Ausgabe 
10.8.1973
Seite
2350
 
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Montabaur - 4

ges Unterwesterwald. lastungen auf uns zu.

Zur Sache

Sozialstation in Montabaur

Die gegenwärtige Situation in der Kranken- und Altenpflege ist gekennzeichnet vorwiegend durch den Versuch, das Ange­bot an Krankenhäusern oder Altersheimen sicherzustellen oder zu erweitern. Das kann nicht bedeuten, daß sich damit der so ziale pflegedienst erschöpft, vielmehr bedürfen die stationä­ren Einrichtungen der Kranken- und Altenhilfe der Ergänzung durch ambulante medizinische und pflegerische Hilfsdienste.

Das bisherige Angebot an ambulanter Kranken- und Altenhil­fe genügt den heutigen Ansprüchen nicht mehr, weil einer­seits die Zahl der alleinstehenden Alten wächst, auf der an­deren Seite der Schwesternbestand Uberalterst ist und weiter­hin sich großer Nachwuchsmangel bemerkbar macht. Hinzu kommt ein Wandel in der Auffassung der bestmöglichsten Ver­sorgung der älteren Menschen. Die Altersheimunterbringung soll auf unabweisbare Fälle beschränkt werden, weil sie oft zu Unselbständigkeit und Resignation führt.

Für die Stadt Montabaur bedeutet dies, entsprechende Räum­lichkeiten für die Zentrale einer solchen Sozialstation anzu­bieten.

Jürgen Vogel

Mitglied der Verbandsgemeindevertretung

Beim Standesamt beurkundet

Personenstandsfälle im Verbandsgemeindegebiet Montabau in der Woche vom 3o. 7. - 3.8.1973

Geburten

Grunenberg, Lars-Oliver, Montabaur

Sterbefälle

Marx, Karl Mathias geb. 16,12.89, Eitelborn Hannappel, geb. Frink, Katharina geb. 21.8.19o7, Nombort

Eheschließungen

Clarke Michael, Montabaur, und

Christa Inge geb. Bauer, Bingen

Der Schwesternmangel kann auf der anderen Seite nicht beho­ben werden, wenn das Berufsbild sich nicht ändert. Dazu sind die politischen Kräfte aufgerufen, denn bisher war es doch so, daß es bei vielen Schwestern weder eine geregelte Arbeits­zeit, noch einen geregelten Urlaub, noch eine ihrer Arbeit gemäße gerechte Entlohnung gab, alles Voraussetzunge, um die Bedingungen für Qualität und Quantität des dringend be­nötigten Nachwuchses zu verbessern.

Baldus Karl-Heinz, Maroth, und

Margarete Gertrud geb. Hoffmann, Niederelbert

Vollbach, Karl, Elz, und

Hildegard Hertha geb. Schulz, Nentershausen

Agnes, Karl, Montabaur, und Erika geb. Grohmann, Montabaur

Da die zur Zeit im Unterwesterwaldkreis bestehenden Kran­kenpflegestationen durch unzureichende Ausstattung, Überalte' terung des Personals (Durchschnittsalter fast 58 Jahre) und aku­tem Personalmangel nicht in der Lage sind, weitere Sozial­dienste zu übernehmen, müssen sehr schnell Neueinrichtungen von "Sozialstationen" in Angriff genommen werden.

Diese "Sozialstation" ist eine Antwort der Landesregierung Rheinland-Pfalz auf die anfangs erwähnten Mängel in der ambulanten Kranken- und Altersversorgung. Im Altenplan 7o und in den "Grundzügen einer Neuorganisation der ambu­lanten Pflegedienste" werden diese Sozialstationen näher be­schrieben. So sollte beispielsweise der Standort möglichst zentral innerhalb des Einzugsbereiches gelegen sein und eine Einwohnerzahl von 3o.ooo bis 5o.ooo pro Station zugrunde gelegt sein, damit sie sinnvoll, das heißt auch ökonomisch arbeiten kann.

Die Vertretung der Verbandsgemeinde Wallmerod hat be­schlossen, zusammen mit der Verbandsgemeinde Montabaur eine solche Sozialstation zu errichten. Die Gesamteinwohner­zahl beträgt rund 44. ooo, liegt also im Rahmen der gewünsch­ten Größenordnung und entspricht der Forderung, daß sich die Grenzen einer Sozialstation mit den Grenzen der Verbandsge­meinden decken sollen, und zwar vornehmlich wegen der zu leistenden Zuschüsse von Land, Kreis und Gemeinden.

Die Verbandsgemeindevertretung Montabaur hat inzwischen auch aus finanziellen Erwägungen, weil die Belastung für uns geringer wird, einstimmig einer solchen gemeinsamen Einrich­tung zugestimmt. Wir meinen, daß mit der Unterbringung der Zentrale Inder Stadt Montabaur und mit evtl. Außenstel­len das Postulat der Unterbringung im Zentrum des Einzugs­bereiches Wallmerod/Montabaur erfüllt wird. Wir begrüßen, daß mit dem Caritasverband ein möglicher Träger aus den freien Wohlfahrtsverbänden für die zukünftige Sozialstation gefunden wurde, da auch damit eine finanziell günstigere Ausgangslage für die Verbandsgemeinde gegeben ist, denn bei einer kommunalen Trägerschaft kämen erheblich größere Be-

Arzt und Apotheke

Arzte-Sonntagsdienst

für Samstag/Sonntag, den 11. /12.8.1973

Dr. Jakob Schmidt, 543 Montabaur, Herzog-Adolf-Str.,

Tel.: o26o2/3855

Zahnärzte-Sonntagsdienst

für Samstag /Sonntag, den 11. / 12 . 8.1973

Dr. Karl-Heinz Schmidt, Montabaur, Lahnstr. 15,

Tel,: o26o2/25oo

ZA. Weiprecht, Ransbach-Baumbach, Hauptstr. Io, Tel.: 02623/2342

Apothekendienst

von Sonntag, dem 12.8.1973 - Samstag, dem 18.8.1973 Rathaus-Apotheke, 543 Montabaur, Gr. Markt 8,

Tel.: 0 26o2/3426

Krankenwagen

11.8. - 12.8.1973 Transportstelle Montabaur Transportstelle Herschbach

Notrufe

Überfall, Verkehrsunfall Feuerwehr, Montabaur Polizei

Gend. Komm. Montabaur mot. Gend. Montabaur Autobahnkommando Montab.

Deutsches Rotes Kreuz u.

Krankentransport

Tel.: o26o2/3777 Tel.: 02626/5166

Tel. llo Tel. 3o78, 5oll

Tel. 5oll Tel. 3o5o, 3o61 Tel. 3129, 544o

Tel. 3777

Unfallrettungsdienst und Krankentransport Herschbach/Uww. Tel.: 02626/5166