Ausgabe 
23.3.1972
Seite
2091
 
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Montabaur - 9 -

daß zu Beginn der Jahreshauptversammlung ein Film von den Olympischen Spielen 1972 in München gezeigt wird.

Deutsches Rotes Kreuz

- Kreisverband Unterwesterwald -

Betr.: Altkleidersammlung des Deutschen Roten Kreuzes

Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Unterwesterwald führt in der Zeit vom 9. - 19. April 1973 im gesamten Unterwesterwaldkreis eine Altkleidersammlung durch.

Die genauen Sammeltermine in den einzelnen Ortschaften und Städten werden noch rechtzeitig bei der Verteilung der Plastiksäcke und Handzettel mitgeteilt.

Gesammelt werden Bekleidüng und Textilien wie in allen Jahren zuvor. Die gespendeten Stücke kommen in Sortierungsläger. Dort werden die noch tragbaren Stücke aussortiert und nach der Reinigung in den Depots des Roten Kreuzes eingelagert.

Viele Hundert Tonnen brauchbarer Kleidungsstücke wurden in den vergangenen Jahren in die Notstandsge­biete entsandt.

Die nicht mehr tragfähigen Sachen werden an die Textil­werke abgegeben und dort weiter verwertet. Der verblei­bende Erlös wird zum Ausbau des örtlichen Rettungs­dienstes verwendet.

Auch hier wird die Bevölkerung des Unterwesterwaldkreises um ihre Mithilfe gebeten.

Leider ist gerade in der letzten Zeit fast jede Woche von irgend einer Stelle gesammelt worden. Nicht alle Samm­lungen wurden für den Zweck verwendet, für den lt. An­gaben der Erlös sein sollte. Es kommen immer wieder "Geschäftsmacher" dazwischen, die die Spendenfreudig­keit der Bevölkerung für private Zwecke ausnutzen. Bei den meisten Sammlungen werden alle Altkleider ver­kauft und von Unternehmen durchgeführt, die in der Regel ihren Geschäftssitz außerhalb unseres Landes haben. Bei der Sammlung des Roten Kreuzes werden die brauch­baren Stücke eingelagert, damit bei Katastrophenfällen sofort geholfen werden kann. Das sollte unbedingt be­achtet werden. Auch unseren Mitbürgern aus dem Kreis­gebiet konnte damit oftmals schon geholfen werden.

TSV Eigendorf

TISCHTENNIS-Abteilung - 2. MANNSCHAFT VfL Altendiez II - TSV Eigendorf II o : 9 Tischtennis-Bezirksklasse Ww/Ts/S Das am vergangenen Samstag beim VfL Altendiez II fällige Meisterschaftsrückspiel hat die 2. Mannschaft des TSV 19o4 Eigendorf e. V. mit 9 : o geschenkt be­kommen. Im Kampf um die begehrte Vizemeisterschaft wird es zwischen dem TSV-Team II, TV Bergnassau II und VfL Osterspai I noch ein hartes Ringen geben.

Am kommenden Sonnabend, 24.3.1973, trifft die "Zweite" um 19. oo Uhr auf eigenen Tischen gegen die 1. Garnitur des SC Lierschied. Es ist mit einem klaren Erfolg der Elgendorfer zu rechnen.

Am 17.3. kam es nur zu einem verkürzten Programm. Dabei verlor die 1.Mannschaft beim Tabellenzweiten Siers hahn II klar mit o : 7. Sie konnte insgesamt nur 3 Sätze für sich entscheiden.

Die Jugendmannschaft trug 2 Spiele aus. Zunächst ge­wann sie ein Punktspiel in Oberlahnstein mit 7 : 2. Dabei zeichneten sich besonders Hübinger und R. Piroth aus, die an den unteren Brettern ungeschlagen blieben.

Wolf und Fannasch gewannen je ein Einzel, dazu kamen zwei Siege in den Doppeln.

In einem Pokalspiel gewannen Wolf, Fannasch und Winninger bei Bergnassau-Scheuern II klar mit 5 : o und treffen in der nächsten Runde auf den ESV Siershahn.

