Montabaur - 4
ges Unterwesterwald. lastungen auf uns zu.
Zur Sache
Sozialstation in Montabaur
Die gegenwärtige Situation in der Kranken- und Altenpflege ist gekennzeichnet vorwiegend durch den Versuch, das Angebot an Krankenhäusern oder Altersheimen sicherzustellen oder zu erweitern. Das kann nicht bedeuten, daß sich damit der so ziale pflegedienst erschöpft, vielmehr bedürfen die stationären Einrichtungen der Kranken- und Altenhilfe der Ergänzung durch ambulante medizinische und pflegerische Hilfsdienste.
Das bisherige Angebot an ambulanter Kranken- und Altenhilfe genügt den heutigen Ansprüchen nicht mehr, weil einerseits die Zahl der alleinstehenden Alten wächst, auf der anderen Seite der Schwesternbestand Uberalterst ist und weiterhin sich großer Nachwuchsmangel bemerkbar macht. Hinzu kommt ein Wandel in der Auffassung der bestmöglichsten Versorgung der älteren Menschen. Die Altersheimunterbringung soll auf unabweisbare Fälle beschränkt werden, weil sie oft zu Unselbständigkeit und Resignation führt.
Für die Stadt Montabaur bedeutet dies, entsprechende Räumlichkeiten für die Zentrale einer solchen Sozialstation anzubieten.
Jürgen Vogel
Mitglied der Verbandsgemeindevertretung
Beim Standesamt beurkundet
Personenstandsfälle im Verbandsgemeindegebiet Montabau in der Woche vom 3o. 7. - 3.8.1973
Geburten
Grunenberg, Lars-Oliver, Montabaur
Sterbefälle
Marx, Karl Mathias geb. 16,12.89, Eitelborn Hannappel, geb. Frink, Katharina geb. 21.8.19o7, Nombort
Eheschließungen
Clarke Michael, Montabaur, und
Christa Inge geb. Bauer, Bingen
Der Schwesternmangel kann auf der anderen Seite nicht behoben werden, wenn das Berufsbild sich nicht ändert. Dazu sind die politischen Kräfte aufgerufen, denn bisher war es doch so, daß es bei vielen Schwestern weder eine geregelte Arbeitszeit, noch einen geregelten Urlaub, noch eine ihrer Arbeit gemäße gerechte Entlohnung gab, alles Voraussetzunge, um die Bedingungen für Qualität und Quantität des dringend benötigten Nachwuchses zu verbessern.
Baldus Karl-Heinz, Maroth, und
Margarete Gertrud geb. Hoffmann, Niederelbert
Vollbach, Karl, Elz, und
Hildegard Hertha geb. Schulz, Nentershausen
Agnes, Karl, Montabaur, und Erika geb. Grohmann, Montabaur
Da die zur Zeit im Unterwesterwaldkreis bestehenden Krankenpflegestationen durch unzureichende Ausstattung, Überalte' terung des Personals (Durchschnittsalter fast 58 Jahre) und akutem Personalmangel nicht in der Lage sind, weitere Sozialdienste zu übernehmen, müssen sehr schnell Neueinrichtungen von "Sozialstationen" in Angriff genommen werden.
Diese "Sozialstation" ist eine Antwort der Landesregierung Rheinland-Pfalz auf die anfangs erwähnten Mängel in der ambulanten Kranken- und Altersversorgung. Im Altenplan 7o und in den "Grundzügen einer Neuorganisation der ambulanten Pflegedienste" werden diese Sozialstationen näher beschrieben. So sollte beispielsweise der Standort möglichst zentral innerhalb des Einzugsbereiches gelegen sein und eine Einwohnerzahl von 3o.ooo bis 5o.ooo pro Station zugrunde gelegt sein, damit sie sinnvoll, das heißt auch ökonomisch arbeiten kann.
Die Vertretung der Verbandsgemeinde Wallmerod hat beschlossen, zusammen mit der Verbandsgemeinde Montabaur eine solche Sozialstation zu errichten. Die Gesamteinwohnerzahl beträgt rund 44. ooo, liegt also im Rahmen der gewünschten Größenordnung und entspricht der Forderung, daß sich die Grenzen einer Sozialstation mit den Grenzen der Verbandsgemeinden decken sollen, und zwar vornehmlich wegen der zu leistenden Zuschüsse von Land, Kreis und Gemeinden.
Die Verbandsgemeindevertretung Montabaur hat inzwischen auch aus finanziellen Erwägungen, weil die Belastung für uns geringer wird, einstimmig einer solchen gemeinsamen Einrichtung zugestimmt. Wir meinen, daß mit der Unterbringung der Zentrale Inder Stadt Montabaur und mit evtl. Außenstellen das Postulat der Unterbringung im Zentrum des Einzugsbereiches Wallmerod/Montabaur erfüllt wird. Wir begrüßen, daß mit dem Caritasverband ein möglicher Träger aus den freien Wohlfahrtsverbänden für die zukünftige Sozialstation gefunden wurde, da auch damit eine finanziell günstigere Ausgangslage für die Verbandsgemeinde gegeben ist, denn bei einer kommunalen Trägerschaft kämen erheblich größere Be-
Arzt und Apotheke
Arzte-Sonntagsdienst
für Samstag/Sonntag, den 11. /12.8.1973
Dr. Jakob Schmidt, 543 Montabaur, Herzog-Adolf-Str.,
Tel.: o26o2/3855
Zahnärzte-Sonntagsdienst
für Samstag /Sonntag, den 11. / 12 . 8.1973
Dr. Karl-Heinz Schmidt, Montabaur, Lahnstr. 15,
Tel,: o26o2/25oo
ZA. Weiprecht, Ransbach-Baumbach, Hauptstr. Io, Tel.: 02623/2342
Apothekendienst
von Sonntag, dem 12.8.1973 - Samstag, dem 18.8.1973 Rathaus-Apotheke, 543 Montabaur, Gr. Markt 8,
Tel.: 0 26o2/3426
Krankenwagen
11.8. - 12.8.1973 Transportstelle Montabaur Transportstelle Herschbach
Notrufe
Überfall, Verkehrsunfall Feuerwehr, Montabaur Polizei
Gend. Komm. Montabaur mot. Gend. Montabaur Autobahnkommando Montab.
Deutsches Rotes Kreuz u.
Krankentransport
Tel.: o26o2/3777 Tel.: 02626/5166
Tel. llo Tel. 3o78, 5oll
Tel. 5oll Tel. 3o5o, 3o61 Tel. 3129, 544o
Tel. 3777
Unfallrettungsdienst und Krankentransport Herschbach/Uww. Tel.: 02626/5166

