Montabaur - 7 -
Frau Gertrud Schäfer, Ransbach-Baumbach I
pj e 15 Mitglieder des Schulelternbeirates werden am 1. Io.
1973 in einer konstituierenden Sitzung den Vorsitzenden sowie dessen Stellvertreter wählen.
Blutspendetermin in Montabaur
Donnerstag, dem 27.9.1973 findet in der Zeit von 15.3o j,j s 2o.oo Uhr ein Blutspendetermin in den Räumen der Josef- Kehrein-Schule (Volksschule) statt.
Etwasaus der Geschichte des Montabaurer Sauerbrunnens
Montabaur besaß bis in den Zweiten Weltkrieg einen kohlen- säurehaltigen Sauerbrunnen, dessen Wasser von den Einwohnern der Stadt hoch geschätzt wurde. Sicherlich war schon den ersten Siedlern um 93o dieses etwas saure aber wohlschmeckende Wasser bekannt., das sich seit Jahrtausenden auf einem weiten Weg durch die Felsspalten am Fuße eines Steilhanges aus den dunklen Kammern der Erde nach dem Lichte drängte, denn sie nannten dieses Tal Sauerthal. Zwar ist die Talbezeichnung und noch etwas später erst der Burn oder Born uns namentlich überliefertworden. Das mag wohl daher kommen, daß sich erst mit dem Bau einer Stadtmauer und dem Wachsen der Siedlung die Notwendigkeit einer schriftlichen Überlieferung ergab. 1342 und 135o wird unter den Schöffen und Siedlern der Stadt ein “Hentzin uff der suren Portzin (Pforte)” urkundlich erwähnt (St. A. Wiesbaden, Abt. 116, Urkunde Nr. 12 u. St. A. Koblenz, Abt. lo9, Nr. 263). Damals stand bereits der gesamte Mauerring um die Stadt fertig da, der in späterer Zeit noch von Weihern, Gräben und Verhauen auf der Südseite der Stadt weiter abgesichert wurde.
Mit dem Blühen eines kirchlichen Lebens und infolge der vielen Altarstiftungen von St. Peter in Ketten wird zum erstenmal 1387 neben anderen Bezeichnungen auch der “Surenburn” urkundlich erwähnt (St. A. Koblenz 1 C 5, Nr. 6o8). Danach, am
17. Februar 1478, wird “eine Wiese unter dem Surenborn” und erst um 15oo in einem alten Stadtbuch die “schüren (Scheune) bei dem Surenboern” genannt. Wir sehen, die städtische Überlieferung setzt erst sehr spät ein.
Durch Verwerfungen im Gestein sind diese Sauerwasseraustritte im Gebück wiederholt verschüttet worden und an anderen Stellen wieder ausgetreten. In den Ratsprotokollen und Akten des
18. Jahrhunderts werden nur noch der kleine und der große Sauerbrunnen erwähnt. Diese Brunnen gaben nur noch wenig Wasser her, weshalb der Stadtrat sich 175o entschloß, den kleinen Sauerbrunnen neu zu fassen. Erhebliche Darlehen nahm damals die Stadt auf, die von den Bürgern erst nach vielen Jahren abgetragen wurden. Die einzelnen Nachbarschaften (die Stadt war am 7. Mai 1537 auf Anordnung des Erzbischofs in 4 Nachbarschaften aufgeteilt worden, an deren Spitze je ein Gemeinderstand, der bei der Umlage der Steuer ein Kontrollrecht hatte) erhoben Beschwerden gegen den Magistrat bei der kurfürstlichen Hofkammer “über die abgeforderten Kosten des Sauerbrunnens wie dann auch das Holz und Licht auf den Pfortenwachten, so der Magistrat ihnen hat entzogen”. Man bemühte in dieser Sache sogar das Hofgericht und die Anwälte. Am 3. September 176o erkannte das Hofgericht zu Recht, daß die Kosten für die Fassung des kleinen Brunnens nach Maßgabe des a m 14. Oktober 1751 erlassenen Regierungsdekrets durch eine Kollekte bei der gesamten Bürgerschaft zu erheben sei.
Damit waren alle Bemühungen der Bürgerschaft gescheitert, und sie wurde nunmehr aufgefordert, die dem Magistrat entstandenen Prozeßunkosten von lo8 Reichstaler 33 Albus 4 Pfg. hinnen 6 Wochen an den Magistrat zurückzuzahlen.
