Ausgabe 
2.12.1977
Seite
1251
 
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Montabaur 7/48/77

BebauungsplanentwurfHemchen" im Stadtteil Horressen

Zu Beginn der Behandlung dieses Tagesordnungspunktes erläuterte |e Verwaltung, daß die Aufstellung des Bebauungsplanes ~ emchen Gegenstand eines Auseinandersetzungsvertrages zwi- en der Stadt Montabaur und der ehemals selbständigen Gemeinde [orressen ist. Vor der Eingemeindung von Horressen in die Stadt lontabaur war bereits ein Bebauungsplan aufgestellt. Nach Er- jellung des Flächennutzungsplanes durch die Verbandsgemeinde irde deutlich, daß ein Teil der in diesem Bebauungsplan der iemaligen Gemeinde Horressen enthaltenen Flächen nicht in den ächennutzungsplan und damit in den neuen Bebauungsplan r Stadt als Baugelände aufgenommen werden kann. Außerdem das Wiesental zur Offenhaltung als Grünzone vorgesehen, rch den jetzt von der Verwaltung vorgelegten Entwurf des Be- uungsplanesHemchen werden ca. 30 - 40 neue Bauplätze schaffen.

ttder nachfolgenden Diskussion des Stadtrates ging es darum,

$e Festsetzungen des Bebauungsplanentwurfes zu erörtern. Die Diskussion führte zu folgenden Ergebnissen:

J Die Mindestgröße eines Bauplatzes beträgt 700 qm,

(j die Grundflächenzahl wurde auf 0,3 festgesetzt. Das bedeu­tet, daß maximal 30 % eines Baugrundstückes bebaut wer­den dürfen. Damit will man eine zu dichte Bebauung, die aus städtebaulicher Sicht unerwünscht ist, verhindern.

Es wurde festgelegt, daß eine eingeschossige Bebauung zugelassen wird.

Die Dachneigung wird auf 40 ° festgelegt. Einige Ratsmit­glieder hatten eine geringere Dachneigung (35 °) vorge­schlagen. Um den Bauinteressenten eine bessere Ausnutzung I des Dachgeschosses zu ermöglichen, entschied man sich je­doch für eine Dachneigung von 40 °.

Ursprünglich waren im Bebauungsplan eine Reihe von Fuß­wegen vorgesehen, um eine Verbindung der Baugebiete Saubitz-Wurstwiese undIm Farenau-Weiherchen für Fuß gänger zu schaffen. Man kam im Stadtrat jedoch überein, diese Fußwege zu streichen und nur noch den bereits bestehenden Fußweg zwischen der Westerwaldstraße und der StraßeIm Wiesengrund bestehen zu lassen bzw. auszubau­en.

Jchdem der Stadtrat durch einstimmigen Beschluß dem Bebau- gsplanentwurfHemchen in der so konkretisierten Form zu- istimmt hatte, wurde die Verwaltung beauftragt, die erforder­te Bürgerbeteiligung durchzuführen und das Beteiligungsverfah- Bt der Träger öffentlicher Belange einzuleiten. Gleichzeitig wurde |e Offenlage des Bebauungsplanentwurfes beschlossen.

Endschaftsrahmenplan der Region Westerwald

Ir vorgelegte Entwurf des Landschaftsrahmenplanes für die ehe- llige RegionWesterwald stieß auf heftige Kritik im Stadtrat. jtsmitglied Dr. Hütte (CDU) zeigte auf, der der Plan eine he von Fehlern und Ungenauigkeiten enthält und schlug aus Isem Grund vor, das Planwerk abzulehnen. Baugebiete, die pte schon bebaut seien, werden in diesem Plan eine Offenhal- ! als Grünfläche vorgeschlagen. Auch sonstige Plangebiete [Stadt für die eine Bebauung nach den Planungen der Stadt gesehen ist, sollen nach dem Entwurf des Landschaftsrahmen- |nes als offenzuhaltende Talgebiete ausgewiesen werden. Dr.

