Montabaur 6/12/78
großen und ganzen solides Planwerk. Der Sprecher der SPD- Fraktion stellte fest, daß die Zahl der Handwerks- und Industriebetriebe in Montabaur um 20 gesunken ist. Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß diese Branchen nahezu 50 % des Gewerbe- steueraufkommens der Stadt zahlen, so sei dies keine ganz glückliche Relation. Weiterhin führte SPD-Sprecher Stühn aus, daß die Zuführungen des Verwaltungshaushaltes an den Vermögenshaushalt gegenüber dem Vorjahr um 350.000,- DM gesunken sind. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt von 810,- DM / Einwohner bei Berücksichtigung der Pro-Kopf-Verschuldung der Verbandsgemeinde (insgesamt 1 111,- DM) stelle einen Rekord in der Verschuldung der Stadt dar.
Für die SPD-Fraktion beantragte der Fraktionsvorsitzende Stühn, daß die Eintrittspreise bei kulturellen Veranstaltungen für Jugendliche von 5,- DM herabgesetzt werden und auf diese Einnahmen verzichtet wird. Weiterhin beantragte er, daß während der Bauzeit der Tiefgarage die Parkuhren nicht -wie beabsichtigt, auf dem Parkplatz Kalbswiese installiert werden. Vielmehr soll dort ein kostenloses Parken ermöglicht werden. Dem wurde entgegengehalten, daß ohne Parkuhren kaum ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. Es werde von einer Steuerungsfunktion der Parkuhren gesprochen.
Bezüglich der veranschlagten Kosten für den Bau der Tiefgarage verlangt die SPD-Fraktion eine Aufschlüsselung der Kosten, die über die Summe der Auftragsvergabe hinausgehen. Sie machte davon ihre Zustimmung zum Haushaltsplan abhängig.
Bezüglich der Kosten für den Ausbau der Burgstraße verlangte SPD-Sprecher Stühn, daß an dem Haushaltsansatz ein Sperrvermerk angebracht, bzw. daß er in eine Verpflichtungsermächtigung umgewandelt wird, weil nach Auffassung der SPD-Fraktion in diesem Jahr dort keine Maßnahmen mehr durchgeführt werden. Im Zusammenhang mit den Kosten für die Umlegung im Baugebiet „Alter Galgen“ forderte die SPD-Fraktion, daß eine Verpflichtungsermächtigung für das Jahr 1979 nach Möglichkeit vorgezogen wird. Dies ist nach Auffassung der Verwaltung jedoch nicht möglich, da das Umlegungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Unter Bezugnahme auf die veranschlagten Mittel für den Anteil der Stadt an den Kosten für den Bau des Soldatenheimes wollte die SPD-Fraktion wissen, wie sicher die Zuweisungen des Landes , die im Haushaltsplan veranschlagt sind, sind.
Bürgermeister Mangels erklärte, die Zuschüsse seien zwar noch nicht bewilligt, aber in Aussicht gestellt. Er rechne fest damit, daß je nach Baufortschritt die Zuschüsse fließen.
Die SPD-Fraktion stellte sodann folgende Anträge:
1. Die Mittel für die Stadtranderholung sollten über den Haushaltsansatz von 2,000,- DM hinaus erhöht werden,
2. Im Haushaltsplan sollte auf die Einnahmen aus Konzertveranstaltungen für Jugendliche verzichtet werden.
3. Die SPD-Fraktion verlangte eine Information über die im Haushaltsplan veranschlagten Kosten über die Auftragssumme für die Tiefgarage hinaus.
Die beiden zuerst genannten Anträge wurden nach Klärung haushaltsrechtlicher Fragen und nach Information von CDU-Sprecher Dr. Hütte, daß nach Aussage der Kath. Kirchengemeinde, die die Stadtranderholung veranstaltet, der Betrag von 2.000,- DM ausreicht, nach einer Sitzungsunterbrechung zurückgenommen. Bezüglich der Kosten für die Tiefgarage, die in der Summe der Auftragsvergabe nicht enthalten sind, erläuterte die Verwaltung, es handele sich dabei um Ausgaben für den Kanalisationsbeitrag und die Anschlußkosten nach der Wassersatzung der Verbandsgemeinde sowie für bisher unbekannte Kosten für die Gasleitung Diese Summen seien bei der Auftragsvergabe noch nicht bekanntgewesen. Sie seien selbst heute nicht exakt zu berechnen. Man habe deshalb einen Betrag von 150.000,- DM im Haushaltsplan bereitgestellt.
