Montabaur 3/17/81
Der geniale, legendenumwobene französische Fliegerdichter hat mit dem 1943 entstandenen „Kleinen Prinzen“ ein Werk von bleibendem Wert geschaffen, EIN MÄRCHEN FÜR ERWACHSENE und ein Meisterwerk modernhumanistischer Literatur.
Auf seiner Reise begegnet der kleine Prinz recht verwunderlichen Planetenbewohnern: dem König - „sieh da, ein Untertan“; dem Eitlen - „bewundere mich”, dem Säufer - „ich trinke um zu vergessen, daß ich mich schäme, weil ich saufe“; dem Geschäftsmann - „ich besitze die Sterne und verwalte sie“; dem Laternenanzünder, der alle drei Minuten das Licht zu löschen und zu entzünden hat und schließlich dem Geographen, der den kleinen Prinzen auf den Planeten Erde schickt, „denn er hat einen guten Ruf“.
Und der kleine Prinz fällt zur Erde, fällt in die Sahara, wo er zuerst der Schlange begegnet, die vom Tode spricht, und dann dem Rosengarten, der ihn so unglücklich macht, denn „ich glaubte, ich sei reich durch eine einzigartige Blume, und ich besitze nur eine gewöhnliche Rose. Sie und meine drei Vulkane, die mir bis ans Knie reichen und von denen einer vielleicht für immer erloschen ist, das macht keinen sehr großen Prinzen aus mir ..." Der Fuchs ist es, der ihn lehrt, daß seine Rose dennoch einzigartig ist, weil er sich ihr vertraut gemacht hat und man nur die Dinge kennt, die man zähmt. Die Liebe ist es, die den einfachsten oder auch nutzlosesten Gegenstand verwandelt. „Man sieht nur mit dem Herzen gut“, sagt der Fuchs, „das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Das THEATER 58 Zürich zeigt dieses zauberhafte, feinsinnige und heiter besinnliche Werk in der Bühnenfassung seines Leiters Andrfe Revelly, der auch für die Regie verantwortlich zeichnet. Presse und Publikum sind des Lobes voll über die Aufführung’ „Andrfe Revelley hat der Bühne ein Stüc k modernes, aber einfaches, kindliches, aber tiefsinniges, märchenhaftes, aber menschliches Theater gerettet. Wie in dieser Inszenierung Gefühl gelebt wird, wie das Leben erfühlt wird von jungen Darstellern: das ist großartig.Und wie da mit leisen Tönen jede Sentimentalität umgangen wird: man glaubt es kaum.“.
Das Gastspiel des THEATER 58 verspricht Ihnen ein einzigartiges Theatererlebnis, das Sie nicht versäumen sollten !
Die Aufführung findet statt
am Montag, dem 4. Mai 1981 um 20.00 Uhr in der Aula der loseph-Kehrein-Schule,
Montabaur.
Eintrittspreise: 10,-- bis 6,-- DM, Jugendliche erhalten Ermäßigung. Kartenvorbestellung und -Vorverkauf:
Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Rathaus, Zimmer 17, Tel. 02602/2041
die-oase
AMATEURTHEATER e.V. MONTABAUR
Beginn: 20.00 Uhr
VERLÄNGERUNG:
1. und 2.5.1981, 8. und 9.5.1981
15. und 16.5.1981 22. und 23.5.1981
29. und 30.5.1981 KARTENVORVERKAUF:
Modehaus WILKE—RINN,
Montabaur, Tel. 5469 oder an der Abendkasse

