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Montabaur -4-

2. Für die Arbeiter einschl. selbständigen Handwerker in Montabaur

am Dienstag, dem 23. März 1976, von 8.30 - 12.00 Uhr im Kreishaus, großer Sitzungssaal.

Die Auskunftsuchenden werden gebeten, ihre Versicherungs­unterlagen mitzubringen.

FORTSETZUNG DES INFORMATIONSBERICHTS: Fernmeldeamt 1 Koblenz informiert zum Thema:

Telefon-Nahdienst

Warum ist beim Nahdienst die Zeitzählung notwendig?

Erster Grund:

Vermeidung häufiger Besetztfälle im Nahbereich Die Gespräche von den Ortsnetzen in den Nahbereich werden über die technischen Einrichtungen des Selbstwählferndienstes abgewickelt. Es ist damit zu rechnen, daß dieser Gesprächsver­kehr wegen der wesentlichen Verbilligung zunehmen wird. Würde keine Zeitzählung eingeführt, käme es in diesen Rela­tionen zu einer Blockierung des Selbstwählferndienstes.

Wollte man den dauernden Besetztfällen anders als durch Zeit­zählung begegnen, so wären sehr kostenaufwendige Erweite­rungsinvestitionen für die fernmeldetechnischen Einrichtungen des Selbstwählfemdienstes erforderlich, die über den Preis die Teilnehmer empfindlich belasten würden.

Zweiter Grund:

Gleichbehandlung aller Einwohner eines Tarifgebietes

Wenn für diese Verkehrsbeziehungen des Nahbereichs eine Zeitzählung erforderlich ist, so folgt aus der Logik des einheit­lichen und gerechten Tarifsystems die Notwendigkeit der Zeitzählung auch im Ortsnetz. Andernfalls würde ja wiederum eine Tarifgrenze an der Ortsnetzgrenze mit all ihren Problemen bestehen.

Dritter Grund :

Vermeidung blockierender Dauerverbindungen

Ein Fehlen der Zeitzählung im Nahbereich würde den Anreiz bieten, Dauerverbindungen über Stunden, ja Tage aufzubauen und zu halten. Schon heute gibt es Fernsprechteilnehmer, die zum Zwecke der Daten- oder Faksimileübertragung geschäfts­mäßig nahezumißbrauchsähnliche Dauerverbindungen her- stellen. Aber auch private Kunden bedienen sich dieser Mög­lichkeit, um Babysitting oder Schulaufgabenbetreuung zu be­treiben oder um auch ganz schlicht Gebühren für wiederholte Gespräche im Laufe eines Tages mit einem Teilnehmer zu vermeiden. Schon eine geringe Anzahl solcher Teilnehmer kann im Nahbereich die technischen Einrichtungen für viele andere Teilnehmer blockieren, weil die Zahl der Schaltglieder in den Wählvermittlungsstellen auf eine Durchschnittsgesprächsdauer ausgelegt ist. Diese Blockade muß durch die Zeitzählung verhindert werden.

Vierter Grund:

Zeit ist heute schon das wichtigste Tarifkriterium

Das Ausrichten des Tarifsystems auf die Gesprächsdauer ist außerdem ein zukunftsweisender Weg. Der technologische Fortschritt stellt in Aussicht, daß künftig die Entfernung der Nachrichtenübermittlung als Tarifkriterium immer mehr zurücktritt.

Es ist wegen der Belegung einer Vielzahl technischer Einrichtun­gen und Leitungen vielmehr die Zeit, von der die Kosten für Gespräche in zunehmendem Umfang abhängen. Die Zeit­dauer muß dann auch das Tarifkriterium sein. Aus diesem Grunde haben bereits andere Länder wie England, Japan, Dänemark, Spanien, Österreich die Zeitzählung für Ortsgesprä­che eingeführt.

In der Schweiz und in Frankreich ist ihre Einführung geplant.

Fünfter Grund:

Zeitzählung führt zu einem einheitlichen Tarifgebiet für die Bundesrepublik

Nach Umgestaltung des Tarifsystems auf dieses Zeitkriterium wird es auf lange Sicht möglich sein, im Zuge der technischen Entwicklung die sogenannten Nahbereiche immer weiter aus­zudehnen, um langfristig schließlich das ganze Bundesgebiet in ein einheitliches Tarifsystem einschließen zu können.

Wie lang soll der Zeittakt im Nahdienst sein -?

