Ausgabe 
26.10.1973
Seite
2677
 
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Montabaur - 7

nach den Bestimmungen der vorgenannten Satzung zu erhe­ben.

GROSSHOLBACH /GIROD Kleinkinderuntersuchungen

für Kinder, die im Zeitraum vom 1.7.68 bis 3o.6.69 geboren wur­den:

Dienstag, den 13.11.1973

14.30 Uhr Großholbach - Schule

15.30 Uhr Girod - Schule

Mit dieser Untersuchung ist ein wichtiger Hör- und Sehtest verbunden, der jeweils beim Termin angesetzt wird.

NENTERSHAUSEN Amtl. Bekanntmachung

VEREINFACHTE ÄNDERUNG DES BEBAUUNGSPLANES IM SCHLAG DER GEMEINDE NENTERSHAUSEN Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 18.5.1973 die Änderung des BebauungsplanesIm Schlag gern. § 13 BBauG beschlossen.

Die Änderung sieht vor, daß entgegen den Festsetzungen des o.a. Bebauungsplanes eine zweigeschossige Bauweise auf dem Grundstück Flur 13, Flurstück 1421/1 möglich ist.

Nentershausen, den 22.ld.1973

Gemeinde Nentershausen gez. Perne, Bürgermeister

Bericht

aus der Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Nentershausen am 18. lo.l973

Der Gemeinderat beschließt die Mitgliedschaft im Kreisverkehrs­verein.

Der Gemeinderat beschließt die Höhe des Flächenbeitrags für das BaulandumlegungsverfahrenIm Strichen auf max. 3o %.

Der Gemeinderat erhebt gegen den Entwurf der Landesverord­nung über die Bereinigung von Gemeindegrenzen keine Einwen­dungen. Der Entwurf der LVO sieht vor, daß aus der Flur 29 die Flurstücke 3542/23, 3542/27 und 3542/29 aus der Gemein­de Eppenrod in das Gebiet der Gemeinde Nentershausen einge­gliedert werden.

Der Gemeinderat genehmigt den Hauungs- und Kulturplan 1974. Die außerplanmäßigen Ausgaben für die Planung der Kläranlage wurden einstimmig beschlossen.

Der Gemeinderat beschließt die Verlegung eines Wassertanks am neuen Sportplatz durch die Firma Steinebach, Nentershausen, zum Angebotspreis von 24.658,oo DM.

Erklärung des Bürgermeisters zum Stadionbau

Mein bisheriges Schweigen in dieser Angelegenheit war nur davon bestimmt, die Gemeinde sowie den Verein derEisbach­taler Sportfreunde vor Schaden zu bewahren. Nun betrachte ich es aber als Bürgermeister für meine Pflicht, zu Gerüchten und Behauptungen die mit dem Stadionbau in Verbindung gebracht werden, die folgende Erklärung abzugeben.

Die Gemeinde ist Eigentümer, Bauherr und Baulastträger des neuen Fußballstadions. Das Land Rheinland-Pfalz und der Unter­westerwaldkreis sind an den Baukosten gern, denAllgemeinen Landesrichtlinien zum Goldenen Plan vom 8. Mai 1969 (Min.

Bl. Sp. 417) mit Zuschüssen beteiligt. Weder der VereinEis­bachtaler Sportfreunde noch sonstige Stellen oder Personen haben sich bis zur Stunde finanziell an den Baukosten beteiligt. Die Gemeinde ist verpflichtet, die Ausführung der Baumaßnah- me nach den anerkannten Bauunterlagen auszuführen. Bei einem Verstoß gegen die Bewilligungsbedingungen ist die Landeszuwen­dung unter Berücksichtigung einer Abschreibung von 4% pro Jahr zurückzuzahlen. So wurden u.a. bereits eingeplante Leichtathle­tikanlagen und ein zu aufwendiger Stadionausbau nicht geneh- roigt. Die Gemeinde ist stolz auf das gelungene Werk und steht

