich der Verbandsgemeinden Montabaur und Wallmerod haben die Schwestern und der Pfleger im Jahr 198o insgesamt 747Patienten versorgt. Hiervon waren
178 Patienten in der dauernden Pflege. Hinter der Patientenzahl verbergen sich 48.930 Einzelleistungen,die durch die Mitarbeiter der Sozialstation im Jahre '8o erbracht worden sind.
3927 Leistungen beziehen sich auf Nachtwache, Hausbesuche, Betreuung von Sterbenden, was neben der Krankenpflege noch mit zur Arbeit der Sozialstation hinzugehört. Die o. g. Zahlen wurden von insges. 14 Mitarbeitern erbracht. Die Verwaltung - ohne die auch eine Sozialstation nicht auskommt - wird durch eine teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterin wahrgenommen.
Das Bild der Gemeindekrankenschwester hat sich also erheblich gewandelt. Es entspricht nicht mehr der Schwester,die alleine auf sich gestellt Gemeinden versorgen mußte.Es entspricht eher dem heutigen Ideal der Teamarbeit.
In einem solchen Team der Sozialstation arbeiten Fachkräfte mit unterschiedlichen Ausbildungen. Diese verschiedenen Ausbildungen ergänzen sich gegenseitig zum Wohl des Patienten.
In einem solchen Team ist - im Gegensatz zum Einzeleinsatz - die Möglichkeit gegeben, eigene Erfahrungen mitzuteilen und zu hinterfragen. Neuere Erkenntnisse der Pflege werden miteinander besprochen, neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Pflegetechnik miteinander diskutiert. Das Team bietet für den Patienten auch die Gewähr einer kontinuierlichen Betreuung, da Krankheit und Urlaubsvertretungen in der Zusammenarbeit mehrerer Mitarbeiter selbstverständlich sind, und in-einem Einsatzplan geregelt werden.
Es hat sich also etwas entwickelt in der Gemeindekrankenpflege. 1o Jahre Sozialstationen in Rheinland-Pfalz sollten auch im Westerwald, der flächendeckend - durch vier Sozialstationen des Caritasverbandes und eine Station der evangelischen Kirche - versorgt ist, ein Grund sein,nachzudenken, wie unser Verhältnis zu diesen Einrichtungen ist. Krankenpflege ist komplizierter geworden und vor allen Dingen für Familienangehörige, Nachbarn und Freunde nicht mehr in jedem Falle selbstverständlicher Dienst. Wir sollten uns fragen, ob wir bereit sind, dort wenigstens fördernd einzustehen, wo unsere eigenen Kräfte versagen. Wir müssen ganz deutlich sagen, daß in finanzieller Hinsicht noch viel zu tun übrig bleibt.
Pflegehilfsmittel müßten bei den Stationen und insbesondere auch in der StationMontabaur-Wallmerod noch größere Zahl zur Ausleihe zur Verfügung stehen. Die Kostensteigerungen im Personal, wie auch im Sachbereich, können nicht nur durch Träger und öffentliche Geldgeber aufgefangen werden. Das Bewußtsein, daß die Sozialstationen eine Leistung erbringen, die auch finanziell gewürdigt wird, muß steigen. Solidarität der Gesunden mit den Kranken muß einen sichtbaren Niederschlag finden in der Mitgliedschaft im Förderkreis der Sozialstationen.
WIR ALS BÜRGER BRAUCHEN DIE SOZIALSTATIONEN DIE SOZIALSTATIONEN BRAUCHEN ABER AUCH UNS.
Vereine u. Verbände berichten
Kreisvolkshochschule Westerwald e.V.
HAUPTSCHULABSCHLUSS
Wie wir bereits berichteten, wird von der Kreis-Volkshochschule in Zusammenarbeit mit der VHS-Wirges wieder ein Kurs zur nachträglichen Erlangung des Hauptschulabschlusses angeboten. Es haben sich nun genügend Teilnehmer gemeldet, so daß zu einem Informationsabend eingeladen werden kann. Der Informationsabend findet am 6. Okt. 1981 um 18.30 Uhr in der Theodor-Heuss-Schule Wirges statt.
Interessenten, die sich noch nachmelden wollen, sind zu dem Informationsabend herzlich willkommen.