Jtte vertrat die Auffassung, es sei der Stadt nicht zuzumuten, lern Plan zuzustimmen, der mit den eigenen bereits konkretisier- iPlanungen im Widerspruch stehe. Dem Planverfasser macht pen Vorwurf, er hätte sich vor Planerstellung über die örtli- L en Verhältnisse und Planungen informieren müssen, jtsmitglied Stühn (SPD) erklärte , es sei für ein Ratsmitglied, |nicht von Berufs wegen mit derartigen Dingen befaßt sei, Möglich, den Plan zu lesen, geschweige denn, ihn zu verstehen. Pon die von der Verwaltung aufgezeigten Fehlerquellen des Pla- Iseien für seine Fraktion ausreichend, das Planwerk abzuleh-

P traggeb er für den Landschaftsrahmenplan ist die Regionale nungsgemeinschaft, die den Landschaftsrahmenplan den lutiunen zur Stellungnahme vorgelegt hatte.

r Stadtrat faßte im Anschluß an die Diskussionen einstimmig landen Beschluß:

Der Landschaftsrahmenplan wird vom Rat der Stadt Monta­baur abgelehnt, da er in vielen Teilen fehlerhaft und in seinem textlichen Teil völlig unverständlich ist. Darüber hinaus läßt er in seiner kleinmaßstäblichen Darstellung eine Entscheidung des Rates nicht zu.

Änderung der Satzung über die Art der Gestaltung und der Instandhaltung der Bebauung im historischen Teil der Stadt Montabaur vom 2.11.1976.

Der Stadtrat beschloß die Änderung der Satzung über die Art der Gestaltung und der Instandhaltung im historischen 'Feil der Stadt Montabaur vom 2.11.1976 in der Art, daß in die Anlage Nr. 2 als Einzelgebäude aufgenommen wird:Haus Melchior, Großer Markt 18.

Dieses Gebäude war bei der ursprünglichen Erstellung der Satzung irrtümlich nicht in die Anlage Nr. 2 aufgenommen worden.

Beratung über den Antrag des SV Olympia Eschelbach auf Errichtung eines Umkleidegebäudes mit WC-Anlagen am Sport­platz im Stadtteil Eschelbach

Als zusätzlicher Punkt war auf Antrag von Ratsmitglied Stühn (SPD) dieser Punkt in die Tagesordnung aufgenommen wor­den.

Der Sportverein Eschelbach beantragt, auf dem Sportplatz­gelände ein Umkleidegebäude zu errichten. Darüber hinaus sollen in diesem Gebäude Toilettenanlagen errichtet werden, die auch bei Festveranstaltungen auf dem Gemeindeplatz genutzt werden könnten. Ratsmitglied Stühn begründete seinen Antrag auf Aufnahme dieses Tagesordnungspunktes damit, daß der Vorsitzende des Vereinsrings Eschelbach neue Pläne vorgelegt hat, die von wesentlich geringeren Baukosten als ur­sprünglich angenommen ausgehen. Außerdem wurden Eigen­leistungen der Vereinsmitglieder in Eschelbach in Aussicht gestellt. Auch dadurch ließen sich die Kosten senken.

In der nachfolgenden Beratung wurde deutlich, daß alle im Stadtrat vertretenen Fraktionen dem Antrag grundsätzlich positiv gegenüberstehen.

CDU-Sprecher Dr. Hütte sprach sich jedoch dafür aus, keine Entscheidung in der heutigen Sitzung zu treffen, da zunächst detaillierte Planung_n und Kostenermittlungen angestellt werden sollten. Auch die Verwaltung sprach sich in diesem Sinne aus.

Nach einer exakten Kostenermittlung und Aufstellung von Pla­nungen durch die Bauverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Vereinsring Eschelbach wird der Stadtrat in einer seiner näch­sten Sitzungen über den Antrag des SV 1 Olympia Eschelbach entscheiden.

Hilfe für Rollstuhlfahrer

Das Postamt Montabaur bietet ab sofort Behinderten, die im Rollstuhl fahren müssen, einen besonderen Service. Sie können künftig beim Postamt ihre postalischen Geschäfte erledigen, ohne den Rollstuhl verlassen zu müssen. Dies soll wie folgt geschehen: Der Rollstuhlfahrer fährt von der Bahnhofstraße aus in den Posthof. Dort ist an gut sichtbarer Stelle eine Klingel angebracht, die durch ein Hinweisschild in blauer Farbe deut­lich sichtbar ist. Durch Betätigen der Klingel wird ein Bedienste­ter des Postamtes herbeigerufen, der alle Wünsche postalischer Art der Behinderten erfüllt.

Katholische Junge Gemeinde St. Peter in Ketten, Montabaur

Liebe Kinder !

Hört Ihr gerne Märchen und Geschichten?

Singt Ihr gerne Weihnachtslieder?

Habt Ihr Lust kleine Weihnachtsgeschenke zu basteln?

Das alles könnt Ihr am Sonntag, dem 4.12.1977 im Pfarrzen- trum.

Die KJG lädt Euch und Eure Eltern herzlich zum VORWEIHNACHTLICHEN TREIBEN

ein.

Wir beginnen am Vormittag um 10.30 Uhr mit einem gemüt­lichen Frühschoppen.

Das Nachmittagsprogramm beginnt um 14.30 Uhr.