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L r Verbandsgemeinde Montabaur

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khrgang 2

Freitag, den 9. August 1974

Nummer : 32

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1 Bildches Eich

(Jahre 1830 wurde auf dem Boden der Ortsgemeinde Groß- 'lbach die Stätte der Verehrung MariensBildches Eich ge­raffen. Andreas Herborn aus Großholbach (1796 - 1839) war °n der Initiator. Josef Hehl aus Heiligenroth hat sich dabei

um die Aufstellung und Besorgung der Holznische und der

Statue verdient gemacht. Die Anlage wurde unter den Schutz der Kirchengemeinde, Zivilgemeinde und des Forstamtes ge­stellt. So berichtet kurz die Chronik der Pfarrei Großholbach. DieBildches Eich liegt am alten Pilgerweg zwischen Groß­holbach und Wirzenborn. Die Wallfahrer aus dem südöstlichen Unterwesterwaldkreis benutzen ihn zu ihrer Fußwallfahrt zur KapelleUnserer lieben Frau in Wirzenborn. Die Pfarrgemein- de Großholbach macht alljährlich auf Christi Himmelfahrt nach dem Hochamt ihre Gelöbniswallfahrt zurBildches Eich. An diesem sagenumwobenen Platz stand eine 500 Jahre alte, von Stürmen und Blitzen gezeichnete Eiche. Früher schmückte den Stamm dieser Fiche ein Marienbild: das Bild an der Eiche oder im VolksmundBildches Eich genannt. Später wurde daraus ein überdachter Bildstock, ein Holzhäuschen, das mit der AufschriftAve Maria geziert war. In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg haben Gläubige aus dem unteren We­sterwald dieBildches Eich um zwei Holzanbauten mit den Heiligen Judas Thaddäus und Antonius erweitert.

Im Laufe der Jahre waren die hölzernen Kapellchen morsch und baufällig geworden, so daß sie einer Renovierung bedurf­ten. Die Gemeinde faßte den Entschluß, aus Liebe zurBild­ches Eich, an dieser Stelle eine massive Kapelle zu bauen. Am Samstag, dem 24. August 1963, konnte der Grundstein zur neu­enBildches Eich-Kapelle gelegt werden.

DieBildches Eich ist ein Fleckchen Erde, wo die Menschen schon vor mehr als hundert Jahren Trost und Hilfe suchten, wo Wanderer und Spaziergänger für eine Weile bleiben und wo die Prozessionen anhalten, wenn sie nach Wirzenborn pilgern.

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