Amtsblatt
der Verbandsgemeinde Montabaur
und der verbandsangehörigen Gemeinden Boden, Daubach, Eitelborn, Gackenbach, Girod, Görgeshausen, Großholbach, Heilberscheid, Heiligenroth, Holler, Horbach, Hübingen, Kadenbach, Montabaur, Nentershausen, Neuhäusel, Niederelbert, Niedererbach, Nomborn, Oberelbert, Ruppach-Goldhausen, Simmern, Stahlhofen, Untershaus^n, Welschneudorf
B
Jahrgang 1
Freitag, den 13. Juli 1973
Nummer 2/28
EIN JAHR VERBANDSGEMEINDE MONTABAUR
Mit den Wahlen zur Verbandsgemeindevertretung am 23.4.1973 begann für den Westerwald ein neuer Abschnitt Kommunalpolitik und - Verwaltung, dessen Zukunft zu Beginn nicht einhellig begrüßt und beurteilt wurde. Dies war verständlich, wurde doch die bisherige nassauische Bürgermeisterverfassung mit dem stark ehrenamtlichen Element abgelöst von der Verbandsgemeindeverwaltung, die nach dem Willen des Landesgesetzgebers bürgernäher und vor allem qualitativ zweckmäßiger mit breiterem Aufgabengebiet zugunsten der Gemeinden und ihrer Bürger tätig sein sollte.
Neben der Einführung der üblichen Handwerkszeuge für die Arbeit einer neuen Kommunalvertretung • wie Satzungen, Geschäftsordnungen, Bildung von Ausschüssen usw. - war das erste Augenmerk auf eine optimale Personalausstattung zu richten. Die CDU-Fraktion hat von Beginn der Arbeit darauf geachtet, daß einerseits eine qualitativ hochwertige Mannschaft sich etablierte, andererseits aber Stellenplanausuferungen unterblieben. Dieser vernüftige Mittelweg wurde bisher eingehalten und dürfte weiter Leitrichtung bleiben. Es sei an dieser Stelle anerkannt, daß die Verwaltung insbesondere im Bereich der Finanzwirtschaft durch die Übernahme der bisher bei den Gemeinden ausgeführten Haushalte - Steuern- und Gebührenwesen - vor nicht unerhebliche Schwierigkeiten gestellt war und diese bewältigt hat. Es muß weiter erwähnt werden, daß mit der Zunahme der Aufgaben gerade im Bereich der Finanzwirtschaft die Tagesaufgaben nicht mehr mit den herkömmlichen Mitteln zu bewältigen waren, so daß die elektronische Datenverarbeitung Einzug hielt. Auch dies stellte die junge Verwaltung vor nicht geringe Schwierigkeiten und die Verbandsgemeindevertretung vor rasche Entscheidungen. Es ist an dieser Stelle müssig, auf die unzureichenden Räumlichkeiten aufmerksam zu machen, in denen die Verwaltung • teils provisorisch - arbeitet. Es wird unser Bestreben sein müssen, eine endgültige Lösung bald anzugehen und zumindest eine Zielkonzeption zu erarbeiten. Gute Verwaltungsarbeit ist gute Arbeit für den Bürger.
Die regionale Struktur innerhalb der Verbandsgemeinde bedarf der Überprüfung mit neuen Zielkonzeptionen. Die bisherige Einzelplanung der Gemeinden ist zu ergänzen durch einen gemeinsamen Flächennutzungsplan, der auf einer Nahbereichsuntersuchung aufbaut. Auch hierfür wurden erste Weichen gestellt, der Plan ist in Auftrag gegeben. Die Planung soll uns in den Stand setzen, Strukturgefälle in den einzelnen Teilgebieten der Verbandsgemeinde zu erkennen und zu beseitigen. Es sollen Akzente gesetzt werden für die Entwicklung der künftigen Wohngebiete, des gewerblichen Bereichs und des Fremdenverkehrs. Die Landwirtschaft soll die Entwicklungsmöglichkeiten behalten, welche ihr unter Berücksichtigung der Marktverhältnisse und auskömmlicher Betriebsgrößen bleiben.
Bereits sehr frühzeitig hat die Fraktion der CDU die Beratungen über den dringend erforderlichen Bau der neuen Hauptschule begonnen. Hierzu-war eigens eine Sondsrkommission eingesetzt worden, welche besonders den Raumbedarfsplan erarbeitet.
Dank recht günstiger personeller Zusammensetzung der CDU-Fraktion der Verbandsgemeindevertretung konnte mit Sachverstand zügig ein Ergebnis erarbeitet werden. Inzwischen ist der Raumbedarfsplan mit der Schulaufsichtsbehörde abgestimmt worden und gemeinsam mit dem Kreis der Architektenwettbewerb ausgeschrieben worden. Die Kooperation mit dem Kreis bot sich
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