Die Deutsche Bundespost hat durch Messungen festgestellt, daß rd. 82 % der Ortsgespräche kürzer als 4 Minuten sind und mit 8 Minuten schon 97 % der Gespräche erledigt werden, Durch Vergleiche mit dem benachbarten Ausland und bei einer heute vorliegenden mittleren Gesprächsdauer von 2,5 Minuten konnten die technischen und finanziellen Auswir­kungen eines 4-Minuten-Taktes hinreichend genau berechnet werden. Bei einem 8-Minuten-Takt sind solche Rechnungen nicht mehr mit der notwendigen Genauigkeit aufzustellen, so daß das sich ändernde Teilnehmerverhalten erst durch Versuche ermittelt werden muß, um zuverlässige Entschei­dungsunterlagen zu erhalten.

Das Bundeskabinett hat daher dem Bundespostminister emp­fohlen, in den bereits vorgesehenen Versuchsbereichen (Fulda, Hilders, Regensburg, Moosburg, Aichach und Überlingen) die Auswirkungen des 8-Minuten-Taktes durchgehend über den ganzen Tag auszutesten.

Wirtschaftliche Konsequenzen

Welche wirtschaftlichen Konsequenzen des neuen Tarif­systems ergeben sich für den Kunden?

Künftig wesentlich billigeres Telefonieren in den Nahbereich:

Die Gespräche in den künftigen Nahbereich wurden bisher in bis zu 3 verschiedenen Tarifzonen des Selbstwählferndien­stes geführt, und zwar mit einem Zeittakt von 30 bis 90 sec. Künftig wird dieser Verkehr zu einem wesentlich längeren Zeittakt abgewickelt. Die Gesprächsdauer pro Gebührenein­heit kann also um das Mehrfache ausgedehnt werden.

HÖHERE TARIFGERECHTIGKEIT:

Eine gewisse Verschlechterung ergibt sich zugegebenermaßen jedoch für die Teilnehmer, die bisher überdurchschnittlich lange und nur im eigenen Ortsnetz telefoniert haben.

Diese Nachteile für einzelne muß man allerdings mit den Vor­teilen einer höheren Tarifgerechtigkeit für die Allgemeinheit abwägen.

Es trifft nicht zu, daß besonders wirtschaftlich Schwache, Alte und Kranke benachteiligt werden. Auch dieser Perso­nenkreis kann die Vorteile des Nahbereichs nutzen.

ZUSAMMENFASSUNG DER VORTEILE DES NAH­DIENSTES

- Größere Tarifgerechtigkeit für alle Bundesbürger -

- durch Überbrückung größerer Entfernungen zu günstige­ren Tarifen mehr Kommunikationsmöglichkeiten und deshalb mehr Lebensqualität

- geringere Gebühren für Gespräche im Nahbereich

- mehr Teilnehmer zur Ortsgesprächsgebühr erreichbar, aller­dings im eigenen Ortsnetz nun ebenfalls mit einem Zeit­takt.

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WEITERE VORBEREITUNG UND EINFÜHRUNG DES NAH DIENSTES

Es ist vorgesehen, den Nahdienst und die Zeitzählung im Ortsnetz in den dafür geeigneten Netzbereichen vor der allgemeinen Einführung zunächst versuchsweise einzurichten. Ende 1977 werden die Versuchsergebnisse vorliegen, aus denen dann die Planungsdaten für das gesamte Fernsprech­netz der Deutschen Bundespost mit der notwendigen Sicher­heit abgeleitet werden können. Die generelle Einführung wird sich mindestens bis in das Jahr 1985 erstrecken.

Diese langfristige Durchführung ist notwendig, um die Investi­tionskosten für den Haushat der Deutschen Bundespost erträglich zu gestalten und die Fertigungskapazitäten der Femmeldeindustrie kontinuierlich auszulasten. Die Einfüh­rung richtet sich nach verschiedenen technischen, wirtschaft­lichen und raumordnerischen Kriterien, die eine sorgfältige Koordinierung in einem komplexen Planungssystem erfor­dern. Die Deutsche Bundespost ist .z.Zt. dabei, diese Kriteriei zu entwickeln. Da sie nicht allein innerpostalische Bedeutung haben, sondern auch erhebliche Außenwirkungen zeigen, ist vorgesehen, den Kriterienplan und die Bewertungsmaßstäbe mit den Bundestagsausschüssen für Post- und Femmeldewe- sen, für Forschung und Technologie sowie mit dem Bundes­ratsausschuß für das Post- und Fernmeldewesen abzustimmen.

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