Montabaur 2
Rückblick und Ausblick
Für das auslaufende Jahr 1976 heißt es kommunalpolitische Bilanz zu ziehen, denn das Neue Jahr 1977 steht bereits vor der Tür und erwartet von uns Entscheidungen.
Fest steht, daß in der Verbandsgemeinde im abgelaufenen Jahr näher zusammengerückt sind. Wenn auch die Konzeption der kommunalen Gebiets- und Funktionalreform auf mittel- und langfristige Änderungen und Verbesserungen angelegt ist und sich greifbare oder meßbare Erfolge für den Bürger nicht kurzfristig einstellen können, so zeigen sich doch für unseren unmittelbaren Lebensbereich schon Ansätze und auch sichtbare Ergebnisse aufgrund vernünftiger, weitsichtiger Entscheidungen des Verbandsgemeinderates.
Der Flächennutzungsplan ist als raumordnerischer Leitplan für die städtebauliche Entwicklung der Ortsgemeinden vom Rat beschlossen worden. Eine rechtzeitige und intensive Aufklärung und Beratung der Ortsgemeinderäte führte zu einer Übereinstimmung über den Planinhalt. Nach Abschluß des Anhör- und Genehmigungsverfahrens des Flächennutzungsplanes können alsdann die Ortsgemeinderäte im Rahmen ihrer Planungshoheit Entscheidungen zur Weiterentwicklung der Ortsgemeinden treffen.
Der vom Verbandsgemeinderat ebenfalls beschlossene Landschaftsplan zeigt landschaftliche Mißstände, aber auch positive Entwicklungstendenzen auf und gibt den Ortsgemeinden detaillierte Hinweise zur Verbesserung und Gestaltung der Umwelt in den einzelnen Ortsgemeinden.
Für den Bereich der Abwasserbeseitigung und auch der Wasserversorgung sind durch qualifizierte Gutachten wichtige Vorentscheidungen getroffen worden. Technische und wirtschaftliche Untersuchungen, Standortvorschläge, Kostenermittlungen und ein Prioritätenkatalog sind wichtige Entscheidungshilfen für die Ratsmitgliei Im Wasserversorgungsbereich sind Teillösungen dieser Zukunftsplanungen schon als Sofortentscheidungen durch den Bau von Verbundleitungen zwischen den Ortsgemeinden verwirklicht worden. Hierdurch wurde der einigen Ortsgemeinden aufgetretene nachhaltige Wassernotstand beseitigt.
Die in Grenzbereichen unseres Verbandsgemeindegebietes laufenden Planungen für die Abwasserbeseitigung
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mit den Verbandsgemeinden Wallmerod und Diez sowie der mit der Verbandsgemeinde Bad Ems bereits gebih ie Ben
Abwasserzweckverband zeigen, daß heute Verbandsgemeinde- und Ortsgemeindegrenzen kein Hindernis mehr
sind für eine sinnvolle und vor allem eine kostensparende Planung.
Im schulischen Bereich zeichnet sich heute bereits ab, daß im Jahr 1980 eine endgültige Lösung der Schulorgai sation getroffen werden kann. Die bis zu diesem Zeitpunkt von der Bezirksregierung Koblenz vorgesehene Übergangsregelung bringt manche Veränderungen und auch Umstellungen im Grund- und Hauptschulbereich sich. Diesen Entscheidungen sollte man mit Verständnis und nicht mit Widerstand gegenüber treten, da alle
schulorganisatorischen Maßnahmen auf einen differenzierten Unterricht und damit auf das Wohl der Kindern mndst
gerichtet sind.
Streift man nur mit einem Blick die Sozialstation und die Volkshochschule, so muß man auch hier feststellen, daß beide Einrichtungen im Interesse der Bürger unserer Verbandsgemeinde erfolgreich gearbeitet haben.
Das Jahr 1976 hat uns allerdings im finanziellen Bereich ernüchternd gelehrt, daß Erreichtes und auch die strebten Ziele nur durch solide und bedachte Finanzentscheidungen gesichert werden können. Eine Zurückk tung in der gemeindlichen Belastung durch die Verbandsgemeindeumlage und auch das Abstandnehmen von einer zu großen Fremdgeldfinanzierung waren kommunalpolitisch kluge Entscheidungen des Verbandsgemein rates. Gleiches Verhalten gegenüber den Bürgern kann man aber auch den Ortsgemeinderäten und den Ortsbin germ eis fern bestätigen.
Alles in allem zeichnet das Jahr 19 76 somit ein Bild großer Aktivitäten und solider Kommunalpolitik. Alle l stungen, auch die der Verwaltung, waren nur möglich als Ergebnis verständnisvoller und vertrauensvoller Zusi menarbeit mit den Bürgern, dem Verbandsgemeinderat, den Ortsgemeinderäten und den für diese handelnden Ortsbürgerm eis fern.
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