nach wie vor zu ihrer Entscheidung das Stadion in Nentershau­sen zu erstellen. Die noch ausstehenden restlichen Arbeiten, welche noch Bestandteil der Bewilligungsbedingungen sind, wie z.B. Umzäunung, Fanggitter, Barriere, Bepflanzungen usw. werden zu gegebener Zeit noch ausgeführt. Nim muß versucht werden, die noch dringend erforderlichen Anlagen, wie z.B. Kassenhaus, Toilettenanlagen, Parkplatz für Spieler und Gäste am vorhandenen Sportlerheim und den Ausbau der Zufahrts­straße zum Stadion mit Unterstützung des Landes und des Kreises durch entsprechende Zuschüsse zu verwirklichen. Diese Maßnahmen sind zur Sicherstellung eines reibungslosen Spiel­betriebes unumgänglich notwendig. Die Gemeinde ist jedoch nicht bereit, sich vonScharfmachern, ob innerhalb oder außerhalb der Gemeinde, zusätzliche finanzielle Belastungen aufzwingen zu lassen.

An dieser Stelle pflichte ich unserem Landrat, Herrn Dr. Heinen, anläßlich der am 6.16.1973 stattgefundenen Besichtigung des Stadions voll und ganz bei, als er sagte:... daß er sich die von einzelnen angewandte Salamitaktik verbitte.

Die von unserem Gemeinderatsmitglied Herrn Alois Beck in der Öffentlichkeit propagandierte weitere Anbringung von Steh­stufen an der Westseite des Stadions, die nach seiner Auffassung vordringlichste Maßnahme sein müsse, wird bei einer prozentua­len Kostenbeteiligung der Gemeinde von mir und der Mehrheit der Vertretung entschieden abgelehnt. Nach den neuesten Ko­stenermittlungen würden sich diese Kosten auf über 1 00 . 000,00 DM belaufen und nicht wie von Herrn Beck anläßlich der Be­sichtigung am 6.1o.l973 angegeben, 25.ooo,- bis 27.ooo,- DM betragen. Ganz entschieden verwahre ich mich gegen das Gerücht, daß der Bürgermeister und seine Vertretung zu dumm und zu blöde wären, bereits verbindlich zugesagte Zuschüsse in einer Größenordnung von ca. 2oo.ooo,oo DM praktisch als Geschenk anzunehmen. Weiterhin verwahren wir uns als Gemeinde strikte (dagegen, aus dem Stadionbau ein Politikum werden zu lassen.

Wir sind für jede ehrlich gemeinte Unterstützung dankbar, wenn die Gemeinde nicht für Sonderwünsche prozentual an den Kosten beteiligt wird.

Die Gemeinde wird sich von ihrer durch Verantwortung getra­genen, soliden Finanzpolitik nicht abbringen lassen, zumal außer dem Sportstadion noch viel wichtigere Projekte anstehen, die in Angriff genommen werden müssen.

Der von Herrn Beck eingeschlagene Weg birgt die Gefahr in sich, daß die Gemeinde und der VereinDie Eisbachtaler Sport­freunde Schaden erleiden. Zu gegebener Zeit werde ich auf diesen Punkt zurückkommen. Herr Beck, Sie haben schon ein­mal versucht, die Mehrheit der Vertretung gegen mich zu be­einflussen, mit dem Stadionbau ohne vorherige Genehmigung durch die Bewilligungsbehörden zu beginnen. Dies hätte bedeu­tet, daß die der Gemeinde in Aussicht gestellten Zuschüsse so­fort zurückgezogen worden wären.

Abschließend möchte ich Sie noch höflich darauf hinweisen, daß Sie hier in dieser Vertretung weder ein einflußreiches, noch besonders wichtiges Gemeinderatsmtiglied sind, wie ich mir dies wiederholt anhören mußte. Sie sind hier Gleicher und Gleichen.

gez. Perne, Bürgermeister

Die CDU lädt ein

Am Sonntag, dem 28.16.1973, führen wir um 11 Uhr in der neuen Gaststätte Ewald Arnold, Nentershausen (Kirchstr. 12) ein Frühschoppengespräch mit dem I. Vorsitzenden der CDU des neuen Großkreises Westerwald,

Herrn Landtagsabgeordneten Gerhard Krempel, Westerburg durch.

Unser Landtagsabgeordneter Krempel, der mit seinem Kolle­gen Ludwig Pfeil die Interessen des Westerwaldes aus der Sicht der CDU in Mainz zu vertreten hat, stellt sich mit diesem Be­such erstmals den Einwohnern von Nentershausen und den