[Amtsblatt
der Verbandsgemeinde Montabaur
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ihrgang'
Freitag, den 27. August 1976
Nummer: 35
I. Vorstellung in der neuen Theater - und Konzertsaison in Montabaur 1976 / 77
»Jahrmarktsfest zu Plundersweilern «
von Peter Hacks nach J. W. v. Goethe
Pfalztheater Kaiserslautern Freitag, 3.9.1976, 20.00 Uhr Joseph-Kehrein-Schule, Gelbachstraße
Als das Stück erschien, dachten die Beckmesser an einen Faschingsscherz. Philologische Gründlichkeit zeigte dann erste Ergebnisse: Das aus dem Goethe Lehrplan bekannte ..Jahrmarktsfest zu Plundersweilern" ist tatsächlich einer Bühnenexistenz fähig und gibt mit seinen tausend Anzüglichkeiten, politischen und literarischen Frotzeleien einen wunderbaren Theaterspaß ab!
Allerdings hat der Jungklassiker Hacks auch einiges dazu getan,das Werkchen über ein rein historisches Interesse herauszuheben !
Hacks hat die von Goethe zwar aufgeführte aber dennoch unvollendete „Esther"-Geschichte um einen dritten Akt ergänzt, er hat die eigentlichen Jahrmarktsszenen gestrafft und ausgeführt, so daß unterderhand ein eigenes Stück aus dem alten Fragment wurde. Dabei schüttelt Hacks, der sprachmächtigste zeitgenössische Komödiendichter, die Alexandriner und Jamben nur so aus dem Ärmel und steht Goethe in nichts nach.
Ort der Handlung ist die Provinz.
Peter Hacks: Der Ur-Jahrmarkt zeigt den lächerlichen Kampf der veramteten Aufklärung mit der vergammelten Empfindsamkeit. Meiner handelt eigentlich von nichts anderem.
Er zeigt die lächerlichen Mißverständnisse zwischen den groben Plattköpfen und den feinen. Das betrifft gleichermaßen den Hader Hamans mit Mardochai wie den des Magisters mit dem Prinzipal.
Es betrifft die Rüpelszenen des Amtsdieners mit dem Schattenreißer , des Gendarmen mit dem Bänkelsänger und der Bürgersfrauen mit dem Landstreicherchen. Es betrifft besonders - und deckt sich daher auf's glücklichste mit dem dramaturgischen Grundeinfall des Stücks - das Verhältnis zwischen dem Volk und dem Theater.
„Herr Peter Hacks, der schon früher das Glück hatte, mit seinen berühmten Werken den Beifall der höchsten Monarchen Europas zu erzielen, hat es verfertigt nach dem Schönbarthspiel des Herrn Johann Wolfgang Goethe und nichts versäumt, damit ihm hier das nämliche Schicksal zuteil werde".
■ss: Bild zeigt:
ÜRGEN ALBERT MEIER ALS MARDOCHAI
! GULS MICHEL als ahasveros YDREA Henau ALS ESTHER.
Kartenvorverkauf:
Eintrittspreise:
Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Rathaus, Zimmer 17,
Tel. 02602/2041.
Erwachsene
Jugendliche
5,00 bis 7,00 DM 3,00 bis 5,00 DM
r VERBANDSGEME/MDEVERWAL JUNG Rathaus, Großer Merkt und Wasserwerk fhieubau en der Eichwiesel Montag; Mittwoch bis Freitag 8.00 - 12.00, Dienstag 8.00 - 12.0Ö
L ’ürOUhr, Bauamt (Geibachstraße) Dienstag 8.00- l2.00Uhr, 16.00 18.30Uhr, Mittwoch 14.00- IS.OOUhr, Donnerstag 8.00- l2.00Uhr.
twvdnii!/ ^SCHLÜSSE: Verbandsgemeindeverwaltung 02602/2041, (nach Dienstschluß über Anrufbeantworter unter Nr. 02602/20411, Bürgermeister Mangels 026 02 / 20 44, Verbands \o/vt&j ^ “ 9USC ^ 02602/2045, Wasserwerk Montabaur nach Dianstschluß • siehe Bereitschaftsdienst.
fam iV: ^fiyf^OANDSGSME/NDEKASSE Kreissparkasse Montabaur Nr. 5000 17, Nassauische Sparkasse Montabaur Nr. 9030002*2, Vo/ksbank Montabaur Nr. 108, Postscheckamt Frankfurt/