REALSCHULABSCHLUSS - ABENDS GEMACHT Die Kreis-Volkshochschule richtet nach den Herbstferien einen Vorbereitungskurs zum nachträglichen Erlangen des Realschulabschlusses ein. Wie wir bereits berichteten, werden die Teilnehmer über zweieinhalb Jahre an 4 Abenden in der Woche mit insgesamt 16 Stunden wöchentlich auf den Realschulabschluß vorbereitet. Teilnehmer, die sich noch nachmelden wollen, sind zu dem Informationsabend am 23. Okt. 1981 um 19.00 Uhr im Gymnasium Montabaur, Eingang Mons- Tabor-Straße über den Schulhof-) eingeladen. Der Lehrgangsbeginn wird voraussichtlich am 2. November 1981 sein.
RHEINISCHE PHILHARMONIE ZU GAST IM WESTERWALD Wie jedes Jahr so gastieren auch in diesem Jahr wieder die Rheinischen Philharmoniker mit einem Sinfoniekonzert in der Westerwaldhalle in Rennerod. Stand 1980 ein Klavierkonzert auf dem Programm, so wird diesmal ein Violinabend angeboten. Unter Leitung des Dirigenten Christoph Stepp und unter Mitwirkung des Solisten Franc Mueller, der eine Andrea Guaneri-Violine aus dem Jahr 1662 spielt, werden Stücke von Ludwig van Beethoven aufgeführt. Eingeleitet mit der Sinfonie Nr. 6 F-Dur Opus 68 (Pastorale) wird das Programm nach der Pause mit zwei Romanzen für Violine und Orchester (G—Dur Opus 40 und F-Dur Opus 50) fortgesetzt. Abgerundet wird der Abend durch die Ouvertüre „Leonore III" Opus 72a.
Die Nassauische Kulturstiftung und die Kreis-Volkshochschule als die Veranstalter freuen sich, wenn dieses das kulturelle Leben im Westerwaldkreis bereichernde musikalische Ereignis von den Bürgern im Westerwaldkreis wie in den letzten Jahren angenommen wird.
Monatliche Vorführung im Oktober
Die Staatl.Beratungs- und Weiterbildungsstelle für Land- und Hauswirtschaft, Kirchstr/45, 543 Montabaur führt am Dienstag, dem 13.10.1981, um 14.00 Uhr einen Vortrag durch mit dem Thema: „Auch der Herbst hat viele Früchte".
Hierbei wird einmal die Vielfalt der heimischen Obst- und Gemüsearten angesprochen, die im September und Oktober geerntet werden.
Anmeldungen erbeten an o.g. Dienststelle bis 9.10.1981, Tel. Nr. 02602/3449.
Kath. Bildungswerk Ww Treffpunkt
am Freitag, dem 9. Okt. 1981,20.00 Uhr im Pfarrzentrum Montabaur.
Glaubensgespräche für junge Erwachsene,
Thema: „Die frohe Botschaft - wie kommt sie an? "
Formen und Möglichkeiten der Bibelarbeit, Gespächsleiter: Winfried Gramich, Siershahn.
Deutscher Hausfrauen-Bund e.V. Montabaur
Der Hausfrauen-Bund Montabaur lädt am Donnerstag, dem 8.10.,um 20.00 Uhr ins Strandbadcafe'Dewes in Montabaur zu einem Vortrag von Herrn Dekorateurmeister Christe aus Ransbach herzlich ein.
Herr Christe referiert über das Thema „Das neuzeitliche Fensterkleid, alles Wissenswerte über Stoffneuheiten, Gestaltung und Pflege von Gardienen - Zur Veranschaulichung wird H. Christe neue Stoffarten und -muster zeigen.
Gäste sind willkommen.
Kneipp-Verein
Zum letzten diesjährigen Treffen an.der Kneipp-Anlage am Freitag, dem 2. Okt. 1981, um 17 Uhr lädt der Kneipp-Verein ein. Thema: Schwarzdorn und Weißdorn als Heilpflanzen.
Der Kneipp-Kalender 1982 kann ab sofort bei Herrn Willy Fresenius bestellt werden (4,- DM).
Am Dienstag, dem 13. Okt. 1981 spricht um 19.30 Uhr Frau Dr. med. Brigitte Kemmann in Montabaur zum Thema „Die Angst vor der Angst'.', anschließend Diskussion.
Ort: Joseph-Kerein-Schule Montabaur.

