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Amtsblatt

der Verbandsgemeinde Montabaur

und der verbandsangehörigen Gemeinden I r 1 ' ^ r /

Boden, Daubach, Eitelborn, Gackenbach, Girod, Görgeshausen, Großholbach, Heilberscheid, Heiligenroth, Holler, Horbach, Hübingen, Kadenbach, Montabaur, Nentershausen, Neuhäusel, Niederelbert, Niedererbach, Nomborn, Oberelbert, Ruppach-Goldhausen, Simmern, Stahlhofen, Untershausen, Welschneudorf

Jahrgang 2

Freitag, den 11. Januar 1974

Nummer 1/2

i

Amtl. Bekanntmachungen

Einladung

Am Donnerstag, dem 17. Januar 1974 findet um 17 Uhr in der Gastwirtschaft Meurer in Girod eine gemeinsame Sitzung der Gemeindevertretungen von Boden, Girod, Niedererbach und Ruppach-Goldhausen statt.

Einzigster Tagesordnungspunkt: Bundesbahnergänzungsstrecke Köln-Gerau Einleitung des raumplanerischen Verfahrens Die Bevölkerung ist zu dieser Sitzung herzlich eingeladen, gez. Reusch, I. Verbandsbeigeordneter

Die Verwaltung informiert

Nassauische Brandversicherungsanstalt

Festsetzung der Jahresbeiträge für das Geschäftsjahr 1974

in der Gebäudefeuerversicherung

Sehr geehrte Versicherungsnehmer!

Der Verwaltungsrat der Nassauischen Brandversicherungsan­stalt hat die Jahresbeiträge in der Gebäudefeuerversicherung für das Geschäftsjahr 1974 für je l.ooo,oo Mark Beitragskapi­tal wie folgt festgesetzt:

Risikogruppe E (Wohnhausgefahr)

L (Landwirtschaft)

I (Gewerbe und Industrie)

1974 1973

1. 6 0 DM 1,4o DM 3,oo DM 2,3o DM

2.60 DM 2,3o DM

zuzüglich 5% Versicherungssteuer.

Das Mindestbeitragskapital beträgt unverändert 5.ooo,oo Mark. Die Anhebung der Beitragssätze wurde erforderlich, da der Schadenverlauf d.J. eine nicht voraussehbare Verschlechterung aufweist; bis zum 26.11. sind Schäden in Höhe von rd. 18 Mio DM zu verzeichnen gegen lo,l Mio DM Ende November 1972. Diese Entwicklung ist in allen drei Risikogruppen eingetreten. So betrugen die bis zum 27.11. bekanntgewordenen Schaden­leistungen in der

Risikogruppe 3o. 11.1972

E 8 . 080 . 000,00 DM 3.85o.ooo,oo DM

L 2.88o.ooo,oo DM 2.34o.ooo,oo DM

I 7.o3o.ooo,oo DM 5.2oo.ooo,oo DM

Bei dieser Entwicklung des Schadenverlaufs ist zu berücksich­tigen, daß im Bereich der Landwirtschaft bereits das Ergebnis des Jahres 1972 sehr schlecht war, so daß die weitere Zunahme

der Schäden hier dazu geführt hat, daß die Schadenleistungen bis Ende November um mehr als 3oo.ooo,oo DM über den Bei­tragseinnahmen des gesamten Jahres 1973 aus dem Bereich der Landwirtschaft liegen. Dies ist auch der Grund dafür, daß die Beitragssätze in der Landwirtschaft am stärksten angehoben wurden.

Im Bereich der Wohnhausgefahr wurde der Beitrag nur um rd. 14,3% angehoben, obwohl die Schäden sich mehr als verdoppelt haben. Es ist aber zu erwarten, daß dieser starke Anstieg der Schäden sich nicht wiederholen wird. Darüber hinaus war auch der Verlauf im Jahre 1972 zufriedenstellend.

Bei der Anhebung der Beitragssätze in den Risikogruppen E und L ist zu berücksichtigen, daß seit der letzten Anhebung der Bei­tragssätze (im Jahre 1972) der Bauindex und damit die Haft­summe je Vertrag um 12,2 % gestiegen sind und insoweit die Anhebung des Beitragssatzes praktisch ein Ausgleich für die ge­stiegenen Haftsummen bedeutet.

Im Bereich des Gewerbes und der Industrie führt die Neufest­setzung des Beitrages zu einer Mehrbelastung von rd. 13%.

Unter Berücksichtigung der Steigerung des Bauindexes seit der letzten Beitragsanhebung (1973) um 3,6% und der Einführung der Investitionssteuer von 11%, die hier fast in vollem Umfange auf die Schadenleistungen durchschlägt, beinhaltet die Anhe­bung des Beitragssatzes um 13% keine Beitragserhöhung im Verhältnis zur Haftsumme.

Die Nassauische Brandversicherungsanstalt bemüht sich, so wirt­schaftlich wie möglich zu arbeiten und alle möglichen Rationa­lisierungen im eigenen Haus durchzuführen, um insoweit den Kostensteigerungen Herr zu werden. Gegen die Zunahme der Schäden ist sie allerdings weitgehend machtlos. Leider ist immer wieder festzustellen, daß sehr viele Schäden durch Unachtsam­keit entstehen. Hier könnte jeder Versicherungsnehmer durch gesteigerte Sorgfalt seinen Teil dazu beitragen, die Schäden zu vermindern.

Bitte, haben Sie Verständnis für die Festsetzung der Jahresbei­träge für 1974, auch wenn dies zu einer Mehrbelastung für Sie führt.

Hochachtungsvoll gez. Venohr

Die Kreisvolkshochschule berichtet:

"Immer mehr Weinfreunde wollen immer mehr vom Wein wissen"

Mit der Verabschiedung des neuen Weinrechts und der Einfüh­rung der Güteklassen und der Qualitätsprüfung ist das Interesse

DIENSTSTUNDEN DER VERBANDSGEMEINDEVERWALTUNG: Rathaus, Großer Markt, Montag, Mittwoch bis Freitag 8.00 - 12.00 Uhr, Dienstag 8.00 - 12.00 Uhr, 16.00-19.00 Uhr, Bauamt und Wasserwerk Gebäude Gelbachstr. 9, Dienstag 8.00- 12.00 Uhr, 16.00 -19.00 Uhr, Mittwoch 14.00-16.00 Uhr, Donnerstag 8.00-12.00 Uhr. FERNSPRECHANSCHLOSSEi Verbandsgemeindeverwaltung 02602/3078 und 2041, (nach Dienstschluß über Anrufbeantworter unter Nr. 02602/2041), Verbandsbürger­meister Mangels 02602/3070, Verbandsbeigeordneter Reusch, nach Dienstschluß 02620/8446, Wasserwerk Montabaur nach Dienstschluß 02602/3079.

KONTEN DER VERBANDSGEMEINDEKASSE: Kreissparkasse Montabaur Nr. 500017, Nassauische Sparkasse Montabaur Nr. 803000212, Volksbank Montabaur Nr. 108, Postscheckamt Frankfurt/Main Nr. 10800-603.