Nach einer Sitzungsunterbrechung erklärte SPD-Sprecher Stühn, seine Fraktion sei der Auffassung, diese Kosten hätten bereits bei der Auftragsvergabe bekannt sein müssen. Sie sei deshalb nicht in der Lage, diesem Haushaltsansatz zuzustimmen. Aus diesem Grund wurde über den Haushaltsansatz für die Tiefgarage
gesondert abgestimmt.
Bei 7 Gegenstimmen wurde dieser Haushaltsansatz jedoch mehrheitlich gebilligt.
Der Antrag der CDU-Fraktion, 5.000,- DM im Wege einer außerplanmäßigen Ausgabe für die Bezuschussung des Ausbaues der Altentagesstätte bereitzustellen, wurde einstimmig angenommen,
Haushaltssatzung und Haushaltsplan sowie Stellenplan des Hospitalfonds
Der Stadtrat beschloß einstimmig die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan sowie den Stellenplan des Hospitalfonds Montabaur für das Haushaltsjahr 1978.
Die Haushalts Satzung enthält die Festsetzung der Endsummen des Haushaltsplanes im Verwaltungshaushalt (1.191.000,- DM und im Vermögenshaushalt (96.900,-DM) Bürgermeister Mangels erklärt, daß in diesem Jahr eine Zuführung des Vermögenshaushaltes an den Verwaltungshaushalt notwendig ist, um den Verwaltungshaushalt auszugleichen. Dies hat seine Ursache darin, daß die Pflegesätze hinter den Kosten zurückgeblieben sind. Eine Erhöhung der Pflegesätze ist beabsichtigt.
Amtliche Bekanntmachung
Einziehung der Reihengrabstätten auf Block 22 des städtischen Friedhofes
Die Reihengrabstätten auf Block 22 des städtischen Friedhofs in Montabaur, Reihe A bis F, Grab-Nr. 1 bis 92 werden nach dem 23. September 1978 eingezogen. Gemäß § 20 der Satzung über das Friedhofs- und Bestattungswesen vom 8. August 1966 wird hiermit die Räumung dieses Grabblocks 6 Monate vorher ortsüblich bekanntgemacht .
Grabsteine und Grabeinfassungen, die bis zum 23, September 1978 nicht abgeräumt sind, gehen gemäß § 20 Abs. 3 der o.g. Satzung in das Eigentum der Stadt Montabaur über.
Montabaur, den 13. März 1978
Mangels, Bürgermeister.
Nachfolgend aufgeführte Reihengrabstätten werden aufgrund der öffentlichen Bekanntmachung nach dem 17. September 1978 eingeebnet:
BLOCK 22
Grabreihe A bis F Zuname
Vorname
Grab-Nr,
Henritzi
Wilhelm, Johann
1
Philippi geb. Schmidt
Maria
2
Henritzi geb. Hastrich
Katharina
3
Gerlach
Johann
4
Henritzi
Johann Baptist
5
Schneck geb. Helwig
Maria
6
Fries
Maria
7
Beck geb. Ketzer
Katharina
8
König
Susanna Helena
9
Braun
Anna Maria
10
Daun geb. Kaiser
Anna Maria
11
Mies
Elisabeth
12
Heibel
Anna
13
Lehnerts
Barbara
14
Kaster
Peter
15
Quirmbach geb .Müller
Auguste
16
Ringer geb. Kilian
Anna
17
Taphom
Hermann
18
Kunst geb. Weidenfeller Maria
19
Lenz geb. Maßfeiler
Anna Maria
20
Meudt
Heinz
21
Riethmüller
Franz
22
Thome geb. Meudt
Margaretha
23
Vetter
Johann
24
Christmann
Elisabetha
25
Sabel
Josef
26
Bechtel
Maria
27
Schmidt
Jakob
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Metternich geb. Lind
Elisabeth
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