Auch die Schüler griffen in die Pokalrunde ein. Sie schlugen den favorisierten SK Dienethal überraschend

mit 5 : 3 und qualifizierten sich damit für die Endrunde der letzten Drei, die am 25.3. in Dienethal ausgetragen wird. Zu dem Sieg trugen Kaiser und Gerz je zwei Punkte bei, Pischel gewann einmal.

Am 24.3. kommt es zu folgenden Begegnungen:

TTC Wirges TSV Jugend DJK Hillscheid SV Hundsangen TSV II TSV I

TSV Schüler TTC Wirges TSV IV TSV III SV Lierschied VfL Altendiez

DRK-Suchdienst Hamburg

Die starken Erfolge des Kindersuchdienstes beim DRK- Suchdienst Hamburg im vergangenen Jahr 1972 bestärken diese Stelle, auch für 1973 alle Möglichkeiten auszu­schöpfen, weiterhin Schicksalsklärungen zu erreichen, um jungen Menschen ihr Elternhaus wiederzugeben, das sie als Kleinkinder bei Kriegsende verloren hatten.

Die Produktivität auf diesem Sektor der Nachforschung - 27 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges - ist mit wenigen Zahlen eindrucksvoll bewiesen:

Im Jahre 1972 wurden insgesamt

429 Erfolge erzielt, arbeitstäglich 1,7!

Davon konnten 22m al "Namenlose" identifiziert werden und erfuhren auf diese Weise Uerzkunft und Namen und erhielten Verbindung zu ihren Angehörigen. Auf die beiden letztveröffentlichten Kinderbildplakate Nr. 38 und Nr. 39 gingen zu 9 Fällen 14 Hinweise ein, die sofort in die weitere Klärungsarbeit an diesen Schick­salen einbezogen wurden. Der Fall Nr. ob 264 auf Pla­kat Nr. 38 ist inzwischen schon geklärt. Besonders er­staunlich ist ferner die Tatsache, daß sich im Laufe des letzten Jahres 132 junge Menschen erstmalig an den DRK-Suchdienst wandten, um nach ihren Angehörigen suchen zu lassen, und 176 Eltern erstmals Suchanträge nach ihren Kindern stellten. Diese neuen Suchwünsche wurden ausnahmslos von Personen vorgebracht, die sich bisher in den östlichen Ländern aufhielten oder erst kürzlich von dort in die Bundesrepublik eingereist sind. Noch waren bei Jahresbeginn 6. 566 Nachfor­schungsfälle in Bearbeitung: 3. 317 suchende Kinder, davon 1.676 "Namenlose" und 3. 149 suchende Eltern.

Obwohl der zeitliche Abstand von der Familien-Trennung bis zur Gegenwart immer größer geworden ist und sicher mancher nicht mehr lebt, der zur Klärung eines Falles beitragen könnte, stellt diesem Minus auch ein Plus ge­genüber, nämlich die Tatsache, daß die Gesictiter der Herangewachsenen heute immer familienähnlicher geworden sind. So konnte mancher Fall in letzter Zeit leichter gelöst werden.

Die Öffentlichkeit wird dringend gebeten, auf den Bild­plakaten die einzelnen Fotos und Texte aufmerksam zu betrachten. Jeder, auch der kleinste Hinweis, kann einen ersten Schritt zum Erfolg bedeuten.

Bundesbahn und Bundespost haben sich auch diesmal wieder bereit erklärt, die Plakate auf Bahnhöfen bezw. in Schalterräumen auszuhängen.

Drei Schicksals*- klärungen der jüngsten Zeit seien hier kurz skizziert, um zu zeigen, was die Arbeit des DRK- Kindersuchdienstes heute noch für Eltern, Söhne und Töchter, die bei Kriegsende voneinander getrennt wurden, bedeutet.

Ein aus Königsberg gebürtiger junger Mann, der nach dem Krieg als Kind nach Rußland verschlagen wurde, bat vor k zem in einem ausführlichen russisch-geschriebenen Brief, seinen Vater zu suchen. Daß die Mutter damals in Königsberg verstorben war, konnte er sich noch erinnern. Die Nachforschung war erfolgreich: Dem heute in Offen­bach lebenden Vater wurde der Brief überreicht, mit dem sich sein Sohn aus Rußland gemeldet hatte. Des Vaters Worte, als er das erste Lebenszeichen seines Sohnes in