Fortsetzung in der Ausgabe Nr. 14/4o
Zwei neue Bildbände von Walter Kalb
Der in Montabaur geborene, in Koblenz-Karthause tätige Walter Kalb bringt in diesem Herbst zwei neue Bildbände heraus. Der
erste davon, “Alt-Koblenz” ist vor kurzem erschienen. Die Koblenzer Presse hat ihn so aufgenommen:
Rheinzeitung Nr. 216/18.9.1973:
“Alt-Koblenz” - ein neuer Bildband -
Alt-Koblenz ist der Titel eines Bildbandes, der jetzt herausgekommen ist. Walter Kalb, Zeichner, Historiker und Autor einer Reihe von Büchern und Bildbänden, hat diesmal in 4o Federzeichnungen die Schönheit des alten Koblenz festgehalten. Dabei zeigt er auch Motive, die es heute in dieser Form nicht mehr gibt; meist hat die Kriegszerstörung dabei mitgeholfen. Manchen trauten Winkel hat der Künstler festgehalten, und manches zeigt er aus ungewohnter, aber reizvoller Perspektive. -Koblenzer Schängel Nr. 38/2o. September 1973:
Ein Bildband “Alt-Koblenz”
Der Koblenzer Historiker und Zeichner Walter Kalb, als Autor zahlreicher Bücher, Bildbände u.ä. bekannt, hat soeben unsere Stadt mit seinem Bildband “Alt-Koblenz” beschenkt, ln 4o Federzeichnungen hat Walter Kalb die Schönheit des alten Koblenz, darunter auch untergegangener Motive, in starker Eindringlichkeit, vollendeter Technik und Aussagekraft aufgefangen. Auch als Wandschmuck dienen die einzelnen Zeichnungen jedem Freund des alten Koblenz. Der volkstümliche Preis des Bildbands von 12,8o DM spricht jeden an. - Der bereits vorangezeigte Bildband von Walter Kalb: “Rund um den Mons Tabor” mit 3o Federzeichnungen, davon 25 neugestalteten, wird in den ersten Tagen des kommenden Oktober erscheinen.
Komm und sprich Dich pus!
Unter diesem Motto bietet die CDU allen Bürgerinnen und Bürgern in und um Montabaur Rat und Aussprache in zwangloser Form zu Fragen und Problemen des täglichen Lebens im örtlichen Bereich.
Diese, auch “kommunaler Stammtisch” genannte Einrichtung
des Gesprächs mit dem Fachmann und Ratgeber, findet
jeden ersten Donnerstag im Monat
- erstmals Donnerstag, den 4.1o.l 973, 2o.l 5 Uhr
im Kolpinghaus in Montabaur
statt.
Fs stehen als Gesprächspartner zur Verfügung:
Josef Straub, Mitglied des Stadtrates und der Verbandsgemeindevertretung,
Julius Decker, Amtsrat, Dipl.-Komm.
die aus der Fülle ihrer Erfahrung sicher raten und weiterhelfen können.
Viele Dinge der Umweltgestaltung lassen sich oft lösen, wenn auch der Bürger einmal den richtigen Tip gibt. Daher sollte reger Gebrauch von dieser Aussprache am “kommunalen Stammtisch” gemacht werden.
Mütterberatung
Am Dienstag, dem 2.1o.l973 um 14 Uhr findet in Montabaur, Gesundheitsamt, Fürstenweg 16, Mütterberatung statt.
Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg Stamm Montabaur e.V.
Unsere Termine:
Montag 16 Uhr Meutestunde für alle Wölflinge
19.15 Uhr Erste-Hilfe-Kurs für Pfadfinder
Dienstag, 2o Uhr Pfarrgemeinderatssitzung für die Jugend im
Saal des Pfarrzentrums. Die Stammesleitung sowie die beiden
Roverrunden des Stammes nehmen an dieser Sitzung teil. Aus
diesem Grunde fällt der Rundenabend der jüngeren Roverrunde
aus.
Mittwoch, 2o Uhr Stammesleitung - Vorbereitung des Elternnachmittags -
Donnerstag 19.3o Uhr Ältere Roverrunde Wir weisen nochmals darauf hin, daß die Sippenstunden der Jungpfadfinder-und Pfadfinderstufe im Jungscharraum des Pfarrzentrums stattfinden.

